57. Projekt-Werkstatt

Poet, Philosoph, Phantast

Der polnische (Über-)Lebens-künstler Romuald Loegler: „Architekt ist kein Beruf, sondern ein Lebensweg!“

Romuald Loegler wird 1940 in Soktów (Polen) geboren. Er studiert Architektur in Krakau, lernt bei Karl Schwanzer in Wien und Pekka Salminen in Helsinki. Sein erstes Atelier startet er 1964 in Polen. Mehr oder weniger inoffizi-ell und heimlich. Dafür wird er allmählich zum Wanderer zwischen den Welten und zu einem der architektonischen Stars der Postmoderne, Ausgabe Polen. Zunächst entwickelt er als philosophierender Visionär für das Event „Paris – Architecture and Utopia“ die „Bridge of Contemplation“ (1989).

Für den Wettbewerb „Architetural Visions“, der Anfang der 1990er Jahre in vielen europäischen Städten gezeigt wird, schlägt er ein schwebendes, gläsernes Stadthaus für Düsseldorf vor. Damals gefragt, wo er am liebsten leben würde, antwortet er einfach: „Ich möchte meine Adresse nicht ändern.“ Nach der Wende baut er sehr viel, u. a. Universitätsbauten, die Philharmonie in Lodz, ein Krematorium und die Oper in Krakau, aber am liebsten gewaltige Kirchen, wie St. Hedwig in Krakau. „Romuald Loegler ist im Grunde ein Klassiker. Er glaubt an den Sinn des Schaffens nach Regeln und er sucht nach ihnen. Was sein Werk zusammenhält, ist seine spezielle Art und Weise, Probleme anzugehen – eine Art, die als eine schöpferische Methode gelten kann. Loegler strebt immer danach, ein Problem direkt zu lösen und lässt sich durch Schönheit und Reiz nicht verwirren.“ (Dirk Meyhöfer, 1997)

Noch heute, ein halbes Jahrhundert nach Gründung seines ersten Ateliers, baut er sehr viel – vor allem in Polen und auch in Mitteldeutschland.Wir laden Sie herzlich ein zu einem Spaziergang durch die mitteleuropäische Architekturgeschichte der letzten 50 Jahre.

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