52. Projekt-Werkstatt

Anständiger Wohnungsbau für alle!

Wohnen muss jeder – nur wie? 

Stefan Forster wurde 1958 in Rockenhausen geboren, studierte Architektur an der TU Berlin und in Venedig. Nach dem Diplom 1986 folgten Stationen als angestellter Architekt in Mannheim und Berlin. An der renommierten TU Darmstadt war er von 1988 bis 1993 Assistent am Lehrstuhl für Wohnungsbau. 1989 gründete er das Büro „Stefan Forster Architekten“ in Darmstadt. Das „Baunetz“ schrieb einmal über einen Wettbewerb, in dem Stefan Forster den 2. Platz belegte: „Der Investor wollte keine Look-at-me-Architektur!“ Das trifft die Arbeit von Stefan Forster Architekten sehr genau: Ihre Wohnbauten sollen dem Menschen – und zwar in allen Einkommenslagen – zur bezahlbaren Heimat werden. Neben robusten Materialien und dem Einsatz modernster Haus- und Konstruktionstechnik, sind neutrale Grundrisse, sichtgeschützte Freiräume und großzügige Eingangshallen besondere Qualitätsmerkmale ihrer Architektur.

Dabei werden viele ihrer Projekte nicht im frei finanzierten Wohnungsbau erstellt – sondern für Baugenossenschaften und öffentliche Träger. Ihre Stichworte sind Nutzerfreundlichkeit und auch Nachhaltigkeit. Es kommt auf sinnhafte Grundrissorganisation, nicht auf tolle Ausbaumaterialien an. Und das nicht nur für die frühere Normfamilie Vater-Mutter-Kinder, sondern auch für Gruppen im heutigen demografischen Wandel, also für das Mehrgenerationswohnen oder Teil- und Patchworkfamilien: „Dem Wohnungsbau, der entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität hat, fällt für alle sozialen Schichten eine Schlüsselrolle zu. Unsere Architektur ist deshalb nutzerorientiert und lotet in Abhängigkeit von Ort und Geschichte die Grenzen zwischen Individuum, Hausgemeinschaft und Stadtgesellschaft stets neu aus“, schreiben die Architekten auf ihrer Website. Kurzum: Anständiger Wohnungsbau für alle!

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