Dipl.-Ing. Julia Erdmann
58. Projekt-Werkstatt

Dipl.-Ing. Julia Erdmann

Prof. Klaus Schäfer
58. Projekt-Werkstatt

Prof. Klaus Schäfer

Unsere Referenten: Architekten, Planer, Freiraumgestaltern, Innenarchitekten und andere Bauschaffende geben mit ihren Werkvorträgen, im Rahmen der VitrA Projekt-Werkstätten in unserem Showroom im Kölner Rheinauhafen, wertvolle Impulse. Die Projekt-Werkstätten sind Kompetenzforum und gleichzeitig „Come-together“.

06. Projekt-Werkstatt — Wohnungs- und Hotelbau im Wandel?

Ercan Ağırbaş
Dipl.-Ing. Ercan Ağırbaş

Geboren am 01.01.1966 in Ayancik, absolvierte er von 1986 bis 1993 sein Architekturstudium in Berlin, Mailand und Zürich. Es folgte die Mitarbeit in verschiedenen Büros von 1993 bis 1995.
Weitere Meilensteine in seiner Laufbahn sind der Lehrauftrag an der FH Bochum von 1996 bis 1999 sowie Vorträge und Gastkritik an der RWTH Aachen und der GSH Wuppertal von 2001 bis 2003.
Seit 2003 hat er einen Lehrauftrag an der FH Düsseldorf, seit 2005 ist er Vertretungsprofessor an dieser Hochschule. 1995 Gründung Agirbas & Wienstroer Architektur und Stadtplanung in Neuss.

Zudem erreichten viele seiner Projekte Topplatzierungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter

  • 1999 Jardin des Deux Rives Strasbourg (1. Preis), 2000 LAGA 2005 Leverkusen (1. Preis),
  • 2001 Brück Rue D’Ankara Strasbourg (2. Preis), 2002 Passivhaussiedlung Leverkusen (3. Preis),
  • 2002 Rheinbrücke Fessenheim (3. Preis), 2002 Gewerbegebiet Wissembourg (2. Preis),
  • 2003 Zentraler Busbahnhof Ge-Buer (1. Preis), 2003 Port de France Strasbourg (Ankauf),
  • 2003 Wohnen in neuzeitlicher Architektur (1. Preis), 2004 LAGA 2008 Tulln (4. Preis),
  • 2006 IGS 2013 Hamburg (2. Preis), 2007 Schweizer Pavillon EXPO 2010 (Ankauf),
  • 2007 Türkische Botschaft Berlin (5. Preis), 2007 Uferbebauung Neuss (3. Preis),
  • 2008 Baugebiet Hubertusstraße Büttgen (1. Preis), 2008 Ketschenvorstadt in Coburg (engere Wahl),
  • 2009 IBA 2013 Hamburg (1. Rang).

11. Projekt-Werkstatt — Baukultur und Nachhaltigkeit als grenzüberschreitende Herausforderung

Hakki Akyol
Dipl.-Ing. Hakki Akyol

06.07.1958
geboren in Istanbul, Türkei

1977
Abitur an der deutschen Schule Istanbul

1977-1985
Studium der Architektur an der TU Carolo
Wilhemina zu Braunschweig

1985-1986
Tätigkeit im Büro gmp, Hamburg

1986-1999
wissenschaftl. Mitarb. am Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung und Werklehre an der RWTH Aachen

1992-2000
Tätigkeit im Büro gmp, Hamburg

2000
selbstständiger Architekt

2000
Dozent an der FH Nordostniedersachsen

2002
Gastprofessur an der Muthesius Kunsthochschule Kiel

2006
Berufung in den BDA

2008
Berufung als Dozent an der AAC (Academy of Architectural Culture), Hamburg

seit 2010
geschäftsführ. Gesellschafter im Architekturbüro akyol kamps : bbp

22. Projekt-Werksatt — Die Lust an der freien Form

Manuel Aust
Dipl.-Ing. Manuel Aust

Aller Anfang ist schwer! Das galt für den Hamburger Architekten André Poitiers, der seit den 1990er Jahren weit über Hamburg hinaus mit Projekten und Wettbewerbserfolgen bekannt geworden ist, und Manuel Aust vom Weimarer Studio BÄNG, der den Schritt in die Selbständigkeit schon während seiner Studienzeit wagte. Ob nun aus der handwerklich-technischen Tradition eines André Poitiers heraus oder aus einer neuen Dimension und Freiheit, die sich aus den Möglichkeiten des digitalisierten Entwerfens (auch als Parametrismus bekannt) bei Studio BÄNG ergeben. Beide Referenten stehen seit Beginn ihrer Auseinandersetzung mit der Architektur für die Lust an der freien Form und nutzen die Chancen des freien, selbständigen Arbeitens trotz der Hindernisse beim Start-up.
 

  • 1987 Manuel Aust
  • 2012 Master of Science in Architecture at BU Weimar
  • 2010–2011 Studies at University of Technology Eindhoven
  • 2009–2012 Studies at Bauhaus University Weimar
  • 2009 Diploma in Architecture at FH Erfurt
  • 2005–2009 Studies at FH Erfurt
  • 2005 Advanced technical college certificate for design
  • 2011–Morger + Dettli Architekten, Basel
  • 2010–2011 Lecturer at FH Erfurt
  • 2008–2009 Tutor at Department Urban Planning and Design, FH Erfurt
  • 2008 Assistant at Chair Building Design and Planning, FH Erfurt
  • 2007–2008 Bekkering Adams Architecten, Rotterdam

Studio BÄNG steht fur die Liebe zur Architektur, gelebten Positivismus und interdisziplinäres Arbeiten. Uneingeschränkt bedienen wir uns aller verfügbaren Werkzeuge und sind so in der Lage Aufgaben individuell zu lösen. Unbefangen hinterfragen wir dabei Trends und Traditionen.

33. Projekt-Werkstatt — Der Architekt und die neuen Netzwerke

Joachim Bähr
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Joachim Bähr

Architektin/Architekt – welches Berufsbild steckt heute dahinter? Immer noch Künstler, Erfinder oder Dirigent? Oder alles zusammen? Die Öffentlichkeit hat ein anderes Architektenbild als junge Architekturstudierende. Die ältere Generation wiederum spürt ein starkes Umdenken – nicht nur bei der Verteilung der Leistungsphasen nach HOAI. Auch die Ingenieure sehen Architekten heute anders als früher.

Wie dem auch sei: Der Architekt ist nicht in der Krise, sondern er stellt sich neu auf und reicht allen anderen am Bau die Hand zur interdisziplinären Zusammenarbeit. Nur so wird es möglich sein, die immer komplexer werdenden Bauaufgaben zu bewältigen.

Zwei Profis berichten darüber, wie es geht und wie sie es persönlich handhaben: Joachim Bähr, Geschäftsführender Gesellschafter von bähr ingenieure gmbh, berichtet aus seinem Büro und seinen Projekten (z. B. Neue Direktion Köln) – aus der Sicht der Technischen Gebäude Ausrüstung. Michael Geis, Inhaber von geis & brantner freie architekten bda (in der fünften Generation) erzählt u. a. von seinem jüngsten Projekt, dem Neubau des Weinguts Franz Keller im Kaiserstuhl.

Studium/Ausbildung

1962 geboren in Leverkusen
1982 Ausbildung zum Maschinenschlosser
1983 Fachhochschulreife an der Fachoberschule
1987 Studium Anlagen- und Verfahrenstechnik
1989 Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Beruflicher Werdegang

1986 Delco Electronics Liverpool/England, Praxissemester
1985 Schmidt Reuter GmbH, Werksstudent
1988 Schmidt-Meyer, Projektingenieur
1991 BSK ENGINEERING GmbH, Geschäftsführender Gesellschafter, Verkauf 1998
1995 bsk coplan gmbH, Geschäftsführender Gesellschafter, Umfirmierung in bähr ingenieure gmbh in 2001
seit 2001 bähr ingenieure gmbh, Geschäftsführender Gesellschafter

Arbeitsschwerpunkte

Zentralakquisition
Organisation technisch/wirtschaftlich
Übergeordnete Projektverantwortung
Beratung zu Energiekonzepten

Lehrtätigkeit

2005-2011
Lehrauftrag an der RWTH Aachen University, Fachbereich Architektur
 
Lehrstuhl Gebäudetechnik, Prof.I.V.Dipl.-Ing. Joachim Ruoff
Betreuung von Studierenden höherer Semester in haustechnischen Belangen von u.a. folgenden Architekturentwürfen:
 
BIOTA Science Center (SoSe 2005)
Transrapid Bahnhof in Doha (WS 2005)
Schlachthof am Niederrhein (SoSe 2006)
Wohnumnutzung eines Hochhauses in Maastricht (WS 2006) Roncallis Winterzirkus Köln-Deutz (SoSe 2007)
Umnutzung eines Bürogebäudes in Müngersdorf (SoSe 2008)
Neues Stadtarchiv Köln (SoSe 2009)
Musicaltheater am Rudolfplatz (WS 2009)
Feuerwehrzentrum CFK Gelände (SoSe 2010)
Schulerweiterung des Genoveva-Gymnasiums Köln-Mülheim (WS 2010)

Vorträge

2005 NRW Energiesymposium Bangkok, Bangkok
2006 Scientific Consultant Workshop Athens in Zusammenarbeit mit der Universität Essen, Athen
2007 Energetische Beratung eines mittelständigen Unternehmens, Shanghai

54. Projekt-Werkstatt — Neue Ideen braucht das Land!

Alexander Baumgarten
Dipl.-Ing. Architekt AKNW Alexander Baumgarten

Wie muss man sich heute als Büro in einem komplexen Markt und vielen neuen Anforderungen an die Architektur aufstellen? Wer moderne Arbeitsbedingungen für sich und seine Mitarbeiter schafft, wird auch mit guten Ergebnissen belohnt.

Das Kölner Studio LCD wurde 2007 von Alexander Baumgarten als Netzwerk aus freien Architekten und Designern gegründet und ausgebaut. Es ist ein Netzwerk, das den beteiligten Akteuren jederzeit erlaubt, spezialisierte Planungsteams für jedes individuelle Projekt zusammenzustellen. Dies reicht von großen Architekturbüros über Projektsteuerer bis zu Freelancern und kleinen Büros.

Somit können alle planerischen Leistungen abgedeckt werden – von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung von Bauvorhaben jeder Größe. Eine flexible Struktur erlaubt es LCD, auch andere Planungsteams im Bereich Architektur und Projektentwicklung zu unterstützen – kurzfristig mit schnellen Reaktionszeiten und langjähriger Planungserfahrung. 

Seit 2016 wird Studio LCD von Bibiana Zapf und Alexander Baumgarten als Partnerschaftsgesellschaft mbB geführt: „Unsere Designphilosophie folgt den Grundsätzen einfacher Klarheit und Eleganz. Von diesem Konzept der kristallinen Ordnung aus nehmen wir uns dann die Freiheit, in die DNA der Details einzutauchen. Organische Formen im Ausbau, leuchtende Farben, Lichtatmosphäre und die Schönheit ausgewählter Materialien hauchen unseren Räumen Leben ein.“

Bibiana Zapf und Alexander Baumgarten stellen in einem Doppelvortrag die Arbeit in einem modernen Architektennetzwerk vor – und sie illustrieren ihre Architekturphilosophie anhand der für sie wichtigsten Bauten und Projekte.

Alexander Baumgarten studierte Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart und als Stipendiat am Illinois Institute of Technology in Chicago.

Mit seiner Diplomarbeit „Shanghai EuroOrthopolis“, einem multifunktionalen Hochhaus erhielt er 2000 den Förderpreis des Deutschen Stahlbaus.

Danach arbeitete er zunächst als Projektarchitekt im Architekturbüro Grössle in Stuttgart und anschliessend von 2001–2006 als projektleitender Architekt im Büro Gatermann+Schossig in Köln.

2007 gründete Alexander Baumgarten Studio LCD  in Köln als Netzwerk aus freien Architekten und Designern. Seit 2016 wird Studio LCD von Alexander Baumgarten und Bibiana Zapf als Partnerschaftsgesellschaft geführt. Dieses Netzwerk erlaubt es, spezialisierte Planungsteams für jedes individuelle Projekt zusammenzustellen. Im Netzwerk sind von großen Architekturbüros über Projektsteurer bis zu Freelancern und kleinen Büros vertreten. Damit deckt das Büro alle planerischen Leistungen ab, von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung von Bauvorhaben jeder Größe. Die flexible Struktur erlaubt es außerdem Planungsteams im Bereich Architektur und Projektentwicklung kurzfristig mit schnellen Reaktionszeiten und langjähriger Planungserfahrung zu unterstützen.

06. Projekt-Werkstatt — Wohnungs- und Hotelbau im Wandel?

Eike Becker
Dipl.-Ing. Eike Becker

Eike Becker (* 27. Januar 1962 in Osterholz-Scharmbeck) ist ein deutscher Architekt und Designer. Er studierte von 1983 bis 1989 Architektur an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, von 1989 bis 1990 an der École nationale supérieure d'architecture de Paris-Belleville und an der Universität Stuttgart. Dort arbeitete er im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 230 „Natürliche Konstruktionen, Leichtbau in Architektur und Natur“ am Lehrstuhl von Klaus Humpert. 1990 schloss er sein Studium mit dem Diplom an der Universität Stuttgart ab. Es folgte ein Praktikum erst im Büro Norman Foster Associates, dann im Büro Richard Rogers Partnership in London.

Die Entwicklung Berlins nach der deutschen Vereinigung lockte Becker in die neue Hauptstadt. Dort gründete er Ende 1991 zusammen mit den Architekten Georg Gewers, Oliver Kühn und Swantje Kühn das Büro Becker Gewers Kühn & Kühn Architekten. Zwei erste Preise bei größeren Realisierungswettbewerben 1992 und 1995 machten das Büro bekannt. Beide Projekte, die Hauptverwaltung der Verbundnetz Gas AG in Leipzig und die Hauptverwaltung der Berliner Volksbank eG in Berlin, wurden bei BGKK von Becker geleitet. 1997 entwarf er zusammen mit Geert Lovink und anderen für die documenta X in Kassel den Hybrid WorkSpace. Dieser Raum diente als Ausstellungsort, Medienlabor und Performancebühne.

1999 gründete Becker zusammen mit Helge Schmidt das Büro Eike Becker_Architekten. Das Büro hat etwa zwanzig Mitarbeiter und ist auf den Gebieten des Wohnungsbaus, des Bürobaus, des Geschäftsbaus, des Hotelbaus sowie des Kulturbaus aktiv. Im selben Jahr wurde Becker auch Vorsitzender des Vorstands des KW Institute for Contemporary Art, Berlin.

 

Bauten und Entwürfe

1992–1997: Hauptverwaltung der Verbundnetz Gas AG Leipzig
1997: Informations-, Kommunikations- und Diskussionslabor Hybrid WorkSpace auf der documenta X in Kassel
2000–2002: Hauptverwaltung der Rheinkalk GmbH in Wülfrath
2000–2004: Wallhöfe an der Wallstraße (Berlin)
2001–2004: Arcotel Velvet in Berlin
2003–2007: Hauptverwaltung der Stadtwerke Neuss GmbH in Neuss
2004–2006: Haltestelle Hauptbahnhof Leipzig in Leipzig
2004–2010: Büro- und Geschäftshaus an der Schloßstraße (Berlin-Steglitz)
2005–2013: Fehrbelliner Höfe in Berlin
2006–2013: Wohn-, Büro- und Hotelbau Am Zirkus in Berlin
2008: Entwurf für ein Medienhaus des Schwäbischen Verlags in Ravensburg (nicht ausgeführt)
2010–2013: Hotel Steigenberger und Varietétheater im Weserquartier in Bremen

34. Projekt-Werkstatt — Deutsch-Japanische Freundschaft – Interpretation des Gefundenen

Nicole Berganski
Dipl.-Ing. Nicole Kerstin Berganski

Der wahrscheinlich wichtigste deutsch-amerikanische Architekt der Moderne, Ludwig Mies van der Rohe liebte Japan. Sein Augenmerk lag auf der kaiserlichen Katsura-Villa (Ein Gebäude-Ensemble mit dazugehörigen Gärten in Nishikyoku, einem westlichen Vorort von Kyoto). Das Ensemble ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Japans. Seine klaren Strukturen und Konturen haben Mies van der Rohe Architekturen stark beeinflusst. Nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem sich Japan dem Westen öffnete, kam es immer häufiger zum Austausch der Ideen und gegenseitigen Befruchtung.

Zwei Architektenpaare berichten über die Begegnung beider Kulturen und die deutsch-japanische Freundschaft.

Tatsuya Kawahara und Ellen Kristina Krause lernten sich im Büro von Shigeru Ban in Tokio kennen. Heute führen sie erfolgreich ihr Büro KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS in Hamburg. Ihr kreatives Schaffen bewegt sich auf der Begegnung von Raum und Kunst, Praxis und Lehre. Ihre Interventionen und Projekte sind architektonische Lehrstücke.

Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk haben jeweils bei den einflussreichen deutschen Architekten Matthias Sauerbruch und Wolfgang Lorch gelernt und sich später bei der Pritzker-Preisträgerin Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa in Tokio perfektioniert. Inzwischen bauen sie mit ihrem eigenen Büro nkbak in Frankfurt sehr erfolgreich.

03/2011  Berufung in den BDA

01/2007  Bürogründung 'nkbak'

seit 11/2005  freie Architektin in Frankfurt am Main

01/2002 – 10/2005  Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / SANAA, Tokio, Japan

Projektarchitektin: Zollverein School of Management and Design; Novartis office building

10/1999 – 12/2001  sauerbruch hutton architekten, Berlin

08/1998 – 09/1999  Diplomklasse UBU3, Prof. Matthias Sauerbruch, TU Berlin


Lehre

10/2011 – 09/2012  Lehrbeauftragte an der TU Darmstadt, Fachgebiet 'Entwerfen und Hochbaukonstruktion', Prof. Wolfgang Lorch

37. Projekt-Werkstatt — Welche Rolle nehmen Frauen heute in der Architektur ein?

Ruth Berktold
Prof. Dipl.-Ing. Ruth Berktold

In unserer 37. VitrA Projekt-Werkstatt begrüßen wir zwei Frauen als Referentinnen. Eine Besonderheit? Keinesfalls! Die Geschlechter- und Kompetenzfrage in der Architektur hat sich längst gewandelt. Heute stehen Frauen bei vielen Bauprojekten ihren „Mann”.

Wir laden Sie herzlich zu einem interessanten Vortrag ein! Zunächst skizziert Dr. Krista Blassy – geschäftsführende Gesellschafterin der PAB ARCHITEKTEN – ihren Werdegang als Architektin in Dresden und Weimar. Eine spannende Zeitreise über architektonische Veränderungen. Die Sanierung, der Umbau und die Neugestaltung von Hotelgebäuden war in den vergangenen Jahren ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit. Das Längsschiff der denkmalgeschützten Frauenbergkirche in Nordhausen als Neuinterpretation sakraler Bauten war ein kleines, aber ihr wohl bekanntestes Projekt.

Mit Prof. Ruth Berktold, Gründerin von YES architecture, erhalten wir einen internationalen Blick auf architektonischen Wandel. Sie studierte in Stuttgart und Frankfurt – bei Enric Miralles und Peter Cook – und lebte, lehrte und arbeitete viele Jahre in New York. Seit 2003 doziert sie in München computerintegrierte Entwurfsmethoden. Ihre konzeptionellen Talente überträgt sie zudem auch auf Bereiche wie Cross-over-Webdesign und Mode.

Ruth Berktold is founder and owner of YES architecture, an architecture firm based in Munich, and New York. Marion Wicher was the Graz founding Partner.

Ruth Berktold has a professorship at the University of Applied Sciences in Munich since Sept. 2002. Her field of research is Architectural Design and the Conceptual Approach to Computer-integrated Design. The same she taught for many years at the NTNU Trondheim Norway at the Timber Construction Chair.

She lived in New York from Mai 1994 to Mai 2002. Before starting her own office she worked for Behnisch and Partner, Stuttgart, Prof. Eisele und Fritz, Darmstadt, Bernard Tschumi, Jim Polshek and Asymptote in New York and dealt with projects of different scales and designed international competitions for clients such as
Daimler Chrysler and BMW. During this time she was a professor for architectural design at RPI Rensselaer Polytechnic Institute, NY and at  Parsons School of Design, NY. She has been an invited member of many juries at different universities as well as for architectural competitions and design awards.
Since 2002 Ruth is a member of ‘Architekturbürodeutschland’- a group of 8 reknown German architects collaborating on large-scale international projects and was curating the show ‚ready for tek off’ at the Biennale in Sao Paulo in 2007. In December 2004 YES architecture was awarded the commission for the new
UN-Campus in Bonn, a 200mio. Euro structure called World Conference Center – Internationales Konferenzzentrum Bundeshaus Bonn. Ever since the office has been working on Hotels, Museums, Offices, Shopping Centers, stadiums and many other public building types.

59. Projekt-Werkstatt — Der Augsburger Architekt Titus Bernhard zeigt, wie man heute gute Wohnungen für alle bauen kann!

Titus Bernhard
Titus Bernhard

Titus Bernhard ist in den Medien vor allem durch seine exklusiven Villen bekannt geworden. Kaum ein Sammelband über moderne Villenkultur, kaum ein entsprechender Architekturpreis, bei dem er fehlt. Kommentare und Lobeshymnen, wie „Durch die Kontinuität der Gestaltungsprinzipien hat der Architekt sein Ziel erreicht: ein Haus voller Klarheit und Behaglichkeit“ (Cubus) sind an der Tagesordnung.

Seine Vita lässt eigentlich auch nichts anderes zu: Nach dem Architekturstudium an der renommierten TU Braunschweig (1983 bis 1991) durfte er sich bei Giorgio Grassi und Richard Meier weiterbilden und seinen Entwurfsblick schärfen. Beide sind Altmeister klarer moderner Architekturkompositionen. Seit 1994 führt er das Büro Titus Bernhard Architekten und arbeitet vorwiegend im süddeutschen und alpinen Raum. Sein Schwerpunkt der Villenbau, aber auch das Fußballstadion des FC Augsburg und zahlreiche Verwaltungsbauten gehören zu seinen Referenzen. Seine wichtige Erkenntnis: „Der soziale Wohnungsbau ist die Aufgabe der Stunde!“ Der notwendige Paradigmenwechsel ist ihm schwergefallen.

Darüber wird er in seinem Vortrag berichten: „Auch Bürger mit geringerem Einkommen haben Anspruch auf guten Wohnraum und ansprechende Architektur.“, heißt es auf seiner Webseite. Im Osten von Augsburg entstehen derzeit auf einem ehemaligen Kasernenareal 140 Mehrgenerationen-Wohnungen als Laubenganghäuser. Die Wohnanlage bietet gemeinschaftliche Einrichtungen für sozialen Austausch aller Gesellschaftsgruppen sowie individuelle Rückzugsmöglichkeiten. Alle Wohnungen sind barrierefrei, einige davon sogar behindertengerecht. So werden sie dem demographischen Wandel unserer Gesellschaft gerecht.

Dieses Projekt ist ein Beispiel für schnellen, kostengünstigen und effizienten Wohnungsbau.

Geboren 1963 in Augsburg,
Architekturstudium an der TU Braunschweig, am Politecnico di Milano
und Gaststudent an der Cooper Union sowie der Columbia University/New York, Diplom 1991, Mitarbeit u.a. bei Richard Meier & Partners, New York, Giorgio Grassi, Milano

seit 1995 eigenes Büro in Augsburg, zahlreiche Wettbewerbserfolge,
Auszeichnungen, Lehraufträge und Veröffentlichungen im In- und Ausland.
u.a. Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes, DAAD-Stipendium am Politecnico di Milano1988, Teilnehmer am Internationalen Bauforum  Hamburg 1988, Kunstförderpreis der Stadt Augsburg 1998, Teilnehmer „Reserve der Form“ Wien 2004, Biennale di architettura, Venezia 2004 und 2010, AEDES, Berlin 2004/2005, galerie d`architecture, Paris 2005, AEDES Berlin 2014, Architekturgalerie München 2014, AIT Salons Köln, Hamburg 2014, „living space“, Havanna/Cuba 2016, Publikation in der Reihe „de aedibus international“, Quart Verlag Luzern

Erich-Schelling-Medaille 2006,
BDA-Preis Bayern 2006,
best architects award 2007, 2009, 2010, 2013, 2019
German Iconic award 2013, 2017

37. Projekt-Werkstatt — Welche Rolle nehmen Frauen heute in der Architektur ein?

Krista Blassy
Dr. Krista Blassy

In unserer 37. VitrA Projekt-Werkstatt begrüßen wir zwei Frauen als Referentinnen. Eine Besonderheit? Keinesfalls! Die Geschlechter- und Kompetenzfrage in der Architektur hat sich längst gewandelt. Heute stehen Frauen bei vielen Bauprojekten ihren „Mann”.

Wir laden Sie herzlich zu einem interessanten Vortrag ein! Zunächst skizziert Dr. Krista Blassy – geschäftsführende Gesellschafterin der PAB ARCHITEKTEN – ihren Werdegang als Architektin in Dresden und Weimar. Eine spannende Zeitreise über architektonische Veränderungen. Die Sanierung, der Umbau und die Neugestaltung von Hotelgebäuden war in den vergangenen Jahren ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit. Das Längsschiff der denkmalgeschützten Frauenbergkirche in Nordhausen als Neuinterpretation sakraler Bauten war ein kleines, aber ihr wohl bekanntestes Projekt.

Mit Prof. Ruth Berktold, Gründerin von YES architecture, erhalten wir einen internationalen Blick auf architektonischen Wandel. Sie studierte in Stuttgart und Frankfurt – bei Enric Miralles und Peter Cook – und lebte, lehrte und arbeitete viele Jahre in New York. Seit 2003 doziert sie in München computerintegrierte Entwurfsmethoden. Ihre konzeptionellen Talente überträgt sie zudem auch auf Bereiche wie Cross-over-Webdesign und Mode.

Daten zur Person  
geboren am 10.01.1955 in Marienberg, Sachsen
geschieden, zwei erwachsene Söhne
freie Architektin
Geschäftsführerin PAB ARCHITEKTEN
Vorstand Dr. Blassy AG

Büros
1992 Eröffnung Büro Erfurt
2008 Eröffnung Büro Hamburg  
2011 Eröffnung Büro München
2013 Gründung Dr. Blassy AG Hamburg  _ BAG


Berufs -, Forschungs –  und Lehrtätigkeit    
ab Juni 1992  
freiberuflich tätig als Architektin  mit eigenem Büro (eingetragen in der Architektenliste der Architekten-kammer Thüringen)

Sep 1990 – Mai 1992  
Leiterin des Bereiches Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  der Thüringer Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände und des Verbandes der Metall-  und Elektroindustrie

Sep 1985 – Aug 1990 
wissenschaftliche Assistentin am Lehrgebiet Umweltgestaltung und Architektur des Fachbereiches Kunsterziehung  an der Pädagogischen Hochschule Erfurt / Mühlhausen Arbeit an der Dissertation B 

Jan 1982 – Aug 1985 
Fortsetzung Forschungsstudium an der HAB Weimar Abschluss Dr.-Ing. für Wohnungsbau

Mai 1979 – Dez 1981 
Praktikum zum Forschungsstudium  im Wohnungsbaukombinat Erfurt

03. Projekt-Werkstatt — Das dritte Leben - Wohnen und Pflege im Alter

Martin Bleckmann
Dipl.-Ing. Martin Bleckmann

Geboren 1960 in Duisburg, absolviert Martin Beckmann 1988 sein Studium der Architektur an der RWTH Aachen. Im Anschluss an sein Studium ist er von 1988 bis 1991 als wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung und Werklehre Prof. Volkwin Marg der RWTH Aachen tätig.

1988 führt er seine Tätigkeit bei gmp – von Gerkan, Marg und Partner in Aachen fort und ist seit 1990 Projektleiter bei gmp. Zu seinen Projekten gehören: Medienzentrum Leipzig, Alltours Flugreisen Duisburg, Ortszentrum Schöneiche, Olympiastadion Kiev, Herzzentrum des Klinikums der Universität zu Köln, Laborgebäude Uni Köln.

Martin Bleckmann hat u. a. folgende Wettbewerbe gewonnen: Mitteldeutscher Rundfunk Leipzig, Kehrwiederspitze Hamburg, Uniklinik Jena, Klinikum München Harlaching, Oper Köln.

40. Projekt-Werkstatt — Wie geht es mit der Architektur in Zukunft weiter?

Julia Bolles-Wilson
Prof. Julia Bolles-Wilson

Die Welt der Architektur befindet sich im konstanten Wandel. Momentan läuft es sehr gut. Es gibt viel zu tun. Aber wenig Zeit zur Weiterentwicklung? Doch! Die elaborierte Ausbildung von jungen Designern, Architekten und Planern sollte uns besonders jetzt am Herzen liegen.

Politische Umbrüche, Demografische Veränderungen, Klimawechsel und Ressourcenschwund – nur einige Stichwörter zur nahen Zukunft des 21. Jahrhunderts. Wie bereiten wir die nächste Architektengeneration darauf vor? Ganz einfach: mit Best Practice. Versierte Architektinnen und Architekten geben ihr Know-how und bewährte Erfolgs-methoden weiter. So war es in der modernen Architektur eigentlich schon immer.

In der 40. VitrA Projekt-Werkstatt erwartet Sie ein aktuelles Thema sowie spannende Gespräche. Erleben Sie einen interessanten Vortrag! Prof. Julia Bolles-Wilson führt seit vielen Jahren mit ihrem Partner und Ehemann Peter Wilson ein etabliertes Büro in Münster – mit internationalem Renommee. Zwischen 1996 und 2014 lehrte Julia Bolles-Wilson als Professorin für „Entwerfen und CAD“ an der Münster School of Architecture (MSA), wo sie von 2008 bis 2014 auch Dekanin war. Aus diesen (beruflichen) Erfahrungswerten entstand ein Werkbericht mit besonderer Note – über Architektenarbeit der Spitzenklasse und die pädagogische Umsetzung für die Architekturausbildung.

 

Julia B. Bolles-Wilson

Geboren in Münster/Westfalen

1968–1976 Architekturstudium – Universität Karlsruhe

1976 Diplom bei Prof. Ottokar Uhl

1978–1979 Postgraduiertenstudium – Architectural Association London, DAAD scholarship

1981–1986 Lehrauftrag für Architektur an der Chelsea School of Art, London

1996–2014 Professur für Entwerfen und CAD an der msa | münster school of architecture

seit 2000 Mitglied der DASL Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung

2001–2006 Mitglied des Gestaltungsbeirats Salzburg

2008–2014 Dekanin der msa | münster school of architecture

seit 2009 Gründungsmitglied der Klasse der Künste der NRW Akademie der Wissenschaften und der Künste

2010 Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

seit 2014 `Int FRIBA´ – International Fellow des RIBA (GB)

Julia Bolles-Wilson hat weltweit Vorlesungen und Lehrveranstaltungen gehalten. Sie ist regelmäßig Preisrichterin in Architekturwettbewerben und war Vorsitzende u. a. im Wettbewerb für das Umweltbundesamt in Dessau, im Wettbewerb Neuer Bahnhof und Messehaus Köln-Deutz, im Wettbewerb „Topografie des Terrors" Berlin und im Wettbewerb Therme Wien.

26. Projekt-Werksatt — Gemütlichkeit: Feindbild oder Chance?

Susanne Brandherm
Susanne Brandherm

Der Wiener Sprach- und Kulturkritiker Karl Kraus scheint dem allen recht zu geben: „Ich verlange von einer Stadt, in der ich leben soll: Asphalt, Straßenspülung, Haustorschlüssel, Luftheizung, Warmwasserleitung. Gemütlich bin ich selbst.“ Und trotzdem: Was bedeutet Gemütlichkeit für die Innenarchitektur heute? Stört sie die vorgegebenen Konzepte, ist sie Herausforderung oder gar Chance? Susanne Brandherm (b-k-i Köln), Sabine Krumrey (b-k-i Hamburg) und Harald Klein (kA Düsseldorf) stellen sich diesem Thema mit ihren eigenen Arbeiten und Philosophien und sagen: „Gemütlichkeit ist kein Feindbild, sondern ein wichtiges Gewürz in der Küche der Innenarchitektur.“
 

  • Studium an der FH Detmold
  • Verschiedene Stationen in Kölner Innenarchitekturbüros
    Bereiche: Gesundheitswesen, Shop- und Messegestaltung, Hoteleinrichtungen, Office + Privateinrichtungen
  • Seit 1995 selbstständiges Büro für Innenarchitektur
  • Seit 1996 Zusammenarbeit mit Sabine Krumrey
  • 1999 Gründung von brandherm + krumrey Innenarchitektur in Köln
  • 2000 Gründung von brandherm + krumrey Innenarchitektur in Hamburg
  • Seit 2002 Vorstand der Karl Bröcker Stiftung „Zukunft für Kinder“

43. Projekt-Werkstatt — Haben wir das Bauen verlernt?

Peter Chlumsky
Peter Ivan Chlumsky

Es wird viel gebaut. Die Projekte werden immer komplexer und komplizierter. Bei vielen Bauvorhaben steht die Rendite im Vordergrund. „Quick and dirty“ heißt die Devise – oft auch am Bau. Bei näherem Hinschauen ist die Bauqualität häufig katastrophal, sodass sich folgende Fragen ergeben: Sind die Architekten und Ingenieure zu schlecht oder zu fahrlässig? Haben wir das Bauen verlernt? 

Zwei Experten geben kontroverse Antworten. Der Lübecker Architekt Ivan Peter Chlumsky und der gelernte Architekt und Bausachverständige Manfred Heinlein aus Bamberg. Der 1941 in Prag geborene Chlumsky baut seit den frühen 80er-Jahren. Davon sehr viel im Bestand und in denkmalpflegerischer Ergänzung der alten Hanse- und Weltkulturerbe-Stadt Lübeck.  

Manfred Heinlein (geb. 1952 in Bamberg) arbeitet seit 1977 als Architekt. Zunächst im väterlichen Büro, dann selbständig. In den letzten Jahren hat er sich als exzellenter Bausachverständiger etabliert: Er ist Leiter des Bauschäden-Forums am Tegernsee. Sein Vorbild und Lehrer ist der bekannteste deutsche Bausachverständige Raimund Probst. 

  • 06.06.1941 in Prag geboren
  • 1960-66 Maschinenbaustudium in der Tschechischen Republik
  • 1968 nach dem Einmarsch der Russen Übersiedlung in die BRD
  • 1972-76 Studium der Architektur an der TU Hannover
  • 1976-78 Assistent am Lehrstuhl Landzettel
  • 1978 selbstständiger Architekt
  • 1981 Gründung der Partnerschaft Chlumsky-Peters-Hildebrand CPH Architekten
  • 2005 nach dem Unfall der Tochter Abgabe des Büros an Herrn Peters
  • 2006 Gründung des Büros Chlumsky Architekten

 

 

04. Projekt-Werkstatt — Neue Architektur - Soziale Infrastruktur im Wandel

Regina Dahmen-Ingenhoven
Dr.-Ing. Regina Dahmen-Ingenhoven

Geboren in Düsseldorf, Studium der Architektur an der RWTH Aachen, Meisterschülerin Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Ernst Kasper, Diplom RWTH Aachen, danach wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Hochbauten und Industriebauten, Dissertationsthema „Orte der Animation – Architektur für Freizeit und Vergnügen im 21. Jahrhundert“ bei Prof. Fritz Eller.

Seit 2001 d e signstudio regina dahmen-ingenhoven mit den Schwerpunkten Health, Clinic, Wellness, Beauty und Fashion Design im Medienhafen Düsseldorf.

07. Projekt-Werkstatt — Wandel und neue Wege im Wohnungs- und Hotelbau

Franz Dirtheuer
Dr.-Ing. Franz Dirtheuer

Franz Dirtheuer, absolvierte sein Diplom 1975 an der TU München und von 1975 bis 1976 sein Diploma Urban Design and Regional Planning an der University Edinburgh. 1978 arbeitete er als Regierungsbaumeister bei der Obersten Baubehörde in München.

Seine Tätigkeit als Assistent an der TU München bei Prof. Gebhard und Prof. Schröder übte er von 1980 bis 1985 aus, danach folgten von 1985 bis 1986 die Mitarbeit im Architekturbüro für Städtebau und Gebäudeplanung, ab 1988 die Assistenz an der Lecturer University Wuhan/China, Fachbereich Architektur.

Zuvor gründete er 1987 die Architektengemeinschaft Dirtheuer und Ebe. Seit 1991 übt er seine Tätigkeit im Architekturbüro für Städtebau und Gebäudeplanung aus.

Zudem war er von 1990 bis 1992 als Lehrbeauftragter an der FH München Baukonstruktion für Bauingenieure tätig. Von 2008 an arbeitet er als Energieberater der BAFA.

Seit 2009 hält er auch Gastvorlesungen an der Universität Wuhan, China.

56. Projekt-Werkstatt — Architektonisches Wirken in einer großen Metropole am Strom – Heute und morgen.

Nathalie Dudda
Nathalie Dudda

Zwei Herausforderungen, die nicht nur fu?r Hamburg, sondern auch für Köln in diesen Jahren wichtig sind: Wie reagieren die Städte auf den Auftrag des lebenslangen Lernens – wie werden Schulen und andere Bildungsbauten architektonisch für die Zukunft fit gemacht oder neue entwickelt? Des Weiteren geht es um die Frage: Wie wirkt sich der Klimawandel auf das Leben am Wasser aus? Bedeutet dies, dass wir demnächst mehr auf statt am Wasser wohnen? Ein Thema, mit dem sich Tommy Müller seit seiner Diplomarbeit beschäftigt.

Das Hamburger Büro tun-architektur besteht seit 2007. Beide Partner haben ihren Abschluss an der HAW in Hamburg gemacht, Nathalie Dudda 2003, Tommy Müller 2002. Das Büro beschäftigt heute knapp zehn Mitarbeiter und kooperiert mit der Coop Water House GmbH, die sich das Bauen und Leben auf dem Wasser zum zentralen Thema gemacht hat. Tommy Müller und Nathalie Dudda sind dort zwei von insgesamt sieben Gesellschaftern. tun-achitektur gehört mit dem Wohnprojekt am Kiwittsmoor-Park zu den Gewinnern des Hamburger BDA Preises 2018.

seit 2007

tun-architektur in Zusammenarbeit mit Tommy Müller

2004 – 2008  




2003 – 2004

Angestellte Architektin
Dohse + Stich Architekten, Hamburg
Dalpiaz Giannetti Architekten
Partnerschaft, Hamburg 

freiberufliche Tätigkeit
Dohse + Stich Architekten, Hamburg
pp-a, Patschan Partner Architekten, Hamburg

2016

Ausstellungen
Hausboot „Lore“, Hamburg - „Auf Wasser gebaut“

2010

Künstlerhaus Vorwerkstift, Hamburg - 
„Von der Abwesenheit“

bis 2003

Studium
Hochschule für Angewandte Wissenschaften,
HAW Hamburg
Fachbereich Architektur
„BERLIN – Grenzdialoge“
Diplomarbeit M. Göllner & N. Dudda
Prof. Klaus Sill, Fachhochschule Hamburg
Petra Vondenhof Anderhalten,
Anderhalten Architekten Berlin
tun-architektur, Hamburg
Im Anschluss Diskussion mit den Referenten und dem Publikum

1976

geboren in Rotenburg / Wümme

 

 

58. Projekt-Werkstatt — Wer plant welche Stadt für die Zukunft?

Julia Erdmann
Dipl.-Ing. Julia Erdmann

Prof. Klaus Schäfer, School of Architecture Bremen, ist nach einem Bauingenieurstudium in Münster und Studium der Architektur an der Hochschule der Künste in Berlin seit 1990 aktiver Städtebauer – und das meist im interdisziplinären Team. Folgende Projekte zählen zu seinen wichtigsten: Neue Mitte Hellersdorf, Berlin 1991; Klingelhöfer-Dreieck, Berlin 1995; Universitätscampus Saarland, Saarbrücken 2000. Seit 1998 lehrt er Städtebau und Entwerfen, seit 2005 ist er Inhaber der Professur an der Hochschule Bremen. Seine fortschrittliche und komplexe Auffassung von der Stadt ist am einfachsten mit einigen Thesen seiner Lehre zu erklären – wie: „Die Verstädterung von Landschaft und die Verlandschaftung von Stadt aufheben, dem Verkehr die eindimensionale Ausrichtung nehmen und Vielseitigkeit und Mischung herstellen.“ Zusammengefasst heißt seine Prämisse: „Architektur muss sich dem Gemeinsamen zuwenden.“ „Wie wir arbeiten, wie wir zusammenleben“. Wie wir uns in der Stadt bewegen – alles ist in Veränderung begriffen. Doch Städte bauen wir immer noch wie im 20. Jahrhundert, sagt Julia Erdmann. Sie hat in Hamburg ein Büro gegründet, das man das „bessere Netzwerk“ nennen sollte: JES – Julia Erdmann Socialtecture. Davor studierte sie Architektur und Stadtplanung an der HFBK in Hamburg und an der Columbia University in New York und wirkte 12 Jahre als Architektin und Mit-Geschäftsführerin bei Stephen Williams Associates. Aus ihrem Gestaltungstalent verknüpft mit ihrem Gespür dafür, was Menschen und Gesellschaft bewegt, schuf sie das neue Wirkungsfeld „Socialtecture“. So entwickelt sie lebendige Quartiere, gestaltet gesunde Gebäude und entwirft raffinierte Räume – gemeinsam mit den JES-Denkern und Machern aus den Bereichen Architektur, Urban Design, Soziologie und Kommunikation. In allen Projekten bindet JES die Perspektiven der zukünftigen Benutzer ein und geht damit neue Wege in co-kreativer Stadtgestaltung.

Julia ist Architektin, Gründerin und Kreativkopf des Netzwerkes JES. Sie bringt Projekte mit den passenden Ideen und Menschen zusammen und wirkt als kreative Schnittstelle zwischen Eigentümern, Stadt, Architekten und späteren Nutzern.
 
Julia Erdmann wollte schon als Kind die Welt verändern: Die kargen Wände und lieblosen Räume ihrer Schule ließen in ihr den Wunsch aufkeimen, Gebäude menschlicher und Orte lebendiger zu gestalten. Aus der jahrelangen Erfahrung, dass viele Neubauten das räumliche und soziale Potential eines Ortes nicht richtig nutzen, gründete sie 2017 JES: Julia Erdmann Socialtecture.

Zuvor studierte sie Architektur und Stadtplanung an der HFBK in Hamburg und an der Columbia University in New York. Sie wirkte bis 2016 als Architektin und Mit-Geschäftsführerin bei Stephen Williams Associates in der Hansestadt. Bei dieser Zusammenarbeit entstanden zahlreiche Orte, die das Hamburger Stadtleben prägen: u. a. das 25Hours Hotel Hafencity, DesignXport, die Facebook-Headquarters sowie die Stadthöfe und weitere ‚Inclusive Places‘: Räume, die Menschen einbinden und zusammenbringen.

Julia Erdmann wurde mehrfach für ihren Umgang mit Räumen ausgezeichnet (u. a. mit dem BDA Preis, ULI Leadership Award, Red Dot Design Award). Ihre architektonische Expertise kombiniert sie mit ihrem Gespür für gesellschaftlich relevante Themen zu richtungsweisenden Ergebnissen für die Zukunft urbaner Entwicklung. Das ist Socialtecture.

44. Projekt-Werkstatt — Venedig sehen – und dann?

Benedict Esche
Benedict Esche

„Reporting from the Front“ heißt das Motto der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig. Sind Architektinnen und Architekten im Krieg? Zugegeben, ganz einfach ist die Lage im Gelände nicht. Es herrscht zwar gerade eine Hochkonjunktur, da neue Wohnungen, Schulen und andere Infrastruktur vonnöten sind. Doch die Architektenarbeit hat sich verändert. Dürfen sie noch das, was sie können? Ideen entwickeln, konstruktiv sein und nachhaltig bauen – ganz im Sinne des Altmeisters Vitruv. Oder radieren TGA, Kostendisziplin und Vorschriften alles aus, was wichtig ist?

Zwei Referenten, die direkt oder indirekt über die 15. Architekturbiennale in Venedig berichten, klären auf. Benedict Esche aus München/Berlin (*1988 in Hamburg) steht am Anfang seine Berufsweges. Er hat bereits am deutschen Pavillon zum Thema „Making Heimat“ ausgestellt. Der Berliner Eike Becker  (*1962 in Osterholz-Scharmbeck) gehört mittlerweile zu den erfahrensten deutschen Architekten im Büro- und Gewerbebau. Gelernt hat er bei Norman Foster und Richard Rogers. 

Benedict Esche, geboren am 18.09.1988 in Hamburg, studierte Architektur und Baukunst an der Hochschule München, der Technischen Universität München und der Accademia di Architettura in Mendrisio in der Schweiz.

Er arbeitete unter anderem für gmp Gerkan Marg und Partner, Ingenhoven Architekten und Fink und Jocher, nominiert für den Förderpreis der Landeshaupstadt München und ist ausgezeichnet mit dem Egon Eiermann Preis, dem Wittmanschen Stipendium, dem Senator Bernhard Borst Preis und dem Rom Preis für die Villa Massimo 2017/2018. Neben der Tätigkeit als Architekt ist er seit 2016 in Lehre und Wissenschaft an Technischen Universität München am Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten tätig.

2015 gründete Esche gemeinsam mit Jonas Altmann und Lena Kwasow das Architekturbüro Kollektiv A. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt seit der Gründung des Büros im komplexen Wohnungsbau. Hierzu stellte das Büro 2016 im Deutschen Pavillon auf der Architekturbiennale aus. Zusätzlich dazu sind Kulturbauten ein Bestandteil des Portfolios. Kollektiv A arbeitet stetig an der Weiterentwicklung des Büros und dessen Ideen. Dies beinhaltet nicht nur die Optimierung der Arbeitsweise und internen Organisation, sondern auch die Teilnahme an Wettbewerben.

Bauten und Entwürfe

2016: Kulturhalle und Kreativquartier, München
2016: Privathaus München
2016: Kleinstapartment München
2016: Privates Sammlungsgebäude, München
2016: Wettbewerb Charlie Hebdo Portable Pavillon, Paris, Anerkennung
2016: Wettbewerb Site Visitor Center Évora, Portugal, Dritter Preis
2016: Wohnhaus London, Wettbewerb, Lobende Erwähnung
2015-2016: Umbau und Sanierung eines Siedlerhauses, Müggelheim, Berlin
2015-2016: Flüchtlingsunterkunft München
2015-2016: Mehrfamilienhaus Unterföhring
2015 Atelierhaus, Berlin
2015: Deutsches Architekturinstitut, Erster Preis

36. Projekt-Werkstatt — „Mythos HPP – Welchen Einfluss haben heute große Architekturbüros auf den Diskurs in der Branche?“

Gerhard Feldmeyer
Dipl.-Ing. Gerhard G. Feldmeyer

Seit einigen Jahrzehnten existieren vor allem in den USA weltweit agierende Architektenfirmen. Hervorgegangen waren sie oft aus einem Büro der Avantgarde   der modernen Architektur. Das beste Beispiel ist das Büro S.O.M., das hervorging aus dem Büro Skidmore Owings und Merrill, das 1936 gegründet wurde. Durch die Globalisierung haben sich ähnliche Konstruktionen auch in Deutschland ergeben. 

Die Düsseldorfer Architektenpartnerschaft arbeitet seit der Gründung durch Helmut Hentrich im Jahr 1933 in der vierten Generation und ist heute mit 12 Bürostandorten und 320 Mitarbeitern national und international vertreten. Zu den bekanntesten Projekten der Firmengeschichte zählt das „Dreischeibenhaus“ in Düsseldorf, welches gerade aufwendig modernisiert wurde. Zu den wichtigen Projekten der letzten Jahre gehören der Vodafone Campus in Düsseldorf, die RTL Rheinhallen und das maxCologne in Köln oder gerade ganz aktuell der Büroturm für die LVM Versicherung in Münster. Nächstes Jahr fertiggestellt werden u.a. das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund sowie die Sanierung der Bühnen Köln.

Gerhard G. Feldmeyer hat nach seinem Studium sein Entwurfstalent im Büro Kikutake in Tokio und bei GMP, Hamburg verfeinert. Seit 1989 ist er bei HPP und hat es bis an die Spitze des Unternehmens gebracht. Die Frage an ihn: Wie arbeitet heute eine große deutsche Architekturfirma in Deutschland und der Welt bei sich ändernden Bedingungen? Und wie kann dabei die Architekturqualität gehalten werden, die die „Marke“ HPP verspricht?

Geschäftsführender Gesellschafter der HPP GmbH + Co. KG
Geschäftsführer der HPP International Planungsgesellschaft mbH

Gerhard G. Feldmeyer, geb.1956, absolvierte sein Studium er an der Universität Stuttgart und an der LSBU, London. In den 1980er Jahren arbeitete er im Büro Kikutake in Tokio und bei GMP, Hamburg. Seit 1989 ist Gerhard G. Feldmeyer bei HPP, wo er zunächst die Büros in Hamburg und Berlin leitete.

Seit 2002 steht  er in der Gesamtverantwortung des Büros. Er hatte einen Lehrauftrag an der Nippon University in Tokio, hält regelmäßig Vorträge und veröffentlicht in Büchern und Fachzeitschriften. Die wichtigsten Publikationen sind “The New German Architecture“ und “HPP 1988 – 1998“, beides Rizzoli Verlag. Er ist Mitglied im BDA und der Architektenkammer NRW.

52. Projekt-Werkstatt — Anständiger Wohnungsbau für alle!

Stefan Forster
Dipl.-Ing. Architekt Stefan Forster

Wohnen muss jeder – nur wie? 

Stefan Forster wurde 1958 in Rockenhausen geboren, studierte Architektur an der TU Berlin und in Venedig. Nach dem Diplom 1986 folgten Stationen als angestellter Architekt in Mannheim und Berlin. An der renommierten TU Darmstadt war er von 1988 bis 1993 Assistent am Lehrstuhl für Wohnungsbau. 1989 gründete er das Büro „Stefan Forster Architekten“ in Darmstadt. Das „Baunetz“ schrieb einmal über einen Wettbewerb, in dem Stefan Forster den 2. Platz belegte: „Der Investor wollte keine Look-at-me-Architektur!“ Das trifft die Arbeit von Stefan Forster Architekten sehr genau: Ihre Wohnbauten sollen dem Menschen – und zwar in allen Einkommenslagen – zur bezahlbaren Heimat werden. Neben robusten Materialien und dem Einsatz modernster Haus- und Konstruktionstechnik, sind neutrale Grundrisse, sichtgeschützte Freiräume und großzügige Eingangshallen besondere Qualitätsmerkmale ihrer Architektur.

Dabei werden viele ihrer Projekte nicht im frei finanzierten Wohnungsbau erstellt – sondern für Baugenossenschaften und öffentliche Träger. Ihre Stichworte sind Nutzerfreundlichkeit und auch Nachhaltigkeit. Es kommt auf sinnhafte Grundrissorganisation, nicht auf tolle Ausbaumaterialien an. Und das nicht nur für die frühere Normfamilie Vater-Mutter-Kinder, sondern auch für Gruppen im heutigen demografischen Wandel, also für das Mehrgenerationswohnen oder Teil- und Patchworkfamilien: „Dem Wohnungsbau, der entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität hat, fällt für alle sozialen Schichten eine Schlüsselrolle zu. Unsere Architektur ist deshalb nutzerorientiert und lotet in Abhängigkeit von Ort und Geschichte die Grenzen zwischen Individuum, Hausgemeinschaft und Stadtgesellschaft stets neu aus“, schreiben die Architekten auf ihrer Website. Kurzum: Anständiger Wohnungsbau für alle!

1958 Geboren in Rockenhausen

1978–1986 Architekturstudium, TU Berlin

1985 DAAD-Stipendium, Venedig

1986 Mitarbeit im Büro Langhof, Berlin 

1986–1988 Mitarbeit im Büro Kuhler, Mannheim

1988–1993 Assistent, TH Darmstadt, Lehrstuhl Wohnungsbau

1989 Gründung Stefan Forster Architekten

2012 Umfirmierung in Stefan Forster Architekten GmbH, Geschäftsführender Gesellschafter

23. Projekt-Werksatt — Expat(riate)s: über das Bauen in der Fremde

Ob Fernost oder Südamerika – was deutsche Expats (abgeleitet von ex patria) bei ihrer Arbeit dort aufzubringen haben, ist vor allem Geduld. Daneben zählen enorme Schnelligkeit und Spontanität, wissen Nikolaus Goetze, Partner im Büro gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg, und Prof.Bernhard Franken von Franken Architekten aus Frankfurt aus eigener Erfahrung. Die Spielregeln im Ausland sind anders, sagen beide. gmp Architekten ist eines der größten europäischen Architekturbüros und baut seit weit über zehn Jahren auch in China, zudem in Vietnam, Indien, Südamerika und anderswo. Nikolaus Goetze koordiniert gmp Projekte vor allem in China und Vietnam. Auch Franken Architekten bauen im fernen Osten. Prof. Bernhard Franken und sein Team haben dabei u. a. die Chance bekommen, ein Großprojekt in Hanoi zu realisieren.
 

  • 1965 Geboren in Neuss
  • 2010 Zusammenfassung der verschiedenen Unternehmen als Franken Group, CEO
  • 2009 Gründung Franken Nguyen Development GmbH
  • 2008 Gründung Franken Consulting GmbH
    Gründung Franken Nguyen Consulting Ltd
  • 2002 Gründung Franken Architekten GmbH
  • 2000–2002 Arbeitsgemeinschaft mit ABB Architekten
  • 1996–2000 Freier Mitarbeiter ABB Architekten, Frankfurt/M., Projektleiter
  • 1996 Gründung Bernhard Franken Architekt
  • 1995–1996 Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule, Institut für Neue Medien Frankfurt, Artist in Residence
  • 1988–1996 Studium an der TU Darmstadt FB Architektur, Abschluss mit Diplom Ingenieur
  • 1987–1988 Studium an der TU Braunschweig FB Architektur

Lehraufträge:

  • 2010 Professor FH Frankfurt/Main, Digitales Entwerfen
  • 2005–2007 Dozent Zollverein School for Management and Design in Essen
  • 2004 Gastprofessor Southern California Institute of Architecture / Los Angeles / Vico Morcote, Technology
  • 2003–2004 Lehrauftrag Kunstakademie Stuttgart, FB Design, Methodologie des Designs
  • 1999–2000 Gastprofessor Universität GH Kassel, FG CAD und Entwerfen
  • 1996–1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt, FG CAD in der Architektur

Mitgliedschaften:

  • ASKH, Architekten und Stadtplanerkammer Hessen
  • BDA, Bund Deutscher Architekten 
  • DDC, Deutscher Designer Club
  • ULI, Urban Land Institute
  • Diverse Jurymitgliedschaften
  • Rotary Club

27. Projekt-Werksatt — Ungewöhnlich wohnen – Architekten und ihre Visionen

Wie können heute bezahlbare und gute Wohnungen in den großen Städten entstehen? Wie lassen sich in Zeiten von Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit die Menschen wieder emotional für ihre Wohnung begeistern?

Antworten darauf haben Michael Frenz, Präsident der Bremer Architektenkammer, und der Hamburger Architekt Manfred Wiescholek. Dabei geht es nicht um Luxuswohnungen, sondern um bezahlbare Ideen im Geschosswohnungsbau oder bei der Nachverdichtung des Wohnungsbaus aus der Nachkriegszeit. Ein Beispiel ist das Projekt „ungewöhnlich wohnen“ aus Bremen. Hier wurde an vielen Orten der Hansestadt zu neuen und zugleich bezahlbaren Formaten aufgerufen, um Impulse für bestehende Quartiere und Siedlungen zu setzen. 15 Architekturbüros waren beauftragt: Mittlerweilebefinden sich mehrere Projekte in der Realisierung, darunter „Tarzan und Jane“ von Spengler Wiescholek Architekten.

  • 1958 geboren in Bremen
  • 1979–1983 Studium Hochschule Bremen
  • 1983 Mitarbeit Büro Prof. Dahms, HB
  • 1983–1985 Mitarbeit im Büro Dr. Ing. T. Hansen, Kiel
  • 1985–1987 Studium an der Akademie der Bild. Künste, München
  • 1987–1989 Mitarbeit im Büro Prof. Kiessler und Partner, München
  • 1989 selbstständige Tätigkeit in Partnerschaft mit Joachim Frenz, Bremen Mitglied der Architektenkammer Bremen
  • 1993 Mitglied im Vorstand der Architektenkammer Bremen
  • 1996 Mitglied im BDA
  • seit 1998 Partnerschaft R. Schwanewedel
  • seit 2002 Präsident der Architektenkammer Bremen
  • seit 2011 Partnerschaft mit Christian Bollmann und Ralph Schwanewedel

42. Projekt-Werkstatt — Die Schönheit der Architektur

Jörg Friedrich
Prof. Jörg Friedrich

Ein weitreichendes Thema. Und wie steht es mit der „schönen Einfachheit“? Genau diesem Paradox widmen sich die Referenten Dipl.-Ing. Gerd Streng und Prof. Jörg Friedrich in ihrem Vortrag bei der 42. VitrA Projekt-Werkstatt. Freuen Sie sich auf einen interessanten Abend!

 Geradlinig denken und entwerfen: Der Hamburger Architekt und Hochschullehrer Gerd Streng (*1970 in Worms) arbeitet nach diesem Credo – und berücksichtigt dabei die Kosteneffizienz unterschiedlicher Projekte. Übernommen hat er dieses Vorgehen von alten Hamburger Wohnhäusern, die er vorzugsweise umbaut, erweitert und ergänzt. „Nachverdichten von Wohnraum in kleinstem Maßstab als Einbreiten statt Ausbreiten“ nennt er das. Dabei hat Gerd Streng eine neue Formensprache entwickelt: „Stair Case Study Houses“ als Referenz für ein uraltes Architekturthema: die Treppe.

Prof. Jörg Friedrich (*1951 in Erfurt) baut in Deutschland und Italien. Schönheit, findet er, „liegt in der Kombination aus Plausibilität, Proportion und Einfachheit“. Um das zu beweisen, hat Professor Friedrich das Projekt „Willkommen in Deutschland“ mit seinen Architekturstudenten der Leibnitz-Universität Hannover initiiert, wo er die Professur für Gebäudelehre und Architekturtheorie inne hat. Aus diesem Projekt entstand das in den Medien vielbeachtete Buch „Welcome – Konzepte für eine menschenwürdige Architektur“. 

Hier steht „einfache Schönheit“ im Fokus. Denn Jörg Friedrich fordert „gleiches Recht auf architektonische Anmut für alle“. Sein Stilbewusstsein beweisen diverse Theater und Opernhäuser in denen er architektonischen Raum gestaltet hat.

  • 1951 geboren in Erfurt
     
  • 1979 Architekturdiplom TU Stuttgart
     
  • 1981 Rom-Preis der Bundesrepublik Deutschland "Villa Massimo”
     
  • 1982 Max-Planck Institut, Rom
     
  • 1983 Kunsthistorisches Institut, Universität Hamburg; Lehrauftrag
     
  • 1986 Universität Wuppertal, Fachbereich Architektur; Lehrauftrag
     
  • 1986 Gründung pfp architekten bda, hamburg - genua
     
  • 1988 Ruf an die University of Applied Sciences, Hamburg; Professur für Entwerfen
     
  • 1992 Ruf an die RWTH Aachen, Lehrstuhl für Entwerfen und Gebäudelehre

05. Projekt-Werkstatt — Patienten- und Klinikhotels - Soziale Infrastruktur im Wandel

Geboren am 14. März 1975, absolvierte er von 1998 bis 2004 sein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Aachen RWTH und von 1999 bis 2000 an der ETH Zürich (CH).

Von 1996 bis 2003 folgten Tätigkeiten im Architekturbüro für Krankenhausplanung Gerd Goebgens, Aachen. Seit 2004 ist er im Büro TMK Architekten Ingenieure, Düsseldorf tätig, seit 2009 als Juniorpartner. Zudem ist er Mitglied im workprogramme-public-healthder der internationalen Architekten-Union (uia) und beweist darüber hinaus durch seine Projekte seine Stärken im medizinischen Bereich:

Projekte (Auszug):

  • Christopheruskliniken - Erweiterung Bettenhaus zur Stationsauflockerung
  • Dülmen GmbH - Neuordnung von Funktionsbereiche 6,0 Mio. €(1.BA)
  • Euregio-Klinik - Zusammenführung der Klinikstandorte GKN und MKN 1.BA
  • Nordhorn GmbH - Umbau und Erweiterung 39,6 Mio. € (1.BA)
  • Klinikum Stadt Soest GmbH - Erweiterung 1.BA – Neubau Facharzt- und
  • Tumorzentrum, Ambulante OPs, Eingangshalle 18,0 Mio. € (1.BA)

33. Projekt-Werkstatt — Der Architekt und die neuen Netzwerke

Michael Geis
Michael Geis

Architektin/Architekt – welches Berufsbild steckt heute dahinter? Immer noch Künstler, Erfinder oder Dirigent? Oder alles zusammen? Die Öffentlichkeit hat ein anderes Architektenbild als junge Architekturstudierende. Die ältere Generation wiederum spürt ein starkes Umdenken – nicht nur bei der Verteilung der Leistungsphasen nach HOAI. Auch die Ingenieure sehen Architekten heute anders als früher.

Wie dem auch sei: Der Architekt ist nicht in der Krise, sondern er stellt sich neu auf und reicht allen anderen am Bau die Hand zur interdisziplinären Zusammenarbeit. Nur so wird es möglich sein, die immer komplexer werdenden Bauaufgaben zu bewältigen.

Zwei Profis berichten darüber, wie es geht und wie sie es persönlich handhaben: Joachim Bähr, Geschäftsführender Gesellschafter von bähr ingenieure gmbh, berichtet aus seinem Büro und seinen Projekten (z. B. Neue Direktion Köln) – aus der Sicht der Technischen Gebäude Ausrüstung. Michael Geis, Inhaber von geis & brantner freie architekten bda (in der fünften Generation) erzählt u. a. von seinem jüngsten Projekt, dem Neubau des Weinguts Franz Keller im Kaiserstuhl.

Michael Geis, Jahrgang 1952, geboren in Freiburg, Freier Architekt BDA studierte von 1971 bis 1977 Architektur in Stuttgart und Übernahme nach 1-jährigem Aufenthalt bei Suter & Suter in Basel das Architekturbüro in der fünften Generation.

Seit 1993 in Partnerschaft mit Ulrich Brantner, geis & brantner, Freiburg

08. Projekt-Werkstatt — Neue Projekte und Konzepte im Hotel- und Krankenhausbau

Georg Gewers
Dipl.-Ing. Georg Gewers
  • 2008 Gewers & Pudewill
  • 2007 Brandenburgischer Architekturpreis
  • 2000 Gewers Kühn und Kühn Architekten BDA
  • 1998 Deubau Preisträger
  • 1991 Becker Gewers Kühn & Kühn, Berlin
  • 1990 bis 1991 Architekt bei Norman Foster Associates, London
  • 1990 Diplom TU Stuttgart
  • 1989 bis 1990 DAAD Stipendium, École d’Architecture Belleville, Paris
  • 1983 Architekturstudium in Aachen und Stuttgart
  • 1978 bis 1982 Bildhauerausbildung bei Bernhard Gewers
  • 1962 geboren in Westfalen

Georg Gewers zählt zu den jungen erfolgreichen deutschen Architekten, die auch über Deutschland hinaus wahrgenommen werden. Verschiedenste, immer eigenständige und hochqualitative Entwürfe und Bauten prägen das schon breit angelegte Werk. Viele Wettbewerbspreise, Auszeichnungen, Veröffentlichungen und Buchpublikationen markieren die Biographie. Die Suche nach neuen Herausforderungen und eine unverbrauchte, experimentelle Grundhaltung kennzeichnen seine Arbeit.

53. Projekt-Werkstatt — Re-start und Start-Up

Oliver Gibbins
M. A. ARCHITEKT BDA Oliver Gibbins

Komplex und kreativ: Wie sich junge Architekten in einem umkämoften Markt behaupten. 

Die VitrA Projekt-Werkstatt lädt immer wieder gerne junge Architektinnen und Architekten ein: Sie liegen uns besonders am Herzen. Diesmal stellen wir Oliver Gibbins aus Hamburg und Raoul Kunz aus Berlin vor. Die Möglichkeiten und Wege ihrer kreativen Selbstverwirklichung sind unterschiedlich und höchst interessant.

Oliver Gibbins, 1981 in Berlin geboren, Masterstudium der Architektur in London und Potsdam, hat 2007 gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Architektin Hoai Trinh Gibbins, begonnen im renommierten Hamburger und Potsdamer Büro „gibbins european architects“ mitzuarbeiten. Vater Olaf Gibbins hatte seit vielen Jahren eine besondere Beziehung zu VitrA Bad – zusammen mit Carl Steckeweh stand er Pate für die VitrA Projekt-Werkstatt. Das Büro war besonders beim Bauen im Bestand und im Denkmalschutz engagiert. Nach dem Tode des Vaters 2015 hat Oliver Gibbins zusammen mit seiner Ehefrau und einem erfahrenen Stamm von Mitarbeitern die Aufgabe, die offenen Enden der Vergangenheit aufzunehmen und neu zu verknüpfen. Oliver Gibbins berichtet, wie man ein Büro in zweiter Generation führen kann.

Anders verlief der berufliche Weg von Raoul Kunz aus Berlin. Geboren 1974, Studium in Münster und Stipendiat an der Bartlett in London, wissenschaftliche Mitarbeit bei „Volker Staab“ und Büroerfahrungen u. a. als Leiter der Wettbewerbsabteilung bei „Baumschlager Eberle“. Auf der Erfolgsliste stehen wichtige Wettbewerbserfolge, besonders in den Bereichen Archivbau, Laborbau und Sportarena. 2016 dann die Gründung des eigenen Büros. Für die Umsetzung tun sich „dichter Architekturgesellschaft“ jeweils mit bauerfahrenen Partnerbüros zusammen. Raoul Kunz wird nicht nur darüber berichten, wie es zum ungewöhnlichen Büronamen kam, sondern auch seine Bürophilosophie erläutern. Denn diese hört sich nicht nur für die Architekturkritiker poetisch an: „Nehmen wir an, die Stadt wäre ein Gedicht. Das Quartier wäre ein Vers, die Straße ein Satz, ein Gebäude ein Wort, der Baustoff der Buchstabe!“

Oliver Gibbins (* 1981 in Berlin), Masterstudium der Architektur in London und Potsdam), hat 2007 zusammen mit der Vietnamesischen Architektin und Ehefrau Hoai Trinh begonnen, im  renommierten  Hamburger und Potsdamer Büro Gibbins European Architects mitzuarbeiten. Vater Olaf Gibbins hatte seit vielen Jahren eine besondere Beziehung zu VitrA-Bad; zusammen mit Carl Steckeweh stand er Pate bei dieser Gesprächsreihe. Das Büro war besonders beim Bauen im Bestand und im Denkmalschutz engagiert. Nach dem Tode des Vaters 2015 hat Oliver Gibbins zusammen mit seiner Ehefrau und einem erfahrenen Stamm von Mitarbeitern die Aufgabe, die offenen Enden der Vergangenheit aufzunehmen und neu zu verknüpfen. Oliver Gibbins berichtet, wie man ein Büro in zweiter Generation führen kann.

23. Projekt-Werksatt — Expat(riate)s: über das Bauen in der Fremde

Nikolaus Goetze
Dipl.-Ing. Nikolaus Goetze

Ob Fernost oder Südamerika – was deutsche Expats (abgeleitet von ex patria) bei ihrer Arbeit dort aufzubringen haben, ist vor allem Geduld. Daneben zählen enorme Schnelligkeit und Spontanität, wissen Nikolaus Goetze, Partner im Büro gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg, und Prof.Bernhard Franken von Franken Architekten aus Frankfurt aus eigener Erfahrung. Die Spielregeln im Ausland sind anders, sagen beide. gmp Architekten ist eines der größten europäischen Architekturbüros und baut seit weit über zehn Jahren auch in China, zudem in Vietnam, Indien, Südamerika und anderswo. Nikolaus Goetze koordiniert gmp Projekte vor allem in China und Vietnam. Auch Franken Architekten bauen im fernen Osten. Prof. Bernhard Franken und sein Team haben dabei u. a. die Chance bekommen, ein Großprojekt in Hanoi zu realisieren.
 

Nikolaus Goetze, Partner, geb. 1958 in Kempen, Dipl.-Ing. Architekt

seit 1998 Partner im Büro von Gerkan, Marg und Partner, Leitung der gmp-Büros Hamburg Elbchaussee, Shanghai, Hanoi, Projekte mit Schwerpunkt Asien u.a. Messe- und Kongresszentrum Shenzhen, Messe- und Kongresszentrum Nanning, Guangzhou Development Central Building, National Congress Center, Hanoi, Lingang New City, Dalian Twin Towers, Museum für Stadtgeschichte, Hanoi, Siemens Center, Shanghai, Vietnamesisches Nationalparlament, Hanoi.

30. Projekt-Werkstatt — Revitalisierung, Pflege, Transformation

Susanne Gross
Prof. Susanne Gross

Es gab Gründe genug, eine Projekt-Werkstatt der Bestandspflege und dem Weiterbau durch weibliche Hand zu widmen: Direkt neben dem Showroom von VitrA Bad an der Kölner Agrippinawerft liegt das „Siebengebirge“. Damit sind nicht die sanft ansteigenden Berge am Rhein gemeint, sondern das Getreidesilo und der ehemalige Lagerort für eine Reichsnotreserve zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Siebengebirge wurde von Prof. Susanne Gross und Johannes Kister (kister scheithauer gross architekten und stadtplaner) subtil saniert und für neue Nutzungen wie Wohnen und Arbeiten aufbereitet. Es ist nicht der einzige Fall einer sorgfältigen Revitalisierung durch Prof. Susanne Gross. Die berufliche Entwicklung der Hamburger Architektin Sibylle Kramer ist vergleichbar. Neben vielen Neubauten hat sie inzwischen ihre Lebensaufgabe u. a. in der berühmten Hamburger Speicherstadt gefunden. Sie hat zahlreiche historische Speicher umgebaut.
 

  • 1960 in Marburg/Lahn geboren
  • 1978–79 Studium der Philosophie in Bonn
  • 1979–86 Studium der Architektur an der RWTH Aachen
  • 1986–89 Büro Prof. J. Schürmann in Köln
    Büro Skidmore, Owings & Merrill in London
  • 1990–94 Aufbaustudium an der Kunstakademie Düsseldorf,
    bei Ernst Kasper, Laurids Ortner, Elia Zenghelis
    Meisterschülerin mit Auszeichnung der
    Kunstakademie Düsseldorf
  • 1990–1997 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl
    für Städtebau der RWTH Aachen
  • 1996  Ausstellung Galerie Aedes in Berlin
  • seit 1997 kister scheithauer gross 
  • 1998–2001 External Examiner 4th year, College of Art in Edinburgh
  • 2001–2003 Lehrtätigkeit an der Akademie für Baukunst in Maastricht
  • seit 2004 Professur für Entwerfen und
    Gebäudekunde an der Bergischen Universität Wuppertal

12. Projekt-Werkstatt — Neue Projekte und Qualitäten im Wohnungsbau

Armand Grüntuch
Dipl.-Ing. Armand Grüntuch

Armand Grüntuch, geboren 1963 in Riga, führt seit 1991 gemeinsam mit Almut Ernst erfolgreich das Büro Grüntuch Ernst Architekten in Berlin. Nach ersten internationalen Erfahrungen durch ein DAAD-Jahresstipendium in Venedig und durch die Mitarbeit im Büro Norman Foster in London schloss er sein Architekturstudium an der RWTH Aachen 1989 mit Auszeichnung ab. Parallel zur Gründung und Etablierung seines eigenen Büros konnte er von 1991 bis 1995 mit einem Lehrauftrag am Fachbereich Architektur der Hochschule der Künste in Berlin Forschung und Lehre verbinden.

Die realisierten Projekte von Grüntuch Ernst Architekten wurden vielfach veröffentlicht und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Aktuell arbeitet das Büro unter anderem am Neubau der Deutschen Schule Madrid, den Höfen am Brühl in Leipzig, dem Umbau des Hauptbahnhofs Chemnitz und dem Wohnquartier Marthashof im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg – und deckt damit das gesamte Spektrum architektonischer Planung von der städtebaulichen Masterplanung bis zur Realisierung anspruchsvoller Bauprojekte ab. Das Oeuvre umfasst aber auch Sonderaufgaben im Spannungsbereich von Architektur und Kunst wie die Gestaltung des deutschen Beitrags auf der Architekturbiennale 2006 in Venedig. Die jeweils maßgeschneiderten Projekte basieren auf einer engen Verbindung von traditionellen Werten der Architektur und zukunftsweisender Innovation. 

26. Projekt-Werksatt — Arbeitsplatz Istanbul – neue Ideen für Stadt und Verkehr

Selva Gürdoğan
Selva Gürdoğan

Istanbul gilt als aufregendste Megacity Europas: Viele Besucher halten die Stadt inzwischen für spannender als New York. Dass die anfallenden Aufgaben bei Architektur, Planung, Verkehr und Denkmalschutz immens sind, wurde sehr deutlich, als die Istanbuler Architektengruppe Superpool beim Audi Urban Future Award 2012 mit einem sensiblen Vorschlag auffiel: Das innovative Verkehrskonzept funktioniert durch individuelle Online-Lenkung von Verkehren. Es geht um eine demokratische und gleichberechtigte Nutzung der Straße von allen Verkehrsteilnehmern. Zudem schlägt Superpool eine intelligente Weiterentwicklung des Sammeltaxis Dolmus vor. Kleine Phantasien statt großer Utopien – so könnte die Zukunft von Stadt und Architektur, nicht nur in Istanbul aussehen ...
 

Selva Gürdoğan, Architect (born 1979, Turkey. 2003 graduate from Sci-Arc, USA) and Gregers Tang Thomsen, Architect (born 1974, Denmark. 2003 graduate from Aarhus School of Architecture, Denmark) founded Superpool in Istanbul in 2006.

They met at Rem Koolhaas’ studio Office for Metropolitan Architecture -OMA- in 2003, where they worked until establishing Superpool.

Currently Superpool is engaged in TailorCrete, a European Commission funded research for incorporating robotics into concrete construction technology, along with the design of single-family houses in Zekeriyakoy, Istanbul. Superpool has also recently completed Mapping Istanbul; a book commissioned by Garanti Gallery with nearly a hundred maps and information graphics creating a valuable resource for architects, planners, and policy-makers invested in the city's future.

Most recent Superpool has been participating in the Audi Urban Future Award 2012 to research mobility in Istanbul in 2030.

29. Projekt-Werksatt — Der Klassiker für den Architekten: Villen und Eigenheime

Peter Haimerl
Dipl.-Ing. Peter Haimerl

Die „Ur-Hütte“ – so der Name einer entsprechenden Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt – gehört seit Jahrhunderten zu den Schlüsselaufgaben für Baumeister und Architekten, und sie behält sie in diesen global unruhigen Zeiten als real existierender Rückzugsort in einer virtuellen Welt! Auf die Frage, wie man die Villa und andere Wohnhäuser in Stadt und Land heute bauen soll, haben zwei Architektenteams aus dem Norden und aus dem Süden der Republik unterschiedliche Antworten: In Bayern rettet der willensstarke Architekt Peter Haimerl nicht nur uralte bayerische Hausdenkmäler und führt sie mit viel Energie und unerwarteten Ideen in die neue Zeit. Auch seine Neubauten sind überraschend anders als gewohnt. Im Norden tragen die Einfamilienhäuser der Hamburger Architekten LA´KET (David Lagemann und Tim Kettler) so schöne Namen wie Suse, Duve oder Eule. Ein bisschen haben diese beiden Architekten den Typus der Villa neu erfunden, beziehungsweise an die immer kleiner werdenden Hamburger Grundstücke angepasst.

  • 1961 geb. in Eben, Bayerischer Wald
  • 1987–1988 Mitarbeit in den Büros Günther Domenig, Wien, Raimund Abraham, Wien, Klaus Kada, Graz
  • 1990 städtebauliches Forschungsprojekt »Die offene Stadt«
  • 1991 Eigenes Büro in München
  • 1992–1994 Lehrauftrag für Baukonstruktion an der FH München
  • 1994–1996 Lehrauftrag für Entwerfen an der FH München
  • 1994 Förderpreis der Landeshauptstadt München
  • 1995 Förderpreis Baukunst Akademie der Künste Berlin
  • 1998 Mitbegründer Team 444
  • 2004–2005 Lehrauftrag an der HBK Braunschweig Ausstellungen: 2003 »cocbello«, Beitrag der BRD zu 1. Intern. Architekturbiennale, Rotterdam; 2004 Teilnahme »DEUTSCHLANDSCHAFT«, 9. Intern. Architekturbiennale Venedig. Werke: 1993 MIMESIS-Atelier; 1997 H-HAUS; 2004 Castle of Air; 2003 Cocobello; 2006 Aufstockung Salvatorgarage München

11. Projekt-Werkstatt — Baukultur und Nachhaltigkeit als grenzüberschreitende Herausforderung

Manfred Hegger
Prof. Dipl.-Ing. Manfred Hegger
  • 1946 geboren in Korschenbroich
  • 1967–1973 Studium Fachrichtung Architektur: Universität Stuttgart/Hochschule für Gestaltung Ulm
  • 1969–1970 Studium Fachrichtung Systemtechnik: Technische Universität Berlin,
  • 1973–1976 Lehrtätigkeit Universität Stuttgart
  • 1975–1976 Planung: University of London/London School of Economics and Political Science
  • 1975–1989 Partnerschaft Arbeitsgruppe Nutzungsforschung (mit Peter Jockusch und Barbara Ettinger-Brinckmann),
  • 1977–1979 Lehrtätigkeit Gesamthochschule Kassel
  • 1979–1982 Consultant der OECD Paris,
  • seit 1979 Lehrtätigkeit Universität Hannover
  • seit 1980 Partnerschaft HHS Planer + Architekten GbR (mit Doris Hegger-Luhnen und Günter Schleiff)
  • 1984–2000 Lehrtätigkeit: Centre for Infrastructure Planing der Universität Stuttgart
  • 1990–1991 Projektgebundene Partnerschaft GrünGürtel-Projektbüro Frankfurt am Main (mit Prof. Peter Latz und Peter Lieser)
  • seit 1993 Honorarprofessur an der Universiät Hannover
  • seit 1994 Sprecher des Bundes Deutscher Architekten BDA in der Arbeitsgruppe Kooperation des Deutschen Städtetags, des Gesamtverbandes der Wohnungsunternehmen und des BDA
  • 1996 Visiting Professor am Queens College Dublin
  • 1998 Gründung Eurolabors Aktiengesellschaft für integrale Laborplanung
  • 2000 Gastprofessur an der Universität Kassel
  • seit 2001 Vorstand HHS Planer + Architekten AG
  • seit 2001 Professur an der TU Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen

08. Projekt-Werkstatt — Neue Projekte und Konzepte im Hotel- und Krankenhausbau

Rosemarie Heilig
Rosemarie Heilig

Rosemarie Heilig ist seit 30 Jahren aktiv im Umwelt und Naturschutz. Nach ihrem Studium startete sie als Projektleiterin bei World Wide Fund for Nature (WWF), leitete das Umweltamt in Ludwigshafen, war persönliche Referentin der Frankfurter Umweltdezernentin Jutta Ebeling und leitete  von 2003 bis 2009 die Sanierung einer der größten Müllheizkraftwerke der Republik in Frankfurt am Main.

Seit Anfang 2010 führt sie die Geschäfte zur Planung und  Bau der ersten Passivhausklinik Europas.

43. Projekt-Werkstatt — Haben wir das Bauen verlernt?

Manfred Heinlein
Manfred Heinlein

Es wird viel gebaut. Die Projekte werden immer komplexer und komplizierter. Bei vielen Bauvorhaben steht die Rendite im Vordergrund. „Quick and dirty“ heißt die Devise – oft auch am Bau. Bei näherem Hinschauen ist die Bauqualität häufig katastrophal, sodass sich folgende Fragen ergeben: Sind die Architekten und Ingenieure zu schlecht oder zu fahrlässig? Haben wir das Bauen verlernt? 

Zwei Experten geben kontroverse Antworten. Der Lübecker Architekt Ivan Peter Chlumsky und der gelernte Architekt und Bausachverständige Manfred Heinlein aus Bamberg. Der 1941 in Prag geborene Chlumsky baut seit den frühen 80er-Jahren. Davon sehr viel im Bestand und in denkmalpflegerischer Ergänzung der alten Hanse- und Weltkulturerbe-Stadt Lübeck.  

Manfred Heinlein (geb. 1952 in Bamberg) arbeitet seit 1977 als Architekt. Zunächst im väterlichen Büro, dann selbständig. In den letzten Jahren hat er sich als exzellenter Bausachverständiger etabliert: Er ist Leiter des Bauschäden-Forums am Tegernsee. Sein Vorbild und Lehrer ist der bekannteste deutsche Bausachverständige Raimund Probst. 

Manfred Heinlein ist seit 1977 als Dipl.-Ing. für Architektur und – nach Eintragung in die Architektenliste des Landes Bayern – als Architekt tätig. Begonnen hat er im väterlichen Architekturbüro und ist seit 1984 selbstständig. Als freiberuflicher Architekt führte er sein Büro mit bis zu 5 Mitarbeitern.

Jahrelange Kosten- und termingenaue Betreuung von Bauvorhaben als Lizenznehmer des Systems K.O.P.F. (Kybernetische Organisation, Planung, Führung).

Neubauvorhaben der letzten 15 Jahre:

  • Möbelhaus in Bamberg - Hallstadt, Lph 1 mit 8, Bausumme ca. 2,5 Mio. EURO.
  • Spedition in Bamberg, Lph 1 mit 8, Bausumme ca. 1,1 Mio. EURO.
  • Verwaltungsgebäude mit Werkhallen in Bamberg, Lph 1 mit 8, Bausumme ca. 1,6 Mio. EURO.
  • Neuroorthopädische Rehaklinik in Plau am See, Lph 6 mit 9, Mitarbeit an der Lph 5. 
  • Bausumme ca. 28 Mio. EURO.
  • Fachkrankenhaus mit Akutklinik in Plau am See, Lph. 6 mit 9, Mitarbeit an Lph. 5, Bausumme ca. 23 Mio. EURO.
  • Kindertagesstätten in Erlangen-Büchenbach. 1. Preis in einem Architektenwettbewerb, Lph 1 mit 9, Bausumme ca. 5 Mio. EURO.
  • Wohnanlage Gaustadt (3 Mehrfamilien-Punkthäuser), Lph. 1 mit 8, Bausumme ca. 1,6 Mio. EURO.
  • Wohnanlage Breitengüßbach (Doppel-, Reihen-, Mehrfamilienwohnhäuser), 1. Platz in einem Bauträgerwettbewerb, Lph. 1 mit 8, Bausumme ca. 6 Mio. EURO.
  • Wohn- und Geschäftshaus im Altstadtbereich der Stadt Bamberg, Lph 1 mit 8, Bausumme ca. 2,7 Mio. EURO.

 

 

47. Projekt-Werkstatt — Genialer Generalist

Andreas Heller
Andreas Heller

Was für Köln die fünfte und schönste Jahreszeit ist, der Karneval, ist innerhalb der architektonischen Disziplinen die Szenografie. Sie bringt eine gewisse Leichtigkeit und Bewegung mit sich. 

Andreas Heller gilt als einer der erfahrensten und begabtesten Szenografen Europas. Er war zunächst an diversen deutschen Theatern als Bühnenbildner und Filmarchitekt tätig. 1989 gründete er das interdisziplinäre Architektur- und Designbüro Andreas Heller Architects & Designers. Mit seinem Team aus Architekten, Designern und Geisteswissenschaftlern realisierte Heller zahlreiche preisgekrönte Museen und Ausstellungen sowie Freizeit- und Bildungseinrichtungen – darunter das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven (European Museum of the Year 2007), die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe und das Wälderhaus in Hamburg. 

Doch das ist noch lange nicht alles: Das Studio Andreas Heller Architects & Designers hat viele Schulen und Wohnungen gebaut, neue oder in Ergänzung des Bestandes. Ein ausgezeichnetes Meisterstück lieferte er 2015 in Lübeck mit dem Europäischen Hansemuseum ab. Dort am historischen Burgklosterhügel in der UNESCO-geschützten Altstadt brachte er alles zusammen: die Rettung eines Baudenkmals, einen einfühlsamen Städtebau mit perfekter Ergänzung durch Neubauteile und eine lebendige Performance der europäischen Hanse. Der geniale Generalist ist wieder gefragt!

Andreas Heller (geb. 1952) war zunächst an verschiedenen deutschen Theatern als Bühnenbildner und als Filmarchitekt tätig. 1989 gründete er das interdisziplinär zusammengesetzte Architektur- und Designbüro Andreas Heller Architects & Designers.

Mit seinem Team aus Architekten, Designern und Geisteswissenschaftlern realisierte Heller zahlreiche, preisgekrönte Museen und Ausstellungen sowie Freizeit- und Bildungseinrichtungen, darunter das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven (European Museum of the Year 2007), die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe und das Wälderhaus in Hamburg (IBA Exzellenzprojekt, BDA Hamburg Architektur Preis 2014 – Würdigung).

Zuletzt eröffnete 2015 das Europäische Hansemuseum in Lübeck (iF Design Gold Award 2016, Kategorie Architecture – Public, RIBA International Award for Excellence 2016, Finalist des DAM Preises für Architektur in Deutschland).

13. Projekt-Werkstatt — Wandel und Innovation: Bauwerke für Wohnen, Pflege und Gesundheit im Alter

Linus Hofrichter
Dipl.-Ing. Linus Hofrichter

Linus Hofrichter leitet seit mehr als fünfzehn Jahren mit Hubertus Sander zusammen das Sander.Hofrichter Architekturbüro.

Er ist in der Architektenkammer und im Bund Deutscher Architekten aktiv und doziert an der Fachhochschule für Sozialwesen in Ludwigshafen und am Lehrstuhl für Krankenhaus Technik Management an der Fachhochschule in Gießen.

Die regelmäßige Teilnahme an Symposien im In- und Ausland als Referenten und Hörer erweitern das Fachwissen und den wissenschaftlichen Hintergrund des Büros kontinuierlich.

Linus Hofrichter ist außerdem stellvertretender Vorsitzender im Verein "Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im Bund Deutscher Architekten" mit Sitz in Berlin.

16. Projekt-Werkstatt — Neue Architekturen im Dialog

Ayşin Ipekçi
Dipl.-Ing. Ayşin Ipekçi

Ayşin Ipekçi, geborene Kölnerin mit türkischen Wurzeln, absolvierte ihr Architekturstudium an der RTWH Aachen 2000, sammelte Berufserfahrung in und um Köln und im Ausland (2002 in Tokio).

Nach Rückkehr aus Japan als Lehrbeauftragte der FH Düsseldorf zuständig für den Aufbau des internationalen Gastprofessorenprogramms 2004-05 (Duncan Lewis, Kazuyo Sejima, Ryue Nishizawa). Seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bergischen Universität Wuppertal, Lehrstuhl Konstruieren und Entwerfen und erste Tätigkeiten unter STUDYO.

Nach dem Wettbewerbsgewinn für den Neubau der Bezalel Academy in Arts and Design in Jerusalem in einem weltweit offenen Wettbewerb im Jahre 2007 Gründung von STUDYO ARCHITECTs.

Seit Januar 2010 Mitglied im BDA Köln und Tätigkeit im Vorstand des BDA Köln.

51. Projekt-Werkstatt — Ladies Night

Laura Jahnke
Dipl.-Ing. Laura Jahnke

Die neuen drei "K" der Architektinnen: Konstruktion, Kunde und Kinder? 

Der Umbruch ist spürbar: In einer Branche in der noch vor gut einer Generationen meist Männer das Bild beherrschten findet ein Wandel statt. Immer mehr Frauen nehmen den Architekturberuf auf. Und während das manche männliche Kollegen verunsichert ist eines doch ganz klar: Frauen bereichern und tun der Architektur gut. Besonders einfach ist es für die meisten jedoch nicht: Der Wunsch eine Familie zu gründen, steht häufig im Konflikt mit dem Bedürfnis eine erfolgreiche Karriere zu haben und ein eigenes Architekturbüro aufzubauen. Zur 51. VitrA Projekt-Werkstatt haben wir zwei Frauen eingeladen, die mit genau dieser Problematik konfrontiert waren und die ihre ganz eigenen Lösungen gefunden haben.

Lydia Rintz (*1984) führt zusammen mit ihrem Lebenspartner Philipp Quack das kleine und schon sehr erfolgreiche Architekturbüro ARQ in Berlin. ARQ betreut viele Projekte in NRW, wie eine Feuer- und Rettungswache in Gütersloh sowie die umfangreichen Umplanungen für die Alanbrooke- Kaserne in Paderborn. Damit nicht genug: Sie bildet an der Münster School of Architecture Studierende in Städtebau und Stadtplanung aus. Seit diesem Jahr hat sie eine Vertretungsprofessur erhalten.

Laura Jahnke (*1975) lebt und arbeitet in Hamburg. Nach ihrem Architekturstudium und mehrjähriger Praxis in renommierten Architekturbüros gründet sie im Jahr 2006 das Büro LAURA JAHNKE ARCHITEKTEN. Sehr schnell hatte sie sich durch wunderbare Wohnhäuser, innerstädtische Lückenschließungen und besondere, qualitätvolle Wohnquartiere einen Namen gemacht. Der Karriereweg schien klar. Und dann entschied sie sich im Jahr 2012 für einen Rückzug in die Privatheit. Mit Mann und inzwischen vier Kindern arbeitet sie heute wieder intensiv als Architektin und für die Stiftung des BDA Hamburg.

Laura Jahnke (*1975) lebt und arbeitet in Hamburg. Nach ihrem Architekturstudium und mehrjähriger Praxis in renommierten Architekturbüros gründet sie im Jahr 2006 das Büro LAURA JAHNKE ARCHITEKTEN. Sehr schnell hatte sie sich durch wunderbare Wohnhäuser, innerstädtische Lückenschließungen und besondere, qualitätvolle Wohnquartiere einen Namen gemacht. Der Karriereweg schien klar. Und dann entschied sie sich im Jahr 2012 für einen Rückzug in die Privatheit… Mit Mann und inzwischen vier Kindern arbeitet sie heute wieder intensiv als Architektin und für die Stiftung des BDA Hamburg.

38. Projekt-Werkstatt — Wie die Väter, so die Söhne?

Jochem Jourdan
Prof. Jochem Jourdan

Ob und wie Familienbande in einem gemeinsamen Architekturbüro funktionieren, verdeutlichen Prof. Jochem Jourdan und sein Sohn Benjamin Jourdan in ihrem Vortrag. Sie zeigen wie Streitpunkte und Einigkeit in Stil und Formsprache vielfältiger Bauprojekte Realität werden.

Freuen Sie sich auf zwei interessante Referenten in unserer 38. VitrA Projekt-Werkstatt! Die Erfolgsgeschichte der Jourdans beginnt 1970 in Darmstadt mit der Gründung von PAS , der „Projektgruppe Architektur und Städtebau“, zusammen mit Bernhard Müller. In den 1970er und 1980er zählen Jourdan und Müller zu den Koryphäen der postmodernen Architektur.

Eines der wichtigsten Bauwerke von PAS ist die ehemalige Landeszentralbank in der Frankfurter Taunusanlage – ein gebauter Zitatenschatz der europäischen Architekturgeschichte. Heute ergänzen Felix und Benjamin Jourdan das lebendige Mehrgenerationenbüro mit Fokus auf Architektur, Städtebau und Denkmalpflege. Beide haben Ihr Fachwissen – Benjamin Jourdan studierte u. a. in Wien und Los Angeles – international aufgebaut. Zu den zentralen Projekten von Benjamin Jourdan zählen die Skyline Plaza in Frankfurt am Main sowie die Altana AG Hauptverwaltung in Bad Homburg. Außerdem hat er einige Preise wie den „AIT Preis Licht und Architektur“ im Jahr 2001 und den „Deutschen Bauherren-Preis“ 2011/2012 gewonnen.

Jochem Jourdan
geboren 1937 in Gießen/Lahn
Architekturstudium an der TH in Darmstadt
1965 Diplom bei Prof. Ernst Neufert
1969 Gründung von PAS - Projektgruppe Architektur und Städtebau
durch Jochem Jourdan und Bernhard Müller in Darmstadt
Seit 1972 Hochschullehrer an der Gesamthochschule in Kassel
1980 bis 2003 Universitätsprofessor für Entwerfen, Bauerhaltung und Denkmalpflege

Seit Gründung des Büros liegen die Arbeitsschwerpunkte von Jourdan & Müller PAS im Hochbau von Kulturbauten und der Planung von Gewerbe – und Wohnimmobilien. Eine besondere Anerkennung dabei, erzielte das Büro mit dem Bauen im Bestand. Weitere Schwerpunkte sind der Städtebau als erhaltende Stadterneuerung und Stadtplanung wie die Machbarkeitsstudie zur Olympiabewerbung Frankfurt RheinMain 2012 und der Hochhausrahmenplan für Frankfurt Bauten und Planungen von Jourdan & Müller PAS sind 'Beiträge zur Stadtkultur'. Sie weisen immer über den einzelnen Bau hinaus durch die Einbindung von Garten und Landschaft, die Zusammenarbeit mit Künstlern und stehen für Positionen der Nachhaltigkeit. Jede Aufgabe ist für sie die Herausforderung, dem Ort, an dem sie entstehen, etwas Besonderes zu geben, eine harmonische Neuordnung zu schaffen.

Ausgewählte Projekte:
Landeszentralbank Hessen Frankfurt, 1988
Documenta Halle Kassel, 1992
Heizkraftwerk Mitte Berlin, 1997
Umbau Städelsches Kunstinstitut und Neubau Städelcafe, Frankfurt, 1999
Schloss Horst, Gelsenkirchen, 2000
Schlossquell-Brauerei Heidelberg, Hotel und Wohngebiet, 2000
Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin, 2001
Quin Quin Ja Yuan, Wohnstadt in Peking/China, 2005
Cui Pin Wang, Wohnstadt in Nanjing/China, 2004
Haus am Dom, Frankfurt, 1. Preis, 2007
Gerbermühle Frankfurt, 2007
Centre de Conferences, Luxemburg, 2008

38. Projekt-Werkstatt — Wie die Väter, so die Söhne?

Benjamin Jourdan
Mag. arch. Benjamin Jourdan

Ob und wie Familienbande in einem gemeinsamen Architekturbüro funktionieren, verdeutlichen Prof. Jochem Jourdan und sein Sohn Benjamin Jourdan in ihrem Vortrag. Sie zeigen wie Streitpunkte und Einigkeit in Stil und Formsprache vielfältiger Bauprojekte Realität werden.

Freuen Sie sich auf zwei interessante Referenten in unserer 38. VitrA Projekt-Werkstatt! Die Erfolgsgeschichte der Jourdans beginnt 1970 in Darmstadt mit der Gründung von PAS , der „Projektgruppe Architektur und Städtebau“, zusammen mit Bernhard Müller. In den 1970er und 1980er zählen Jourdan und Müller zu den Koryphäen der postmodernen Architektur.

Eines der wichtigsten Bauwerke von PAS ist die ehemalige Landeszentralbank in der Frankfurter Taunusanlage – ein gebauter Zitatenschatz der europäischen Architekturgeschichte. Heute ergänzen Felix und Benjamin Jourdan das lebendige Mehrgenerationenbüro mit Fokus auf Architektur, Städtebau und Denkmalpflege. Beide haben Ihr Fachwissen – Benjamin Jourdan studierte u. a. in Wien und Los Angeles – international aufgebaut. Zu den zentralen Projekten von Benjamin Jourdan zählen die Skyline Plaza in Frankfurt am Main sowie die Altana AG Hauptverwaltung in Bad Homburg. Außerdem hat er einige Preise wie den „AIT Preis Licht und Architektur“ im Jahr 2001 und den „Deutschen Bauherren-Preis“ 2011/2012 gewonnen.

Benjamin Jourdan
Benjamin Jourdan wurde März 1971 geboren. Er studierte Kunst und Architektur an der Technischen Universität Darmstadt, der Universität für angewandte Kunst in Wien und an dem Southern California Institute of Architecture in Los Angeles. Seit 1999 arbeitet Benjamin Jourdan mit seinem Bruder und Vater zusammen in Frankfurt am Main. 2008–2012 lehrte er an der Universität Kassel.

Seitdem hat er verschiedene Projekte realisiert und Preise gewonnen unter anderem
Skyline Plaza Frankfurt am Main Deutscher
Bauherren Preis 2011/2012
Bühnenbild für Cosmicmemos und Denotation Babel
an der experimentellen Bühne des Schauspiel Frankfurt
Doppelbild für zwei Musiktheaterstücke
Altana AG Hauptverwaltung in Bad Homburg
2001 AIT Preis Licht und Architektur

49. Projekt-Werkstatt — For ever young!

Max Kahlen
AA DIPL. (HONS) Max Kahlen

Können junge Architekten noch frei und selbstständig arbeiten?

Es sind die schönsten Jahre im Leben von Architektinnen und Architekten, wenn sie so früh wie möglich nach der Ausbildung endlich frei und selbstständig arbeiten können. Legende? Eine Wahrnehmung aus fernen Zeiten?

Nein – Architekt ist und bleibt ein freier Beruf. Auch im 21. Jahrhundert, auch in Zeiten von BIM, TGA oder anderen hieroglyphischen Abkürzungen kommt es immer noch auf den sicheren Blick und einen guten Strich an. Zwei Büros aus Bremen und London zeigen die Möglichkeiten dieses ewig jungen Berufs auf. Trotz Brexit arbeiten der deutsche Max Kahlen (*1981) und der Norweger Christopher Dyvik (*1980) nach unterschiedlichen Bauordnungen in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Norwegen und Deutschland. Ihr Code: Einfachheit gepaart mit dem Wissen von Studierenden der berühmten Architectural Association in London. Ihre Projekte überraschen. Ob Läden und Werkstätten unter alten Eisenbahnviadukten oder als elegante Villa wie in Aachen.

Dipl.-Ing. Architekt Jan Wirth (*1980) und Dipl.-Ing. Architekt Benjamin Wirth (*1983) gründeten 2012 ihr Büro in Bremen. Seitdem stecken sie viel Mühe in wohldurchdachte Details, überlegte Konzepte und sorgfältige Planung. Und haben so schon ein Kunststück geschafft. Sie kamen mit ihrem Erstling – einem sogenannten Remisenpavillon – bereits in die deutschen Feuilletons und in den Baumeister. Das ist nicht mehr als ein Shelter mitten auf dem niedersächsischen Plattenland. Aber er ist so gut gemacht, dass er uns alle überleben wird.

Director and co-founder of Dyvik Kahlen

Max studied at Stuttgart State Academy of Art and Design and then at the Architectural Association School of Architecture in London, where he graduated with Honours in 2008.

In parallel to practicing architecture in London and Germany, Max was a tutor at Architectural Association from 2009 to 2015, running design units in the First Year, Diploma School and Media Schools.

Complementing their role as Directors at Dyvik Kahlen, Christopher and Max regularly contribute to the architectural debate guest critics and lecturers in leading academic institutions in the UK and abroad.

48. Projekt-Werkstatt — Baukultur-Architektur-Heute

Petra Kahlfeldt
Prof. Dipl.-Ing. Petra Kahlfeldt

Als Ehepaar über Jahre hinweg ein erfolgreiches Architekturbüro zu führen ist eher die Ausnahme als die Regel. Doch Petra und Paul Kahlfeld haben genau das geschafft – bereits 1987 gründeten sie ihr Büro in Berlin und führen inzwischen zwei Standorte. Dabei hat es sich bewährt, hin und wieder getrennte Wege zu gehen, und trotzdem eng zusammenzuarbeiten. Das Ehepaar befasst sich mit vielen Feldern eines modernen Architekturbüros, doch der Schwerpunkt liegt eindeutig auf einer der Baukultur und der Baugeschichte geschuldeten Arbeit. Beide sind seit fast drei Jahrzehnten erfolgreiche Hochschullehrer. Prof. Dipl.-Ing. Petra Kahlfeldt unterrichtet zurzeit an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, Prof. Dr.-Ing. Paul Kahlfeldt ist Universitätsprofessor in Dortmund und außerdem Promotor der Werkbundstadt Berlin. So gut wie alle ihre Projekte befassen sich mit dem respektvollen Weiterbau im Bestand – so auch das Projekt der Sophienterrassen in Hamburg. 

1979 bis 1985 Architekturstudium Technische Universität Berlin und Universitá degli studi Firenze
seit 1987 selbstständig tätig in Bürogemeinschaft mit Paul Kahlfeldt
1990 bis 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Berlin
1997 bis 1998 Rom-Preis der Bundesrepublik Deutschland an der Deutschen Akademie „Villa Massimo“
2000 bis 2014 Mitglied des Landesdenkmalrats der Stadt Berlin
seit 1996 Mitglied nationaler Wettbewerbs- und Gutachterverfahren wie Wiederaufbau Berliner Schloß, Jugendherberge Prora auf Rügen, Städtebauliche Wiederherstellung des Ensembles der Meisterhäuser in Dessau, Erweiterung des Kleist – Museums in Frankfurt a.d. Oder, Neues Museum für die Zitadelle Spandau in Berlin, Brandenburgischer Baukulturpreis 2013, Neubau Bildungshaus Stadt Wolfsburg, Umbau Stadtmuseum München, Requalifizierung Rathaus Mainz, Umbau denkmalgeschütztes Rathaus Frankfurt a.d Oder
seit 2004 Professorin im Lehr- und Forschungsgebiet „Historische Baukonstruktionen, Denkmalpflege und Entwurf“: Hochschule für Bildende Künste Hamburg, HafenCity Hamburg, Università di Bologna, Beuth Hochschule Berlin
seit 2008 Kuratoriumsmitglied des Architekten- und Ingenieurvereins (AIV) zu Berlin
seit 2000 Mitglied diverser Stadtgestaltungsbeiräte wie Würzburg, Landshut, Ostfildern Scharnhauser Park
seit 2000 Mitglied diverser Gestaltungskommissionen wie Bau des Humboldforums Berliner Schloß, Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam. Welterbebeirat der Hansestadt Lübeck, Wiederaufbau der Altstadt Dom Römer in Frankfurt am Main
seit 2015 Mitglied im Beirat der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Berlin
seit 2015 Mitglied des Vorstands Bürgerstiftung „Gutshaus Neukladow“

48. Projekt-Werkstatt — Baukultur-Architektur-Heute

Paul Kahlfeldt
Prof. Dr.-Ing. Paul Kahlfeldt

Als Ehepaar über Jahre hinweg ein erfolgreiches Architekturbüro zu führen ist eher die Ausnahme als die Regel. Doch Petra und Paul Kahlfeld haben genau das geschafft – bereits 1987 gründeten sie ihr Büro in Berlin und führen inzwischen zwei Standorte. Dabei hat es sich bewährt, hin und wieder getrennte Wege zu gehen, und trotzdem eng zusammenzuarbeiten. Das Ehepaar befasst sich mit vielen Feldern eines modernen Architekturbüros, doch der Schwerpunkt liegt eindeutig auf einer der Baukultur und der Baugeschichte geschuldeten Arbeit. Beide sind seit fast drei Jahrzehnten erfolgreiche Hochschullehrer. Prof. Dipl.-Ing. Petra Kahlfeldt unterrichtet zurzeit an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, Prof. Dr.-Ing. Paul Kahlfeldt ist Universitätsprofessor in Dortmund und außerdem Promotor der Werkbundstadt Berlin. So gut wie alle ihre Projekte befassen sich mit dem respektvollen Weiterbau im Bestand – so auch das Projekt der Sophienterrassen in Hamburg. 

1956 geboren in Berlin
1976 – 1978 Lehre als Bau- und Möbeltischler
1979 – 1984 Studium der Architektur an der Technischen Universität Berlin, Diplom bei Otto Steidle
ab 1984 Mitarbeit in verschiedenen Berliner Architekturbüros
seit 1987 selbstständig tätig in Bürogemeinschaft mit Petra Kahlfeldt
1988 – 1992 Leiter des Berliner Büros Josef Paul Kleihues
1988 Lehrauftrag an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung, Bernburg Anhalt
1999 – 2001 Koordination für bauliche Wiederherstellung des Festspielhauses Hellerau Dresden
1999 – 2005 Professor für Entwerfen, Baukonstruktion und Gebäudetechnologie an der Technischen Universität Kaiserslautern
2004 Promotion an der Technischen Universität Delft
seit 2005 Professor für Grundlagen und Theorie der Baukonstruktion an der Technischen Universität Dortmund
Vorstand Deutscher Werkbund Berlin
Vorstand Internationale Bauakademie Berlin
2010 – 2015 Gestaltungsbeirat der Stadt Regensburg
seit 2016 Vorsitzender Deutscher Werkbund e.V.

50. Projekt-Werkstatt — Deutsch-Türkische Freundschaft

Philipp Kamps
Prof. Dipl.-Ing. Philipp Kamps

Gemeinsam sind wir stark! 

Es gibt Grund zur Freude und zum Feiern. Seit 2010 ist es im VitrA Studio zur Regel geworden, über Architektur, Stadt, Design und Interieur zu sprechen, gelegentlich auch kontrovers zu diskutieren. Das Format ist zum Erfolgsmodell geworden – inzwischen laden wir zur 50. VitrA Projekt-Werkstatt ein und eröffnen gleichzeitig unser VitrA Studio nach einem erfolgreichen Relaunch neu. 

Auf unserer Architektenbühne treffen diesmal zwei Bauaktive aufeinander, aus deren Geschäftspartnerschaft in den vergangenen Jahren eines der erfolgreichsten Hamburger Architekturbüros der mittleren Generation geworden ist. Als Werk einer deutsch-türkischen Freundschaft – so, wie sie auch VitrA mit Leidenschaft pflegt. 

Hakki Akyol (*1958 in Istanbul) und Philipp Kamps (*1966 in Hamburg), Partner des Architekturbüros Akyol Kamps bbp GmbH (Hamburg, Kiel). 

Auf den ersten Blick erscheinen unsere beiden Gäste in ihrer Arbeitsweise, als könnten Sie unterschiedlicher nicht sein: Hakki Akyol als mediterraner und musischer Künstler. Und Philipp Kamps als hanseatischer und konzentrierter Kreativer. Doch ihre CVs zeigen: Im Kern sind sie Brüder im Geiste. Beide stammen aus Baumeisterund Architektenfamilien, beide haben in Braunschweig studiert und lange für die Architekten Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg gearbeitet. Zur Jahrtausendwende haben sich Akyol und Kamps als selbstständige Architekten zusammengetan. Seitdem ist ein eindrucksvolles Werk entstanden, das über viele Klischees hinweg Bestand hat. 

Zu den wichtigsten Beispielen gehören Arbeiten für den Hamburger Kiez in St. Pauli genauso wie Ein- und Ausbauten für die größte Hamburger Hauptkirche St. Petri. Kamps ist seit 2011 Entwurfsprofessor an der Hochschule 21 in Buxtehude – eine Architekturschule, die dual agiert und auf diese Weise kreative Praxis und Theorie im Zusammenspiel optimiert. Genauso wie die Architekten Akyol und Kamps in ihrer Zusammenarbeit. 

Wir laden Sie herzlich ein, zu einem Abend, der Grenzen überwinden wird. Denn zum Schluss sitzt der Architekt selbst am Klavier und wird uns überraschen ... 

Wir freuen uns auf Sie.

26.06.1966
geboren in Hamburg

1985
Abitur in Hamburg

1987-1989
Maurerlehre, Gesellenbrief

1989-1995
Studium der Architektur an der TU Carolo
Wilhemina zu Braunschweig, Laves-Stipendium

1995-2000
Tätigkeit im Büro von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg

2000
selbstständiger Architekt

2002-2007
Lehrauftrag an der Fachhochschule Buxtehude

2002-2009
Mitglied im Wettbewerbsausschuss der
Hamburgischen Architektenkammer

2006
Berufung in den BDA

2008
Berufung als Dozent an der AAC (Academy of Architectural Culture), Hamburg

2010
Lehrauftrag an der Fachhochschule Hannover

seit 2010
geschäftsführ. Gesellschafter im Architekturbüro  

2011
Berufung als Professor an die Hochschule 21, Buxtehude

34. Projekt-Werkstatt — Deutsch-Japanische Freundschaft – Interpretation des Gefundenen

Tatsuya Kawahara
Tatsuya Kawahara

Der wahrscheinlich wichtigste deutsch-amerikanische Architekt der Moderne, Ludwig Mies van der Rohe liebte Japan. Sein Augenmerk lag auf der kaiserlichen Katsura-Villa (Ein Gebäude-Ensemble mit dazugehörigen Gärten in Nishikyoku, einem westlichen Vorort von Kyoto). Das Ensemble ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Japans. Seine klaren Strukturen und Konturen haben Mies van der Rohe Architekturen stark beeinflusst. Nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem sich Japan dem Westen öffnete, kam es immer häufiger zum Austausch der Ideen und gegenseitigen Befruchtung.

Zwei Architektenpaare berichten über die Begegnung beider Kulturen und die deutsch-japanische Freundschaft.

Tatsuya Kawahara und Ellen Kristina Krause lernten sich im Büro von Shigeru Ban in Tokio kennen. Heute führen sie erfolgreich ihr Büro KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS in Hamburg. Ihr kreatives Schaffen bewegt sich auf der Begegnung von Raum und Kunst, Praxis und Lehre. Ihre Interventionen und Projekte sind architektonische Lehrstücke.

Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk haben jeweils bei den einflussreichen deutschen Architekten Matthias Sauerbruch und Wolfgang Lorch gelernt und sich später bei der Pritzker-Preisträgerin Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa in Tokio perfektioniert. Inzwischen bauen sie mit ihrem eigenen Büro nkbak in Frankfurt sehr erfolgreich.

2013- wiss. Mitarbeiter Leibniz Universität Hannover, Prof. Hilde Léon
2010-2011 wiss. Mitarbeiter HafenCity Universität, Prof. Eckert + Eckert (e2a)
2009-KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS, Hamburg
2007-2008 KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS, Tokyo
2005-2007 Shigeru Ban Architects, Tokyo
2003-2005 Universität Kyoto, Master
1999-2003 Universität Kyoto, Bachelor

15. Projekt-Werkstatt — Moderne Raumkonzepte

Sabine Keggenhoff
Dipl.-Ing. Sabine Keggenhoff
  • Ausbildung zur Bauzeichnerin
  • Studium Innenarchitektur / Architektur an der FH-Lippe, Detmold
  • Stipendium „University of New South Wales“, Sydney / Australien
  • Mitarbeit (Schwerpunkt Entwurf) in verschiedenen Planungsbüros
  • Tätigkeiten (Schwerpunkt Konzeption/Raumstruktur und Konstruktion) für diverse Innenausbauer Lehrjahre in Amsterdam, NL
  • 1999 Mitglied beim „Bund Deutscher Innenarchitekten“ - BDIA
  • 1999 Mitglied der „Architektenkammer Nordrhein-Westfalen“ – AK NW
  • 2001 Gründung KEGGENHOFF I PARTNER mit Dipl.-Ing. Michael Than
  • 2007 Lehrauftrag „Entwurf“ an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Hochschule OWL
  • 2009 Gründung KEGGENHOFF I PARTNER S.L. in Spanien (Palma de Mallorca) mit Michael Than
  • 2010 Gründung KEGGENHOFF I PARTNER STRATEGIE mit Dipl. Kauffrau Cornelia Loew
  • zur Zeit Bearbeitung diverser Projekte im Bereich Umbau und Neubau
    Designaufträge Sondermobiliar / Sonderkonstruktion

29. Projekt-Werksatt — Der Klassiker für den Architekten: Villen und Eigenheime

Tim Kettler
Dipl.-Ing. Tim Kettler

Die „Ur-Hütte“ – so der Name einer entsprechenden Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt – gehört seit Jahrhunderten zu den Schlüsselaufgaben für Baumeister und Architekten, und sie behält sie in diesen global unruhigen Zeiten als real existierender Rückzugsort in einer virtuellen Welt! Auf die Frage, wie man die Villa und andere Wohnhäuser in Stadt und Land heute bauen soll, haben zwei Architektenteams aus dem Norden und aus dem Süden der Republik unterschiedliche Antworten: In Bayern rettet der willensstarke Architekt Peter Haimerl nicht nur uralte bayerische Hausdenkmäler und führt sie mit viel Energie und unerwarteten Ideen in die neue Zeit. Auch seine Neubauten sind überraschend anders als gewohnt. Im Norden tragen die Einfamilienhäuser der Hamburger Architekten LA´KET (David Lagemann und Tim Kettler) so schöne Namen wie Suse, Duve oder Eule. Ein bisschen haben diese beiden Architekten den Typus der Villa neu erfunden, beziehungsweise an die immer kleiner werdenden Hamburger Grundstücke angepasst.

  • 1998 Diplom Bauhaus Universität Weimar /D
  • 1999–2000 cepezed architecten Delft /NL
  • 2000–2001 carsten roth architekt Hamburg /D
  • 2001–2005 eea - erick van egeraat architects Rotterdam /NL
  • 2005–2009 carsten roth architekt Hamburg /D
  • 2009 Gründung LA'KET Architekten Hamburg /D


Mitglied der hamburgischen Architektenkammer AKHH Registrierter Architekt in der niederländischen Kammer SBA

26. Projekt-Werksatt — Gemütlichkeit: Feindbild oder Chance?

Harald Klein
Harald Klein

Der Wiener Sprach- und Kulturkritiker Karl Kraus scheint dem allen recht zu geben: „Ich verlange von einer Stadt, in der ich leben soll: Asphalt, Straßenspülung, Haustorschlüssel, Luftheizung, Warmwasserleitung. Gemütlich bin ich selbst.“ Und trotzdem: Was bedeutet Gemütlichkeit für die Innenarchitektur heute? Stört sie die vorgegebenen Konzepte, ist sie Herausforderung oder gar Chance? Susanne Brandherm (b-k-i Köln), Sabine Krumrey (b-k-i Hamburg) und Harald Klein (kA Düsseldorf) stellen sich diesem Thema mit ihren eigenen Arbeiten und Philosophien und sagen: „Gemütlichkeit ist kein Feindbild, sondern ein wichtiges Gewürz in der Küche der Innenarchitektur.“
 

Nach Studien der Fotografie (Romain Urhausen und Hugo Schmölz – Walde Huth, beide in Köln, 1971/1973) und Abschluß der Studien von Malerei und Design (FH Aachen, Prof. Ernst Wille, 1981) wurde 1985 von Harald Klein das Design- und Innenarchitekturbüro AUT – DESIGN in Aachen gegründet.

Zwischen Januar 1998 und September 2005 hat Harald Klein zusammen mit Bert Haller unter den Namen klein-haller später k/h in Mönchengladbach eine Bürogemeinschaft betrieben. Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von klein Associates KG im Jahre 2006.

28. Projekt-Werksatt — Frischer Wind: Architekt – ein Beruf im Wandel!

Thomas Knerer
Prof. Dipl.-Ing. Thomas Knerer

Im Sommer 2013 wurde die HOAI novelliert und immer häufiger dürfen Architekten nicht länger als bis zur Leistungsphase IV am Bau mitmischen. Ist der Architekt noch Chef am Bau oder spielt er nur noch eine marginale Rolle?

Die Architekten Martin Oberascher von soma in Salzburg und Thomas Knerer von KNERER UND LANG Dresden wissen, wie man als Architekt weiterhin eine Führungsrolle behält, kreativ arbeiten kann und Spaß daran behält! Martin Oberascher aus dem Team soma brilliert dabei als einer der wirklich engagierten parametrisch arbeiteten Architekten durch ungewöhnliche Projekte. Thomas Knerer überzeugt mit seiner modernen puristischen Sprache. Als Münchner reizte es ihn nach der Wende, sich in einer Stadt niederzulassen, in der durch die starken Kontraste und Maßstabsbrüche ein offensichtlicher Handlungsbedarf für Architekten bestand.
 

  • 2011: Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) Mitgliedsnummer: 12893
  • 2000: stellvertretendes Mitglied der Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden
  • seit 1999: Professor f. Baukonstruktion an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau (FH)
  • Gastdozent am Weiterbildungszentrum für Denkmalpflege und Altbauinstandsetzung der TU Dresden
  • seit 1993: Architekturbüro mit Eva Maria Lang in Dresden
  • 1992: Mitarbeit in Architekturbüros in München, Berlin, Dresden
  • 1991: Diplomarbeit bei Prof. Th. Schmid
  • 1989–1991: Stipendium des DAAD, Auslandsstudium in London an der outhbank University
  • 1984–1991: Architekturstudium an der TU München
  • 1982–1984: Ausbildung zum Maurergesellen in München Mitarbeit in aubetrieben und Planungsbehörden
  • 1963: geboren in Garmisch-Partenkirchen

 

 

30. Projekt-Werkstatt — Revitalisierung, Pflege, Transformation

Sibylle Kramer
Dipl.-Ing. Sibylle Kramer

Es gab Gründe genug, eine Projekt-Werkstatt der Bestandspflege und dem Weiterbau durch weibliche Hand zu widmen: Direkt neben dem Showroom von VitrA Bad an der Kölner Agrippinawerft liegt das „Siebengebirge“. Damit sind nicht die sanft ansteigenden Berge am Rhein gemeint, sondern das Getreidesilo und der ehemalige Lagerort für eine Reichsnotreserve zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Siebengebirge wurde von Prof. Susanne Gross und Johannes Kister (kister scheithauer gross architekten und stadtplaner) subtil saniert und für neue Nutzungen wie Wohnen und Arbeiten aufbereitet. Es ist nicht der einzige Fall einer sorgfältigen Revitalisierung durch Prof. Susanne Gross. Die berufliche Entwicklung der Hamburger Architektin Sibylle Kramer ist vergleichbar. Neben vielen Neubauten hat sie inzwischen ihre Lebensaufgabe u. a. in der berühmten Hamburger Speicherstadt gefunden. Sie hat zahlreiche historische Speicher umgebaut.
 

  • 1974–1977 Schulbesuch in Paris
  • 1986  Abitur in Hamburg
  • seit 1987 diverse Ausstellungen eigener Bilder/Gemälde u.a. Architektursommer 2006 im Kaispeicher A.  Architektursommer 2009 im Block O, Speicherstadt.
  • 1987–1994 Studium an der HAW Hamburg
  • 1994 Diplom HAW Hamburg
  • 1994–2001 Mitarbeiterin bei von Gerkan, Marg und Partner Architekten, Hamburg
  • 1999–2001 Chief Representative Beijing /VR China, in Peking, für von Gerkan, Marg und Partner
  • 2001 Gründungspartnerin Kramer  Biwer Mau Architekten Diverse Auszeichnungen und Wettbewerbserfolge u.a. Internationale Schule Hamburg, 1.Preis; Hamburg Süd, 1.Preis. Nachverdichtung Schenefeld, 1.Preis. Architekturolympiade, Silbermedaille. BDA Hamburg Zukunft im Bestand Architekturpreis 2010 - 3. Preis für BG Eurogate.  BDA Hamburg Zukunft im Bestand Architekturpreis 2010 - Würdigung für Zollhaus 3, Speicherstadt
  • seit 2005 Autorentätigkeit u.a. Villas, Rough Interior, Bath & Spa I+II, Schools, Inside I+II, Colleges & Universities,  Townhouses, Fair Design, Superyachten. 
  • seit 2009  Preisrichtertätigkeit u.a. Nidus, Baufeld 49, Hafencity Hamburg. GBI, Neubau Boarding-Haus mit Hotel am Michel. Hafencity, Baufeld 33, Wohnvielfalt am Grasbrookpark.
  • seit 2011 SKA SIBYLLE KRAMER ARCHITEKTEN
    Projekte u.a. Speicherstadt Hamburg, Bei St Annen 2. Speicherblock R2. Wohngebäude Mundsburger Damm 18. Wasserschutzpolizeischule. Container Terminal Burchardkai Werkstatthalle. Wohngebäude Othmarschen.

34. Projekt-Werkstatt — Deutsch-Japanische Freundschaft – Interpretation des Gefundenen

Ellen Kristina Krause
Ellen Kristina Krause

Der wahrscheinlich wichtigste deutsch-amerikanische Architekt der Moderne, Ludwig Mies van der Rohe liebte Japan. Sein Augenmerk lag auf der kaiserlichen Katsura-Villa (Ein Gebäude-Ensemble mit dazugehörigen Gärten in Nishikyoku, einem westlichen Vorort von Kyoto). Das Ensemble ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Japans. Seine klaren Strukturen und Konturen haben Mies van der Rohe Architekturen stark beeinflusst. Nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem sich Japan dem Westen öffnete, kam es immer häufiger zum Austausch der Ideen und gegenseitigen Befruchtung.

Zwei Architektenpaare berichten über die Begegnung beider Kulturen und die deutsch-japanische Freundschaft.

Tatsuya Kawahara und Ellen Kristina Krause lernten sich im Büro von Shigeru Ban in Tokio kennen. Heute führen sie erfolgreich ihr Büro KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS in Hamburg. Ihr kreatives Schaffen bewegt sich auf der Begegnung von Raum und Kunst, Praxis und Lehre. Ihre Interventionen und Projekte sind architektonische Lehrstücke.

Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk haben jeweils bei den einflussreichen deutschen Architekten Matthias Sauerbruch und Wolfgang Lorch gelernt und sich später bei der Pritzker-Preisträgerin Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa in Tokio perfektioniert. Inzwischen bauen sie mit ihrem eigenen Büro nkbak in Frankfurt sehr erfolgreich.

2009- wiss. Mitarbeiter Leibniz Universität Hannover, Prof. Zvonko Turkali
2009- KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS, Hamburg
2007-2008 KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS, Tokyo
2006-2007 Maki & Associates, Tokyo
2005-2006 Shigeru Ban Architects, Tokyo
2001-2005 ETH Zürich, Diplom
2002-2003 Ecole d‘Architecture Paris-Malaquais
1998-2000 BTU Cottbus, Vordiplom

39. Projekt-Werkstatt — Was bestimmt heutzutage den Ausdruck von Architektur und Design?

Wolfgang Krenz
Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Krenz

Die schöpferische Gegenwart der Architektur ist geprägt von Kosten- und Termindruck sowie Kundenwünschen. Um ihre Stilsicherheit zu (be-)wahren folgen Architekten einer Konstante: ihrer inneren Einstellung. Sie beeinflusst Denken, Entwerfen und Handeln. Zwei erfahrene Architekten nehmen uns während ihres Vortrags mit auf eine Reise zum Kernpunkt von Design und Architektur.

Seien Sie gespannt! In der 39. VitrA Projekt-Werkstatt erwartet Sie ein interessantes Thema mit viel Diskussionspotenzial. Martin Murphy – seit 2004 Partner des renommierten Hamburger Architekturbüros Störmer, Murphy and Partners – brachte uns auf die Idee. Selbst in England unter dem Eindruck von Strukturkrisen und starken Sozialaufgaben ausgebildet, arbeitet er heute in Hamburg, wo „Contenance“ im Mittelpunkt steht. Was ihn antreibt: der persönliche Standpunkt, die Herkunft und das Wissen über Architektur.

Dies gilt auch für Prof. Wolfgang Krenz, der seit 40 Jahren baut und plant sowie seit 20 Jahren lehrt. Sein Lehrmeister war der berühmte Nachkriegsarchitekt Egon Eiermann. Er führte geometrische Strenge und handwerkliche Präzision in der modernen Architektur als einzigartige Kombination zusammen. Eine besondere Verbindung, die auch heute noch grundsätzliche Bedeutung hat – und die von Wolfgang Krenz weitergeführt und gelebt wird.

"Wolfgang Krenz schloss eine Maurer- und eine Bauzeichnerlehre ab, studierte daraufhin von 1962 bis 1965 Architektur an der Universität Mainz und von 1967 bis 1972 an der Universität Karlsruhe. Seit 1993 war Krenz Professor an der Hochschule Bochum im Fachbereich Architektur mit dem Schwerpunkt „Entwerfen und Grundlagen des Entwerfens“.

Daneben leitet er unter „Prof. Krenz Architekten / Archwerk Generalplaner KG“ ein eigenes Büro. Zu seinen Schwerpunkten zählen öffentliche Bauten wie zum Beispiel das Jahrhunderthaus Bochum (2005). Krenz wurde 2011 als Professor für Architektur an die EBZ Business School berufen." (Wikipedia)

 

Kontakt:
Archwerk Generalplaner KG
Diplom-Ingenieure Architekten Stadtplaner BDA DWB
Obere Stahlindustrie 4
44793 Bochum, Germany
fon    + 49 234 541 612 0
fax    + 49 234 541 612 99
www.archwerk.org
mail(at)archwerk.org

 

Prof. Krenz, VITA: BÜRO 

1962 - 1965

Architekturstudium an der Staatlichen Ingenieurschule Mainz

(heute Fachhochschule Mainz)

 

1966 – 1972

Architekturstudium an der Technischen Universität Karlsruhe,

u. a. bei Prof. Egon Eiermann

 

1970 – 1974

Architekturbüro in Athen, Griechenland

 

1974 – 1997

Architekturbüro ‚Krenz + Partner - Planungsgruppe Bonn‘ in Bonn

 

seit 1993

Architekturbüro ‚Professor Krenz Architekten‘ in Bochum

 

seit 1998

Architekturbüro ‚Professor Krenz Architekten‘ in Bonn-Königswinter und Bochum

 

seit 2002

Architekturbüro ‚Archwerk Generalplaner KG‘ in Bochum

BlueBoxBochum: Deutscher Hochschulbaupreis (Auszeichnung) 2014

Jahrhunderthaus Bochum: AIT Award Kategorie Bildung (Nominierung) 2012

Jahrhunderthaus Bochum: aaa - austrian architecture award (Nominierung) 2008

Diverse Anerkennungen im Rahmen der ‚Auszeichnung Guter Bauten des BDA‘

Regelmäßige Preisrichtertätigkeiten für ausgelobte Wettbewerbe

Nationale und internationale Wettbewerbserfolge

 

Prof. Krenz, VITA: LEHRE
1966 - 1967

Assistenz bei Prof. Helmut Kanis, Staatliche Ingenieurschule Mainz

 

 

1993 - 2010

C3-Professur an der Hochschule Bochum, Fachbereich Architektur

Lehrstuhl für Entwerfen und Grundlagen des Entwerfens

Mehrfacher Träger des ‚Klaus-Steilmann-Umweltpreises‘

für betreute Diplomarbeiten im Rahmen der Lehrtätigkeit

 

Regelmäßige Ausstellungen von betreuten Studentischen Arbeiten im Rahmen der

Lehrtätigkeit, u. a. in der ‚Jahrhunderthalle‘, Bochum und in der ‚Kunst- und

Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland‘, Bonn

 

2001 - 2010

BlueBoxBochum

Internationales Kompetenzzentrum Architektur. Exzellenzcenter.

Initiator, Gründer und Leiter

2009

Professor des Jahres 2009

in der Kategorie „Ingenieurwissenschaften und Informatik“

deutschlandweite Auslobung von UNICUM BERUF

 

2010

Lehrpreis 2010 - Nominierung für den Lehrpreis 2010 der Hochschule Bochum

 

seit 2010

Professur für Architektur an der EBZ Business School, Bochum

Leiter des Studienganges ‚Master of Science Projektentwicklung‘

 

 

26. Projekt-Werksatt — Gemütlichkeit: Feindbild oder Chance?

Sabine Krumrey
Sabine Krumrey

Der Wiener Sprach- und Kulturkritiker Karl Kraus scheint dem allen recht zu geben: „Ich verlange von einer Stadt, in der ich leben soll: Asphalt, Straßenspülung, Haustorschlüssel, Luftheizung, Warmwasserleitung. Gemütlich bin ich selbst.“ Und trotzdem: Was bedeutet Gemütlichkeit für die Innenarchitektur heute? Stört sie die vorgegebenen Konzepte, ist sie Herausforderung oder gar Chance? Susanne Brandherm (b-k-i Köln), Sabine Krumrey (b-k-i Hamburg) und Harald Klein (kA Düsseldorf) stellen sich diesem Thema mit ihren eigenen Arbeiten und Philosophien und sagen: „Gemütlichkeit ist kein Feindbild, sondern ein wichtiges Gewürz in der Küche der Innenarchitektur.“
 

Studium an der FH Rosenheim
Verschiedene Station in Innenarchitekturbüros im Süden Deutschlands
Bereiche: Gesundheitswesen, Shop- und Messegestaltung, Hoteleinrichtungen, Office + Privateinrichtungen

  • Seit 1993 selbstständiges Büro für Innenarchitektur
  • Seit 1996 Zusammenarbeit mit Susanne Brandherm
  • 1999 Gründung von brandherm + krumrey Innenarchitektur in Köln
  • 2000 Gründung von brandherm + krumrey Innenarchitektur in Hamburg

53. Projekt-Werkstatt — Re-start und Start-Up

Komplex und kreativ: Wie sich junge Architekten in einem umkämoften Markt behaupten. 

Die VitrA Projekt-Werkstatt lädt immer wieder gerne junge Architektinnen und Architekten ein: Sie liegen uns besonders am Herzen. Diesmal stellen wir Oliver Gibbins aus Hamburg und Raoul Kunz aus Berlin vor. Die Möglichkeiten und Wege ihrer kreativen Selbstverwirklichung sind unterschiedlich und höchst interessant.

Oliver Gibbins, 1981 in Berlin geboren, Masterstudium der Architektur in London und Potsdam, hat 2007 gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Architektin Hoai Trinh Gibbins, begonnen im renommierten Hamburger und Potsdamer Büro „gibbins european architects“ mitzuarbeiten. Vater Olaf Gibbins hatte seit vielen Jahren eine besondere Beziehung zu VitrA Bad – zusammen mit Carl Steckeweh stand er Pate für die VitrA Projekt-Werkstatt. Das Büro war besonders beim Bauen im Bestand und im Denkmalschutz engagiert. Nach dem Tode des Vaters 2015 hat Oliver Gibbins zusammen mit seiner Ehefrau und einem erfahrenen Stamm von Mitarbeitern die Aufgabe, die offenen Enden der Vergangenheit aufzunehmen und neu zu verknüpfen. Oliver Gibbins berichtet, wie man ein Büro in zweiter Generation führen kann.

Anders verlief der berufliche Weg von Raoul Kunz aus Berlin. Geboren 1974, Studium in Münster und Stipendiat an der Bartlett in London, wissenschaftliche Mitarbeit bei „Volker Staab“ und Büroerfahrungen u. a. als Leiter der Wettbewerbsabteilung bei „Baumschlager Eberle“. Auf der Erfolgsliste stehen wichtige Wettbewerbserfolge, besonders in den Bereichen Archivbau, Laborbau und Sportarena. 2016 dann die Gründung des eigenen Büros. Für die Umsetzung tun sich „dichter Architekturgesellschaft“ jeweils mit bauerfahrenen Partnerbüros zusammen. Raoul Kunz wird nicht nur darüber berichten, wie es zum ungewöhnlichen Büronamen kam, sondern auch seine Bürophilosophie erläutern. Denn diese hört sich nicht nur für die Architekturkritiker poetisch an: „Nehmen wir an, die Stadt wäre ein Gedicht. Das Quartier wäre ein Vers, die Straße ein Satz, ein Gebäude ein Wort, der Baustoff der Buchstabe!“

Geboren08.11.1974

Qualifikation:
seit 2006Mitglied der Architektenkammer
2002 - 2003M.Arch. (Architektur) - UCL London (DAAD Stipendiant)
1996 - 2002M.A. (Architektur) - FH-Münster (MSA)
1993 - 1996Technischer Zeichner - Maschinenbau

Teilzeit Lehraufträge und Assistenzen:
2015 - 2017Assistenz Prof. Volker Staab - Braunschweig Universität
2009 - 2012Lehrauftrag Entwerfen M.A. - Ravensbourne College
2007 - 2011Lehrauftrag Entwerfen B.A. - Greenwich University

Büroerfahrung:
seit 2016Gründer - dichter Architekturgesellschaft mbH, Berlin
2012 - 2015Teamleiter - Baumschlager Eberle Architekten, Berlin
2006 - 2012Projektleiter - Allies and Morrison Architects, London
2003 - 2006Architekt - Terry Pawson Architects, London

 

05. Projekt-Werkstatt — Patienten- und Klinikhotels - Soziale Infrastruktur im Wandel

Sylvia Leydecker
Dipl.-Ing. Sylvia Leydecker

Sylvia Leydecker, Dipl.-Ing. BDIA, ist Innenarchitektin und gründete Ihr Studio 100% interior 1997 in Köln. Sie konzipiert zukunftsorientierte Räume, die die Unternehmensidentität im Sinne der Corporate Identity widerspiegeln, mit einem Schwerpunkt im Bereich Healthcare. Sylvia Leydecker absolvierte ihr Studium nach Aufenthalten in England und Frankreich, in Wiesbaden und der Trisakti Universität in Jakarta.

Sie gilt als Expertin für die Verwendung von Nanomaterialien und ist Autorin der internationalen Birkhäuser-Publikation „Nanomaterialien in Architektur, Innenarchitektur und Design“.

18. Projekt-Werkstatt — Wohnen und Arbeiten. Nachhaltige Architekturen im Dialog

Michael Müller
Dipl.-Ing. Michael Müller
  • 1990: Diplom I an der BUGH Wuppertal
  • 1989–1991: Mitarbeit im Büro für Architektur und Stadtplanung Morsbach, Solingen
  • 1990: Mitarbeit bei Prof. Zimmermann, Hamburg
  • 1991–1996: Projektpartnerschaften im Büro Overdiek Petzinka und Partner (OPP) und Ingenhoven Overdiek Petzinka und Partner (IOPP), Düsseldorf
  • 1993: freier Architekt, AKNW
  • 1996–1997: Projektpartnerschaft mit Prof. Parade, Düsseldorf
  • 1996–1998: Vertiefungsstudium an der BUGH Wuppertal
  • 1997–1998: Partnerschaft mit Petzinka Pink und Partner (PPP), Düsseldorf
  • 1998: Diplom II im Schwerpunkt ökologisches Bauen an der BUGH Wuppertal
  • 1998: Gründung Architektur Contor Müller Schlüter mit Christian Schlüter, Wuppertal
  • 1998–2002: Gastdozent und Lehrbeauftragter an der Bergischen Universität GH Wuppertal Lehrgebiet Entwerfen / konstruktives Entwerfen
  • 2001: Berufung in den BDA
  • 2003: Geschäftsführer der ACMS Planungsgesellschaft mbH, Generalplanung
  • 2004: Geschäftsführer des mipshaus-Institut gGmbH, Institut für ressourcenschonendes Bauen
  • 2007: Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB); Fachbeirat Ressourcen NB und Mitglied der Arbeitsgruppe Bauen im Bestand

39. Projekt-Werkstatt — Was bestimmt heutzutage den Ausdruck von Architektur und Design?

Martin Murphy
Architekt RIBA Martin Murphy

Die schöpferische Gegenwart der Architektur ist geprägt von Kosten- und Termindruck sowie Kundenwünschen. Um ihre Stilsicherheit zu (be-)wahren folgen Architekten einer Konstante: ihrer inneren Einstellung. Sie beeinflusst Denken, Entwerfen und Handeln. Zwei erfahrene Architekten nehmen uns während ihres Vortrags mit auf eine Reise zum Kernpunkt von Design und Architektur.

Seien Sie gespannt! In der 39. VitrA Projekt-Werkstatt erwartet Sie ein interessantes Thema mit viel Diskussionspotenzial. Martin Murphy – seit 2004 Partner des renommierten Hamburger Architekturbüros Störmer, Murphy and Partners – brachte uns auf die Idee. Selbst in England unter dem Eindruck von Strukturkrisen und starken Sozialaufgaben ausgebildet, arbeitet er heute in Hamburg, wo „Contenance“ im Mittelpunkt steht. Was ihn antreibt: der persönliche Standpunkt, die Herkunft und das Wissen über Architektur.

Dies gilt auch für Prof. Wolfgang Krenz, der seit 40 Jahren baut und plant sowie seit 20 Jahren lehrt. Sein Lehrmeister war der berühmte Nachkriegsarchitekt Egon Eiermann. Er führte geometrische Strenge und handwerkliche Präzision in der modernen Architektur als einzigartige Kombination zusammen. Eine besondere Verbindung, die auch heute noch grundsätzliche Bedeutung hat – und die von Wolfgang Krenz weitergeführt und gelebt wird.

Martin Murphy wurde 1966 in Wallasey, UK geboren. Nach seinem Studium in London und Madrid, arbeitete er erst bei Christoph Ingenhoven Architekten in Düsseldorf und kam 1996 zu Alsop & Störmer Architects, Hamburg. Seit Martin Murphy 2004 Partner im Büro Störmer Murphy and Partners ist, hält er weltweit Vorträge, ist Preisrichter und nimmt an Symposien und Konferenzen teil.
Mit dem Ziel, hochwertige Architektur von überregionaler Bedeutung zu schaffen, verstehen wir uns als leistungsstarker, kompetenter Partner eines ganzheitlichen Projektteams. Zusammen mit unseren Kunden und den Fachingenieuren werden projektspezifisch individuelle Lösungen erarbeitet, um kosten- und terminorientiert maximale Designqualität zu realisieren.

Bereits 1992 wurde das gesamte Büro auf computerunterstützte Projektbearbeitung umgestellt. 2D- und 3D- Zeichenprogramme, Bildbearbeitung und Animationssoftware sind von allen Arbeitsplätzen zugänglich.

Das Büro auf der Fleetinsel liegt im Zentrum Hamburgs. In Projektteams organisierte CAD-Arbeitsplätze, Modellbauwerkstatt, Printerräume und Besprechungsräume sind im ehemaligen Speicher am Fleet verteilt. Wir verstehen uns als Architekturwerkstatt mit langjähriger Erfahrung und Raum für Experiment und Entwicklung.

 

Kontakt:
Störmer Murphy and Partners GbR
Michaelisbrücke 1
20459 Hamburg
Telefon +49 40 369 73 70
Fax +49 40 369 737 37
www.stoermer-partner.de
info(at)stoermer-partner.de

 

VITA Martin Murphy, Architekt RIBA
1966Geboren in Wallasey, UK
1989Architekturstudium an der South Bank University, London
1991Diplom in Architektur am Canterbury College of Art and Design, UK
1992Aufbaustudium Architektur an der Politecnica de Madrid
1993Christoph Ingenhoven Architekten, Düsseldorf
1996Alsop & Störmer Architects, Hamburg
2001Jan Störmer Architekten, Hamburg (2005 Umbenennung in Jan Störmer Partner)
seit 2005Partner bei Jan Störmer Partner, Hamburg
2009Störmer Murphy and Partners, Hamburg (neuer Büroname)
  

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontext und Inhalt

„Wir glauben, dass die Qualität unserer gebauten Umwelt ein entscheidender Bestandteil der Lebensqualität ist. Wir kennen keine Gestaltregeln, keine Materialfestlegungen. Unsere Architektur generiert sich aus Kontext und Inhalt für den Menschen und für den Ort. So ist kein Gebäude wie das andere.“
(German Architects)
 

 

 

56. Projekt-Werkstatt — Architektonisches Wirken in einer großen Metropole am Strom – Heute und morgen.

Tommy Müller
Tommy Müller

Zwei Herausforderungen, die nicht nur fu?r Hamburg, sondern auch für Köln in diesen Jahren wichtig sind: Wie reagieren die Städte auf den Auftrag des lebenslangen Lernens – wie werden Schulen und andere Bildungsbauten architektonisch für die Zukunft fit gemacht oder neue entwickelt? Des Weiteren geht es um die Frage: Wie wirkt sich der Klimawandel auf das Leben am Wasser aus? Bedeutet dies, dass wir demnächst mehr auf statt am Wasser wohnen? Ein Thema, mit dem sich Tommy Müller seit seiner Diplomarbeit beschäftigt.

Das Hamburger Büro tun-architektur besteht seit 2007. Beide Partner haben ihren Abschluss an der HAW in Hamburg gemacht, Nathalie Dudda 2003, Tommy Müller 2002. Das Büro beschäftigt heute knapp zehn Mitarbeiter und kooperiert mit der Coop Water House GmbH, die sich das Bauen und Leben auf dem Wasser zum zentralen Thema gemacht hat. Tommy Müller und Nathalie Dudda sind dort zwei von insgesamt sieben Gesellschaftern. tun-achitektur gehört mit dem Wohnprojekt am Kiwittsmoor-Park zu den Gewinnern des Hamburger BDA Preises 2018.

seit 2007

tun-architektur in Zusammenarbeit mit Nathalie Dudda

2004 – 2008  




2002 – 2003

Angestellte Architekt
RHW Architekten, Hamburg

freiberufliche Tätigkeit
Spengler & Wiescholek, freie Architekten und Stadtplaner, Hamburg
RHW Architekten, Hamburg
Architekturbüro Martin Streb und Partner, Hamburg
pvo, Hamburg
M.Hansen, Architektur und Kunstfotografie, Hamburg

2016

Ausstellungen
Hausboot „Lore“, Hamburg - „Auf Wasser gebaut“

2006


2003
 

2003

2003

2003

Künstlerhaus Vorwerkstift, Hamburg - 
„Lebensräume“

Architekturgalerie Renate Kammer, Hamburg -
„building a new mother earth, vision of a new planet“ 

Galerie M6, Hamburg - „try city exchange tokio + chicago + hamburg“  

Kulturforum, Hamburg - „try city exchange tokio + chicago + hamburg

Architekturpreis
Taut-Stipendium, Auszeichnung
„building a new mother earth, vision of a new planet“  

bis 2002

Studium
Hochschule für Angewandte Wissenschaften,
HAW Hamburg
Fachbereich Architektur
„building a new mother earth, vision of a new planet“
Diplomarbeit mit R. Kormann, J. Haase & T. Müller
Prof. Joachim Krausse, Universität Dessau 
Prof. Leo Eckhardt, Fachhochschule Hamburg

1968

geboren in Hamburg

15. Projekt-Werkstatt — Moderne Raumkonzepte

Hubert Nienhoff
Dipl.-Ing. Hubert Nienhoff

Hubert Nienhoff, Partner, geb. 1959 in Kirchhellen, Dipl.-Ing. Architekt, seit 1993 Partner im Büro von Gerkan, Marg und Partner, Leitung der gmp-Büros Berlin, Frankfurt, Rio de Janeiro, Projekte u.a. Neue Messe Leipzig, Olympiastadion, Berlin, Flughafen Berlin Brandenburg International, Commerzbank-Arena, Frankfurt/Main, WM-Stadien 2010 in Kapstadt, Durban und Port Elizabeth, WM-Stadien 2014 in Manaus, Belo Horizonte, Brasília sowie Stadien in Neu Delhi und Tripolis.

28. Projekt-Werksatt — Frischer Wind: Architekt – ein Beruf im Wandel!

Martin Oberascher
Martin Oberascher

Im Sommer 2013 wurde die HOAI novelliert und immer häufiger dürfen Architekten nicht länger als bis zur Leistungsphase IV am Bau mitmischen. Ist der Architekt noch Chef am Bau oder spielt er nur noch eine marginale Rolle?

Die Architekten Martin Oberascher von soma in Salzburg und Thomas Knerer von KNERER UND LANG Dresden wissen, wie man als Architekt weiterhin eine Führungsrolle behält, kreativ arbeiten kann und Spaß daran behält! Martin Oberascher aus dem Team soma brilliert dabei als einer der wirklich engagierten parametrisch arbeiteten Architekten durch ungewöhnliche Projekte. Thomas Knerer überzeugt mit seiner modernen puristischen Sprache. Als Münchner reizte es ihn nach der Wende, sich in einer Stadt niederzulassen, in der durch die starken Kontraste und Maßstabsbrüche ein offensichtlicher Handlungsbedarf für Architekten bestand.
 

Martin Oberascher studierte Architektur an der Technischen Universität Wien, der McGill University in Montreal und Skulptur bei Heimo Zobernig an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Er schloss sein Architekturstudium 2003 an der Universität für Angewandte Kunst ab. Herr Oberascher sammelte Berufserfahrung als Projektleiter in unterschiedlichen Architekturbüros. Seit 2009 lehrt er an der Kunst-Universität Linz, Abteilung space&designstrategies. 2009 gewann er den Skulpturenpreis des Landes Salzburg. (Installation Georg Trakl House) 

09. Projekt-Werkstatt — Perspektiven und Innovationen im Krankenhausbau

Christian Pelzeter
Dipl.-Ing. Christian Pelzeter

Herr Christian Pelzeter, Dipl.-Ing. Architekt BDA, wurde 1960 in Freiburg geboren. Er absolvierte sein Studium an der TU Berlin (Diplom 1988). Seit 1995 ist er Gesellschafter der Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR (Bund Deutscher Architekten, BDA). Ausserdem ist er Vorstandsmitglied beim Arbeitskreis Krankenhausbau und Gesundheitswesen, AKG.

03. Projekt-Werkstatt — Das dritte Leben - Wohnen und Pflege im Alter

Günter Pfeifer
Prof. Dipl.-Ing. Günter Pfeifer

Geboren 1943 in Schopfheim, Landkreis Lörrach. Nach dem Studium der Architektur an der Staatlichen Werkkunstschule Kassel von 1963 bis 1967 ist er seit 1975 selbstständig mit Büros in Lörrach und Freiburg.

Von 1986 bis 1992 Zusammenarbeit mit Frank O. Gehry, Zaha Hadid, Tadao Ando und Alvaro Siza bei den Projekten für die Vitra in Weil am Rhein (Genehmigungs-, und Ausführungsplanung, Objektüberwachung, Baumanagement).

Seit 1992 ordentlicher Professor an der Technischen Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Hochbaukonstruktion, seit 2001 Fachgebiet Entwerfen und Wohnungsbau; Dekan der Fakultät von 1996 bis 1998.

Seit 1984 über 60 nationale und internationale Auszeichnungen, u. a. Honor Award 1992 –The American Institute of Architecture, Deutscher Architekturpreis (Anerkennung) 1991 und 1993, Architekturpreis Baden-Württemberg/Hugo-Häring-Preis (insgesamt 8mal). Zahlreiche Wettbewerbserfolge und Veröffentlichungen im In- und Ausland.

Seit 1997 Autor zahlreicher Fachbücher; bisher insgesamt 24 Titel. Seit 2005 Partnerschaft mit Christoph Kuh /Büro pfeifer.kuhn.architekten in Freiburg. Seit Bürogründung beschäftigt sich Günter Pfeifer mit energetischem Bauen auf der Grundlage einfacher passiver und kybernetischer Prinzipien.

46. Projekt-Werkstatt — Was Design ausmacht? Zeitlose Eleganz!

Christophe Pillet
Christophe Pillet

Nichts ist beständiger als der Wandel. Dies gilt besonders für Design. Christophe Pillet schafft mit seinen Kreationen eine Symbiose aus Moderne und Tradition. Und entwickelt so Werke für die Ewigkeit. Frei nach der Devise: „Design sollte schlicht, zeitlos und elegant sein.“

In der 46. VitrA Projekt-Werkstatt berichtet der Pariser Designer (Jahrgang 1959) über seine Arbeit in den Disziplinen Produkt- und Möbeldesign, Interior Design sowie Architektur und Szenografie. Führende Marken wie Lancel, Lacoste, Catherine Malandrino, John Richmond oder das Design Hotel Sezz vertrauen schon seit Jahren auf sein Talent. Für VitrA konzipierte Christophe Pillet die Badkollektion „Memoria Black“ – 2016 mit dem German Design Award ausgezeichnet – sowie den Mineralguss-Aufsatztisch „Memoria“ mit passenden Armaturen. 2017 präsentieren wir seine neu entworfenen Komplementärmöbel auf der ISH in Frankfurt.

Weiteres Highlight bei dieser Projekt-Werkstatt ist die Vorstellung des Buches „Amplitude“. Die Publikation bietet einen Gesamtüberblick zu allen Projekt-Werkstätten der letzten Jahre. Freuen Sie sich auf interessante Hypothesen, praxisnahe Anekdoten und innovative Architektur.

Christophe Pillet is a French designer who has won international acclaim for the spectrum and quality of his creations. Architecture, objects, furniture, art direction: his signature is invariably associated with the finest brands and projects of ever increasing weight and prestige. From transforming the Lancel boutiques across France and the rest of the Worldwide, designing the new Hotel Sezz in St Tropez, and the restaurant Maison Blanche in Fes and Casablanca, to creating stands for Renault at international automobile shows: the scope and the variety of his projects share a common attitude, independent of scale. Whether it be as design director for Lacoste, or in long-term collaborations with Driade, Cappellini and Emu, his considered interpretations are a testament to high-voltage chic, distinguished both by its precision and rigor. If a Pillet style exists, it is that of efficiency and service, in the sense of sexual functionality: the ability to crystallize, in the project, the excitement of the proposition. Collaborations over time, such as those with Catherine Malandrino and John Richmond, signify his interaction with the Worldwide of fashion, a domain which is particularly dependent on the art of seduction. Pillet’s works also indicate a capability, still rare in France, to achieve recognition on a global scale (in Japan, the US, Great Britain, China). The sensitive, material translation of a happy relationship with the Worldwide – which, logically, is oblivious to borders.

Pillet’s ranges were originally Italian. There were certainly few places as magical as Milan for designers in the 1980s. Business in Italy has never ceased to be a family affair, where major companies remain loyal and the idea of the meeting is still privileged. Having been awarded his diploma from the Domus Academy (master class), he became part of the Memphis group (as an assistant to Martine Bedin, and Michele De Lucchi), when they led the vanguard of a new approach to design. Upon his return to Paris, Pillet was involved in the development of the Starck agency, during the period when American hotel interiors and the toothbrush were subject to a major reinvention.

Having graduated from extra to actor, Pillet would take on the role of director in 1993 with the creation of his own agency. In the same year he was nominated 'Designer of the Year’ at the Salon du Meuble de Paris, and his independent career was launched. His personality and his career offer distinctive characteristics. Whilst having an art school background (he studied in Nice), he initially launched a music career: he has retained a taste for certain rhythms and time signatures, as well as a search for harmony. Displacement, travel, transit - an interest in movement has never ceased to be present. Pillet is not a native of the southeastern France but spent his adolescence in Nice; in the 80s, he was a young designer in Italy. Today he is a designer developing international projects in France, a country which is hardly the champion of this outward-looking approach. Design welcomes this desire for ubiquity, that of gaining intimacy with a problematic as well as the maximum distance possible, creating the conditions for innovation. This is attested to by the attention that is now devoted to architecture in the agency’s projects, or the emphasis on 'modest' projects, in which practical character and economy are privileged exclusively over any other criteria. To movement, encounters and curiosity respond; between dissipation and concentration, fantasy and rigor, they are an inexhaustible source of dynamic richness for projects, as well as their international developments.

Pierre Doze.

12. Projekt-Werkstatt — Neue Projekte und Qualitäten im Wohnungsbau

Nach einer Schreinerlehre studierte sie an der FH Köln Stadt- und Regionalplanung. Auslandsaufenthalte folgten danach von 1980–1981 ein DAAD-Jahresstipendium in Lodz, Polen mit dem Schwerpunkt Stadterneuerung und Rekonstruktion. Von 1981–1982 arbeitete sie im Stadterrneuerungsamt in Rotterdam an dem Modellprojekt, Stadterneuerung im Oude Westen.

Ergänzend zu den Erfahrungen im Städtebau folgte ein Studium der Architektur an der Technischen Universität in Berlin. Anschließend war sie Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Wohnungsbau und Stadtteilplanung im Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion. Ihre freiberufliche Tätigkeit begann bei Overdiek & Petzinka in Düsseldorf anschließend bei der Kölner Planwerkstatt in Köln.

1989 bis 1993 vertrat sie an der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Trier, im Fachbereich Innenarchitektur, Fachgebiet Grundlagen des Entwerfens, eine Professur. An der BUGH Wuppertal lehrte sie im Fachgebiet Baukonstruktion. Die Gründung der Architektengruppe ASS | Architetti Senza Sensibilita | in Berlin war für ihre weitere Arbeit sehr wichtig.

1992 Bürogründung UTE PIROETH ARCHITEKTUR in Köln, Eintragung in die Architektenliste und in die Stadtplanerliste NRW .Gleichzeitig erfolgte in Berlin die Gründung der Planungsgemeinschaft
Jung – Piroeth – Schützger.

Seit 2001 ist sie Mitglied der Vertreterversammlung der Architektenkammer NRW und war bis 2011 im Kuratorium Stiftung Deutscher Architekten. Mitgliedschaft im BDA Köln seit 1994, im BDA Vorstand aktiv seit 2007. Seit 2009 ist sie Mitglied im Gestaltungsbeirat der Stadt Mühlheim und Mitglied in der Bundesstiftung Baukultur. Sie ist als Gutachterin und Preisrichterin tätig.

Von 1992 bis Heute hat sie zahlreiche Projekte in allen Leistungsphasen sowie Kunst am Bau Projekte in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern realisiert. Sie erhielt diverse wichtige nationale und internationale Preise und Auszeichnungen, ihre Projekte wurden vielfältig veröffentlicht.

22. Projekt-Werksatt — Die Lust an der freien Form

André Poitiers
Dipl.-Ing. André Poitiers

Aller Anfang ist schwer! Das galt für den Hamburger Architekten André Poitiers, der seit den 1990er Jahren weit über Hamburg hinaus mit Projekten und Wettbewerbserfolgen bekannt geworden ist, und Manuel Aust vom Weimarer Studio BÄNG, der den Schritt in die Selbständigkeit schon während seiner Studienzeit wagte. Ob nun aus der handwerklich-technischen Tradition eines André Poitiers heraus oder aus einer neuen Dimension und Freiheit, die sich aus den Möglichkeiten des digitalisierten Entwerfens (auch als Parametrismus bekannt) bei Studio BÄNG ergeben. Beide Referenten stehen seit Beginn ihrer Auseinandersetzung mit der Architektur für die Lust an der freien Form und nutzen die Chancen des freien, selbständigen Arbeitens trotz der Hindernisse beim Start-up.
 

  • 1959 geboren in Hamburg
  • 1979–1981 Tischlerlehre Asmus Yachtwerft, Glückstadt
  • 1983–1989 Architekturstudium, Technische Universität Braunschweig
  • 1989 Diplom mit Auszeichnung
  • 1990 Architekt im Büro Prof. Peter Schweger und Partner
  • 1990–1991 Architekt im Büro Sir Norman Foster, London
  • 1992–1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Prof. Roland Ostertag Institut für Gebäudelehre und Entwerfen, TU Braunschweig
  • ab 1995 Freischaffender Architekt in Hamburg
  • 1996 Berufung in den Bund Deutscher Architekten, BDA
  • 2000 Berufung in das Royal Institute of British Architects, RIBA
  • 2000 Eintragung als Stadtplaner, Architektenkammer Hamburg

16. Projekt-Werkstatt — Neue Architekturen im Dialog

Justus Pysall
Dipl.-Ing. Justus Pysall

Justus Pysall studierte und diplomierte in Braunschweig. Er arbeitete zunächst bei Foster Associates in London und lehrte zeitgleich an der AA-Architectural Association. Anschließend, bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland, arbeitete er im Atelier Jean Nouvel in Paris. Als selbstständiger Architekt firmierte Justus Pysall in Partnerschaft mit Peter Ruge als Pysall . Ruge Architekten in Berlin und in Hangzhou, China. Seit 2011 führt er das Büro Pysall Architekten.

Justus Pysall referiert national und international u. a. in USA, Brasilien, Italien, Polen und Russland. Er ist Mitglied der Architektenkammer, Mitglied des Vorstands des BDA Berlin, im Schinkelausschuss des AIV, der Stiftung Baukultur und in der DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

Aktuelles

  • „Paperplanes“ Nicolas Grospierre, Fotografische Werke über das Museum
  • Lotnictwa, phase 2 Galerie, London 2011
  • BMA Bürohaus und Produktion, Kunming, China, 2011
  • Hamburger Platz in St. Petersburg, St. Petersburg 4/2011
  • Deutscher Pavillon, Architektur Biennale Venedig, Venedig, 8 – 11/2010
  • Biennale di Venezia 2010, Giardini, Palazzo delle Esposizione, Venedig 8 – 11/2010
  • Museum für Luftfahrt + Aviationpark, Krakau, 1. Preis 2005, Fertigstellung 2010
    LTD_1, Hamburg, Masterplan und Bürohaus 1. Preis 2003, Fertigstellung 2008
    Gütesiegel für nachhaltiges Bauen, Gold-Zertifizierung des DGNB 2010
  • Rose of Mianyang - Sustainable City, China, Stadtplanung 1. Preis 2006, Fertigstellung bis 2020
  • BBI Business Park, Berlin, Masterplan 1. Preis 2007, Baubeginn 2011
  • Sanierung Gründerzeit-Mehrfamilienhaus, Morgensternstraße, Berlin, Fertigstellung 2011

Mitgliedschaften

  • Architektenkammer Berlin
  • AIV – Architekten- und Ingenieurverein
  • Mitglied des Schinkelausschusses AIV – Berlin
  • BDA – Bund Deutscher Architekten
  • BDA Berlin - Mitglied des Vorstands
  • Stiftung Baukultur
  • DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

41. Projekt-Werkstatt — Design oder Nachhaltigkeit: Welche Aussichten stehen der Architektur bevor?

Hani Rashid
Hani Rashid

Die Zukunft beginnt jetzt. Besonders in der Architektur. Folgen Sie in der 41. VitrAProjekt-Werkstatt dem Werkbericht von Hani Rashid. Ein außergewöhnlicher Vortrag des international etablierten Architekten erwartet Sie!

Hani Rashid, Prinzipal der 1989 gegründeten New Yorker Architektengruppe Asymptote (zusammen mit Lise Anne Couture), zählt zu den wichtigsten Protagonisten einer neuen intelligenten und digitalen Architektur. Asymptote ist auf allen Feldern und in allen Maßstäben präsent: Sei es im Städtebau, der Architektur und Innenarchitektur, der Landschaftsplanung sowie im Bereich virtueller sowie realer Kunstprojekte oder im Industrial Design. Das Büro schlug als eines der ersten die Brücke zwischen dem Computer und der Architektur. Benutzte digitale Werkzeuge, um in bis dahin unbekannte Sphären einer phantastischen Formensprache vorzudringen. Die dank neuer Materialien, Technologien und Theorien inzwischen weltweit möglich ist. Hani Rashid war von Anfang an dabei. Zur Jahrtausendwende, als die Blobisten die Welt eroberten. Und später das digitale Entwerfen zum parametrischen Bauen wurde.

Asymptote vermochte es anders als viele ihrer Kollegen nicht nur schöne Bilder zu generieren, sondern auch im großen Maßstab zu bauen – auf der ganzen Welt. Zu den wichtigsten realisierten Projekten der Architektengruppe zählen das Yas Viceroy Hotel in Abu Dhabi (2010), das ARC Multimedia Theater in Daegu, South Korea (2013) sowie das Alessi Headquarter (2004 bis 2012).

Es ist uns eine besondere Freude Hani Rashid im Rahmen der PASSAGEN 2016 begrüßen zu können. 

Hani Rashid, the design partner at Asymptote, founded the studio in Milan in 1989. Working closely with clients and experienced senior architects he leads a talented hand-picked internal design team in realizing unique creative visions for each individual project. With over twenty years of experience in leading design teams from conceptual sketches to built realization, Hani has achieved international recognition for his work and Asymptote’s global renown. Alongside Hani's professional work he has achieved a distinguished international academic career that includes visiting professorships at numerous universities including the Royal Academy of Fine Arts in Copenhagen, the Southern California Institute of Architecture in Los Angeles, Harvard University Graduate School of Design, the Berlage Institute in Amsterdam and the Swiss Federal Institute of Technology (ETH) in Zurich. As Associate Professor of Architecture at Columbia University’s Graduate School of Architecture he co-developed the school’s  Advanced Digital Design program in 1991 and co founded the Paperless Design Studios in 1996. Hani Rashid has held the Kenzo Tange Chair for Architecture at Harvard and served on the steering committee for the Aga Khan Award for Architecture. Today Hani leads a research department at the University of Ap[plied Arts in Vienna Austria. In 2000 Hani Rashid co-represented the United States at the 7th Venice Architecture Biennale. In 2004 he was awarded the Chair to the Cátedra Luis Barragán in Monterrey, Mexico, and in the same year he and Lise Anne Couture were awarded the Frederick Kiesler Prize for Architecture and the Arts. He received a Master of Architecture from Cranbrook Academy of Art in Bloomfield Hills, Michigan in 1985.

32. Projekt-Werkstatt — Grenzgänger zwischen den Disziplinen – Die Stadt braucht andere Freiräume!

Martin Rein-Cano
Dipl.-Ing. Martin Rein-Cano

TOPOTEK 1 ist eines der wenigen deutschen Büros für Gestaltung innerstädtischer Freiräume mit internationaler Beachtung. Martin Rein-Cano, Gründer und gemeinsam mit Lorenz Dexler Geschäftsführer von TOPOTEK 1, bespielt ein internationales Netzwerk und arbeitet unter anderem sehr eng mit Bjarke Ingels, Geschäftsführer von BIG Kopenhagen, New York, Beijing, zusammen.

TOPOTEK 1 hat ein sehr gutes Gefühl und ein kritisches Verständnis für die Qualität der jeweils vorgefundenen städtebaulichen Situationen. So entstehen Parks, Plätze, Sportanlagen oder Gärten, die auf den Punkt genau eine neue Sinnlichkeit für die Metropolenbewohner des 21. Jahrhunderts hervorrufen.

Martin Rein-Cano stellt in seinem Werkvortrag im Rahmen der Veranstaltung sein neues Projekt „Superkilen“ vor.

Superkilen (dänisch: kilen = „Keil“), ist ein von BIG, TOPOTEK 1 und SUPERFLEX entworfener städtischer Park, der sich keilförmig durch einen der ethnisch gemischtesten und sozial benachteiligten Stadtteile Kopenhagens zieht.

Martin Rein-Cano wurde 1967 in Buenos Aires geboren. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität in Frankfurt und Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität in Hannover und Karlsruhe. 1996 gründete er das Büro TOPOTEK 1, das sich als Grenzgänger zwischen verschiedenen Genres, Typologien und Maßstäben versteht.


„TOPOTEK 1 ist in der Gestaltung urbaner Freiräume und der Bearbeitung städtebaulicher Themen verwurzelt, unternimmt aber genauso Ausflüge in die Konzeption und Realisierung von Ausstellungen und Kunstinstallationen.“

51. Projekt-Werkstatt — Ladies Night

Lydia Rintz
Dipl.-Ing. Lydia Rintz

Die neuen drei "K" der Architektinnen: Konstruktion, Kunde und Kinder? 

Der Umbruch ist spürbar: In einer Branche in der noch vor gut einer Generationen meist Männer das Bild beherrschten findet ein Wandel statt. Immer mehr Frauen nehmen den Architekturberuf auf. Und während das manche männliche Kollegen verunsichert ist eines doch ganz klar: Frauen bereichern und tun der Architektur gut. Besonders einfach ist es für die meisten jedoch nicht: Der Wunsch eine Familie zu gründen, steht häufig im Konflikt mit dem Bedürfnis eine erfolgreiche Karriere zu haben und ein eigenes Architekturbüro aufzubauen. Zur 51. VitrA Projekt-Werkstatt haben wir zwei Frauen eingeladen, die mit genau dieser Problematik konfrontiert waren und die ihre ganz eigenen Lösungen gefunden haben.

Lydia Rintz (*1984) führt zusammen mit ihrem Lebenspartner Philipp Quack das kleine und schon sehr erfolgreiche Architekturbüro ARQ in Berlin. ARQ betreut viele Projekte in NRW, wie eine Feuer- und Rettungswache in Gütersloh sowie die umfangreichen Umplanungen für die Alanbrooke- Kaserne in Paderborn. Damit nicht genug: Sie bildet an der Münster School of Architecture Studierende in Städtebau und Stadtplanung aus. Seit diesem Jahr hat sie eine Vertretungsprofessur erhalten.

Laura Jahnke (*1975) lebt und arbeitet in Hamburg. Nach ihrem Architekturstudium und mehrjähriger Praxis in renommierten Architekturbüros gründet sie im Jahr 2006 das Büro LAURA JAHNKE ARCHITEKTEN. Sehr schnell hatte sie sich durch wunderbare Wohnhäuser, innerstädtische Lückenschließungen und besondere, qualitätvolle Wohnquartiere einen Namen gemacht. Der Karriereweg schien klar. Und dann entschied sie sich im Jahr 2012 für einen Rückzug in die Privatheit. Mit Mann und inzwischen vier Kindern arbeitet sie heute wieder intensiv als Architektin und für die Stiftung des BDA Hamburg.

Lydia Rintz (*1984) führt zusammen mit ihrem Lebenspartner Philipp Quack das kleine und schon sehr erfolgreiche Architekturbüro ARQ in Berlin. Sie betreut viele Projekte in NRW, wie eine Feuer- und Rettungswache in Gütersloh sowie die umfangreichen Umplanungen für die Alanbrooke-Kaserne in Paderborn. Damit nicht genug: Sie bildet an der Münster School of Architecture Studierende in Städtebau und Stadtplanung aus. Seit diesem Jahr hat sie eine Vertretungsprofessur erhalten.

31. Projekt-Werkstatt — Raum, Licht und konstruktive Fügung

Carsten Roth
Prof. Carsten Roth

Carsten Roth wurde durch seine feinsinnige und präzise Interpretation einer modernen Architektursprache in Hamburg und in Wien bekannt. Er konstruiert sozusagen aus Licht, Raum und Inspiration. So zum Beispiel für eine der
wichtigsten deutschen PR-Agenturen am Hamburger Waterloohain, wo es gelang, aus verspiegeltem Glas und in Rottönen changierendem Edelstahlblech ein lichtes Ensemble zu komponieren. Carsten Roth zeigte einen Ausschnitt
seiner aktuellen Projekte und stellte sich dem Thema: „Was muss ein Architekt heute können?“ Seine Antwort: Am besten alles!“ Und das bewies er dann mit seinem Vortrag, in dem er illustrierte, wie man in einem UNESCO-WelterbeEnsemble ein modernes Gebäude integriert.

Über den Baukünstler Carsten Roth:

Geb. 1958 in Hamburg, studierte an der Technischen Universität Braunschweig und der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie in den USA am Virginia Polytechnic Institute in Blacksburg und Alexandria, hier mit Schwerpunkt Tageslichtführung im architektonischen Raum. 1987 gründet er sein eigenes Atelier in Hamburg. Von 1998 bis 1999 Gastprofessor an der Gesamthochschule Kassel im Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion. 2002 wurde ihm der Kritikerpreis im Bereich Architektur des Verbands der deutschen Kritiker e. V.

verliehen. Mitglied in der freien Akademie der Künste in Hamburg und seit 2003 Universitätsprofessor am Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen der Technischen Universität Braunschweig. Seit Juni 2011 Mitglied des Beirates für Stadtgestaltung der Stadt Linz in Österreich. Seit Ende 2012 Mitglied im Gestaltungsbeirat der Stadt Bremerhaven. Carsten Roth lebt und arbeitet in Hamburg und Braunschweig.
 
Werke (Auswahl)

  • W5+, Bürohaus Neubau im Medienpool Warerloohain in Hamburg Eimsbüttel, Januar 2013
  • BMW Gebrauchte Automobile Zentrum Hamburg Ost in Barsbüttel, Januar 2013
  • Bürohaus-Ensemble Neubau Sophienterrassen in Hamburg Harvestehude, Dezember 2012
  • Konzernzentrale Volksbank Wien im UNESCO Weltkulturerbe Kerngebiet am Wiener Ring mit ca. 25.000 m², November 2010 mit ca. 25.000 m²
  • Bürohausprojekt Columbia TWINS² in Hamburg Neumühlen 2009, ca. 14.000 m²
  • Wohnbauprojekt Brahmsquartier in der Hamburger Innenstadt 2008 mit ca. 6.000 m²
  • Geschäftshaus Colonnaden 41 in einem denkmalgeschützten Ensemble in Hamburg 2007
  • Bürohaus Rolandsbrücke 4 in Hamburg 2004
  • Gemeindehaus St. Nikolai in Hamburg-Harvestehude 2003
  • Medienpool Waterloohain Hamburg Eimsbüttel 2000 bis 2003 mit zusammen ca. 11.000 m² BGF,
  • Auszeichnung als Bestes Bürogebäude Europas 2004
  • Logistik- und Fulfillment-Center mit 78.000 m³ in Mecklenburg-Vorpommern 1999-2000
  • Druckerei und CD-Konfektionierungscenter in Röbel (Mecklenburg-Vorpommern)1997–1998
  • Büro- und Laborgebäude Synopharm GmbH in Barsbüttel bei Hamburg 1998
  • Büro- und Ausstellungsgebäude in Siek 1994–1996
  • Ateliergebäude in Hamburg 1993–1996
  • Revitalisierung einer Autofabrik im Hamburger Grindelviertel, Planung und Ausführung in der Zeit von 1991–1994


Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2011 AIA Colorado - Citation Award American Institut of Architects;
  • 2010 BDA Hamburg Architekturpreis, 1. Preisrang;
  • 2010 Bauwerk des Jahres 2010 des AIV, Hamburg;
  • 2008 20 Jahre Jahrbuch Architektur in Hamburg - Auszeichnungen für die besten Gebäude der letzten 20 Jahre;
  • 2008 AIT Best of Office Architecture Award 2008, 2004 Best of Europe – Office, Internationaler
  • Architekturpreis für das beste Bürogebäude Europas 2004;
  • 2004 AIA Colorado - Citation Award American Institut of Architects;
  • 2004 contractworld.award 2004 Internationaler Architekturpreis für innovative Raumkonzepte, “Best of Category Office”;
  • 2002 Kritikerpreis für Architektur;
  • 2002 Bauwerk des Jahres 2002 des AIV, Hamburg, 2002 BDA Hamburg Architekturpreis, 1. Preisrang;
  • 1996 Bauwerk des Jahres 1996 des AIV, Hamburg;
  • 1996 BDA Hamburg Architekturpreis, 1. Preisrang

21. Projekt-Werkstatt — Wandel und Innovation: Bestandsmodernisierung im Wohnungsbau

Peter Sandleben
Dipl.-Ing. Peter Sandleben

Ausbildung/Schule

  • 1962 Abitur in Herford

Studium

  • 1968 Abschluss Architekturstudium TU Braunschweig
    • Vertiefung:
    • Entwerfen
    • Sicherung alter Bauten
      Bau- und Kunstgeschichte
  • bis 1974 Assistent am Lehrstuhl für Entwerfen Prof. Oesterlen, TU Braunschweig

Selbständige Tätigkeit

  • ab 1974 Schwerpunkte:
    • Bauen im Bestand
    • Rekonstruktion Umnutzung
    • Ausbau, Erweiterung denkmalgeschützter Bauten
  • 1978 Peter-Josef-Krahe Architekturpreis der Stadt Braunschweig
  • seit 2004 Kooperation mit forstbachconsulting baumanagement gmbh, Köln

Ausgesuchte Referenzprojekte

  • Innerstädtisches Wohnquartier, Düsseldorf
  • Früh am Dom, Köln, Umbau/Erweiterung des Gesamtquartiers im

Denkmalschutz

  • Großbürgerliche Villa in Grunewald, Berlin
  • Bürohaus und Hotelkomplex Park Inn / Gothaer Versicherung, Innere
  • Kanalstraße, Köln
    • Erweiterungsbau Gothaer Versicherung / EB III, Köln
    • GAG – Rosenhof, Köln-Bickendorf, Denkmalschutz
    • GAG – Naumannsiedlung, Köln-Riehl, Grossmodernisierung/Instandsetzung, Denkmalschutz
  • 2011   ausgezeichnet mit dem Deutschen Bauherrenpreis
  • 2011 Modernisierung und dem Sonderpreis „Denkmalschutz im Wohnungsbau“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

58. Projekt-Werkstatt — Wer plant welche Stadt für die Zukunft?

Klaus Schäfer
Prof. Klaus Schäfer

Prof. Klaus Schäfer, School of Architecture Bremen, ist nach einem Bauingenieurstudium in Münster und Studium der Architektur an der Hochschule der Künste in Berlin seit 1990 aktiver Städtebauer – und das meist im interdisziplinären Team. Folgende Projekte zählen zu seinen wichtigsten: Neue Mitte Hellersdorf, Berlin 1991; Klingelhöfer-Dreieck, Berlin 1995; Universitätscampus Saarland, Saarbrücken 2000. Seit 1998 lehrt er Städtebau und Entwerfen, seit 2005 ist er Inhaber der Professur an der Hochschule Bremen. Seine fortschrittliche und komplexe Auffassung von der Stadt ist am einfachsten mit einigen Thesen seiner Lehre zu erklären – wie: „Die Verstädterung von Landschaft und die Verlandschaftung von Stadt aufheben, dem Verkehr die eindimensionale Ausrichtung nehmen und Vielseitigkeit und Mischung herstellen.“ Zusammengefasst heißt seine Prämisse: „Architektur muss sich dem Gemeinsamen zuwenden.“ „Wie wir arbeiten, wie wir zusammenleben“. Wie wir uns in der Stadt bewegen – alles ist in Veränderung begriffen. Doch Städte bauen wir immer noch wie im 20. Jahrhundert, sagt Julia Erdmann. Sie hat in Hamburg ein Büro gegründet, das man das „bessere Netzwerk“ nennen sollte: JES – Julia Erdmann Socialtecture. Davor studierte sie Architektur und Stadtplanung an der HFBK in Hamburg und an der Columbia University in New York und wirkte 12 Jahre als Architektin und Mit-Geschäftsführerin bei Stephen Williams Associates. Aus ihrem Gestaltungstalent verknüpft mit ihrem Gespür dafür, was Menschen und Gesellschaft bewegt, schuf sie das neue Wirkungsfeld „Socialtecture“. So entwickelt sie lebendige Quartiere, gestaltet gesunde Gebäude und entwirft raffinierte Räume – gemeinsam mit den JES-Denkern und Machern aus den Bereichen Architektur, Urban Design, Soziologie und Kommunikation. In allen Projekten bindet JES die Perspektiven der zukünftigen Benutzer ein und geht damit neue Wege in co-kreativer Stadtgestaltung.

geboren 1956, seit 2005 Professur für Städtebau und Entwerfen an der Hochschule Bremen; freier Architekt und Stadtplaner in Berlin.

Bauingenieurstudium in Münster und Studium der Architektur an der Universität der Künste in Berlin, seit 1990 Tätig als Städtebauer, seit 1998 Lehrtätigkeit für Städtebau und Entwerfen.

Deutscher Städtebaupreis (Anerk.) und DIFA-Award für Städtebau 2002 (zusammen mit H. Machleidt, W. Stepp) für das Tiergarten-Dreieck, Berlin; Prämierte Wettbewerbe: u.a. Neue Mitte Hellersdorf, Berlin 1991; Tiergarten-Dreieck, Berlin 1995; Universitätscampus Saarland, Saarbrücken 2000; Städtebauliche Entwürfe als Grundlage zu Rahmen- und Entwicklungsplanung, Szenarien national und international; Gutachten; Internationale Workshops und Vortragstätigkeit. Teilnahme documenta urbana Labor 2007; Gründung des Instituts der Stadtbaukunst 2006

letzte Veröffentlichung: Aufbruch aus der Zwischenstadt. Urbanisierung durch Migration und Nutzungsmischung. (Hg.), transcript Verlag 2018

Über das Verschwinden des Privaten in der Architektur, in: Der öffentliche Raum
in der Architektur, Wolkenkuckucksheim, Internationale Zeitschrift für Theorie der Architektur 2019

21. Projekt-Werkstatt — Wandel und Innovation: Bestandsmodernisierung im Wohnungsbau

Florian Schlüter
Dipl.-Ing. Florian Schlüter
  • 1959 geboren in Karlsruhe
  • 1980–88 Architekturstudium Diplom an der TH Darmstadt, Plastik am Lehrstuhl Prof. W. Grizmek
  • 1985–86 Studium an der Universita degli Studi, Florenz (DAAD Stipendium)
  • 1988–95 Freier Mitarbeiter, Projektpartner bei Wörner+Partner, Frankfurt am Main und freischaffende Tätigkeit
  • seit 1988 Stahlplastik, Zeichnung, Radierung - Teilnahme an Ausstellungen
  • 1993–98 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Plastisches Gestalten Prof. F. Bodini, TH Darmstadt, FB Architektur
  • seit 1997 Bürogemeinschaft Meixner Schlüter Wendt Architekten
  • 2001 Professur-Vertretung Universität - Gesamthochschule, Siegen

35. Projekt-Werkstatt — Von Frankfurt in die Welt – Deutsche Architektur findet internationalen Anklang

Till Schneider
Dipl.-Ing. Till Schneider

Frankfurt am Main – das Tor zur Welt! Die einmalige Frankfurter Skyline bietet neben den höchsten Gebäuden Deutschlands auch zahlreiche kulturelle Einrichtungen, wie das DAM (Deutsches Architektur Museum). Nicht umsonst hat die Mainmetropole in den letzten Jahren Beinamen wie "Mainhattan", "Bankfurt" oder "Eurocity" erhalten. Auch in der Kommunikation ist Frankfurt ein wichtiger internationaler Knotenpunkt.

schneider+schumacher gehört längst zu den bekanntesten Architekturbüros in Deutschland, mit Sitz in Frankfurt, Wien (Österreich) und Tianjin (China).

Die legendäre Info-Box macht schneider+schumacher weltweit bekannt. Seitdem sind weit über 100 Gebäude, städtebauliche Projekte und zahlreiche Produktentwicklungen entstanden. Das Büro ist unter einem Dach in einzelnen Gesellschaften organisiert, die eng miteinander kooperieren: Das Planungsspektrum reicht von Architektur, Bau- und Projektmanagement, Design, Kinetik, Parametrik bis hin zum Städtebau.

In der 35. VitrA Projekt-Werkstatt werden preisgekrönte architektonische und städtebauliche Projekte von Till Schneider vorgestellt, die gute Architektur im 21. Jahrhundert erfüllen sollte: eine intelligente und umsichtige Planung, die dabei nicht vergisst, dem Benutzer einen atmosphärischen Ort zu bieten, der sich flexibel den jeweiligen Ansprüche anpasst.

Geboren 1959 in Koblenz, studierte Architektur an der Universität Kaiserslautern, der TU Darmstadt und der Städelschule Frankfurt/Main bei Peter Cook, freie Mitarbeit Eisele + Fritz und Prof. Mürb.Zusammen mit Herrn Michael Schumacher gründet er 1988 das Büro schneider+schumacher in Frankfurt. Er war Vertretungsprofessor an der TU Darmstadt im Jahr 2005 und 2006, seit 2010 Vorsitzender der Frankfurter BDA-Gruppe. Till Schneider lebt in Frankfurt/Main.

07. Projekt-Werkstatt — Wandel und neue Wege im Wohnungs- und Hotelbau

Karl-Heinz Schommer
Dipl.-Ing. Karl-Heinz Schommer

Von 1971 bis 1977 absolvierte er sein Studium an der RWTH Aachen (1977 Diplomabschluss). Im Zeitraum von 1977 bis 1981 war Herr Schommer Mitarbeiter im Büro von van Dorp und Schmidt, Bonn. 1981 gründete er das Architekturbüro Schommer und erhielt 1993 den Europa-Nostra-Preis für Baulückenschließung Prinz-Albert-Straße in Bonn, 2010 den MIPIM Award in Cannes für das Projekt Kameha Grand Bonn. Zudem wurden 1998 und 2002 zwei Werke unter dem Titel „Bauten und Projekte 1990-1998“ und „Bauten und Projekte 1999-2002“ (Hrsg. von Ingeborg Flagge, Junius) mit Projekten aus seiner Feder veröffentlicht und 1998 gab es eine Ausstellung im Staatsratgebäude Berlin zum Thema „Karl-Heinz Schommer – Bauten für Bonn und Berlin“.

13. Projekt-Werkstatt — Wandel und Innovation: Bauwerke für Wohnen, Pflege und Gesundheit im Alter

Florian Schweitzer
Dipl.-Ing. Florian Schweitzer

Florian Schweitzer, Dipl. Ing. Architekt BDA wurde 1962 in Fürstenfeldbruck geboren und wuchs in Köln auf. Nach Abschluss des Studiums der Architektur an der RWTH Aachen im Jahr 1992  war er bis 1998 als Projektleiter im Büro Architekturwerkstatt AC tätig.

1998 gründete Florian Schweitzer in Aachen das Architekturbüro Kaiser Schweitzer Architekten.

Seit 2001 besteht eine projektbezogene Arbeitsgemeinschaft mit dem Aachener Büro Glashaus Architekten PSG, aus der 2009 der Deutsche Bauherrenpreis Modernisierung und 2010 die Auszeichnung Vorbildliche Bauten in NRW für die Revitalisierung der Gewerbebrache Widra-Areal in Aachen resultierte.

Beachtung fand auch die Umnutzung des in der Aachener Innenstadt gelegenen Klosters und der Kirche St. Alfons zu einem Bürostandort mit benachbartem Wohnungsneubau im Klostergarten.

2010 unterrichtete Florian Schweitzer im Rahmen eines Lehrauftrags bei Prof. Klaus Selle am Lehrstuhl für Planungstheorie der RWTH Aachen. 2011 erfolgte die Berufung in den Bund Deutscher Architekten.

42. Projekt-Werkstatt — Die Schönheit der Architektur

Gerd Streng
Dipl.-Ing. Gerd Streng

Ein weitreichendes Thema. Und wie steht es mit der „schönen Einfachheit“? Genau diesem Paradox widmen sich die Referenten Dipl.-Ing. Gerd Streng und Prof. Jörg Friedrich in ihrem Vortrag bei der 42. VitrA Projekt-Werkstatt. Freuen Sie sich auf einen interessanten Abend!

 Geradlinig denken und entwerfen: Der Hamburger Architekt und Hochschullehrer Gerd Streng (*1970 in Worms) arbeitet nach diesem Credo – und berücksichtigt dabei die Kosteneffizienz unterschiedlicher Projekte. Übernommen hat er dieses Vorgehen von alten Hamburger Wohnhäusern, die er vorzugsweise umbaut, erweitert und ergänzt. „Nachverdichten von Wohnraum in kleinstem Maßstab als Einbreiten statt Ausbreiten“ nennt er das. Dabei hat Gerd Streng eine neue Formensprache entwickelt: „Stair Case Study Houses“ als Referenz für ein uraltes Architekturthema: die Treppe.

Prof. Jörg Friedrich (*1951 in Erfurt) baut in Deutschland und Italien. Schönheit, findet er, „liegt in der Kombination aus Plausibilität, Proportion und Einfachheit“. Um das zu beweisen, hat Professor Friedrich das Projekt „Willkommen in Deutschland“ mit seinen Architekturstudenten der Leibnitz-Universität Hannover initiiert, wo er die Professur für Gebäudelehre und Architekturtheorie inne hat. Aus diesem Projekt entstand das in den Medien vielbeachtete Buch „Welcome – Konzepte für eine menschenwürdige Architektur“. 

Hier steht „einfache Schönheit“ im Fokus. Denn Jörg Friedrich fordert „gleiches Recht auf architektonische Anmut für alle“. Sein Stilbewusstsein beweisen diverse Theater und Opernhäuser in denen er architektonischen Raum gestaltet hat.

  • 1970 in Worms geboren. Architekturstudium an der TU Darmstadt, 1999 Diplom.
     
  • 1996-97 DAAD Stipendium TU Delft/NL. 1997-2005 Mitarbeit Arconiko architecten, Rotterdam/NL.
     
  • Seit 2002 freier Korrespondent www.archined.nl.
     
  • Seit 2005 in Hamburg Mitarbeit bei Renner Hainke Wirth Architekten / Studio Andreas Heller / planwerkeins / Schenk+Waiblinger.
     
  • Seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter HafenCity Universität Hamburg.
     
  • Seit 2010 freie Arbeiten.

20. Projekt-Werkstatt — Russland und Deutschland im Vergleich: Wie entsteht Architekturqualität?

Hadi Teherani
Dipl.-Ing. Hadi Teherani
  • 1954 geboren in Teheran, Iran
  • 1977–1984 Studium an der TU Braunschweig
  • 1984 Diplom an der TU Braunschweig
  • 1984–1987 Mitarbeit im Planungsbüro Professor Joachim Schürmann, Köln
  • 1989–1991 Lehrtätigkeit an der TU Aachen Lehrstuhl Professor Volkwin Marg
    seit 1990 selbständiger Architekt
  • 1991 Gründung des Büros BRT Architekten Bothe Richter Teherani mit Sitz in Hamburg
  • seit 1993 internationale Workshops und Lehrtätigkeiten
  • seit 1999 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg
  • 2003 Gründung Hadi Teherani AG, Hamburg
  • 2005 Gründung BRT Design Group FZ LLC, Dubai
  • 2005 Beteiligung BRT RUS, Moskau
  • 2009 Gründung CHT, Abu Dhabi

24. Projekt-Werkstatt — Architekt in Europa!

Oliver Thill
Dipl.-Ing. Oliver Thill

Es ist nicht mehr wichtig, wo man aufgewachsen ist, sondern, was man daraus macht. Dann wird aus einem Local Hero ein Global Player. Das Atelier Kempe Thill ist ein Paradebespiel dafür, wie der heutige europäische Architekturbetrieb unktioniert. Die aus Sachsen stammenden Architekten Kempe und Thill führen ein sehr erfolgreiches Büro in Rotterdam. Es wurde im Jahr 2000 gegründet und befindet sich auf dem Campus der weltberühmten Van-Nelle-Fabrik (Weltkulturerbe). Die Architekten bauen und wirken inzwischen international und realisieren u. a. auch Projekte in Belgien, Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in Frankreich und Marokko. Erste realisierte Projekte in Deutschland waren der Niederländische Pavillon auf der IGA 2003 in Rostock und die Jugendherberge in Prora mit 600 Betten auf der Insel Rügen (2011).

  • geboren 02.01.1971 in Karl-Marx-Stadt (DDR)
  • 1990–1996 Technische Universität Dresden
  • 1993 Städtebauliche Studie in Paris zum Thema "Villes Nouvelles"
  • 1994 Städtebauliche Studie in Tokyo zum Thema "Shibuya"
  • seit 1999 Gastprofessuren TU Delft, Academie van Bouwkunst, Arnheim
    Academie van Bouwkunst, Rotterdam, Berlage Institut, Rotterdam
  • 2000 Atelier Kempe Thill, Rotterdam
  • 2009 Vorstandsmitglied Jaap Bakema Foundation, Rotterda

26. Projekt-Werksatt — Arbeitsplatz Istanbul – neue Ideen für Stadt und Verkehr

Gregers Thomsen
Gregers Tang Thomsen

Istanbul gilt als aufregendste Megacity Europas: Viele Besucher halten die Stadt inzwischen für spannender als New York. Dass die anfallenden Aufgaben bei Architektur, Planung, Verkehr und Denkmalschutz immens sind, wurde sehr deutlich, als die Istanbuler Architektengruppe Superpool beim Audi Urban Future Award 2012 mit einem sensiblen Vorschlag auffiel: Das innovative Verkehrskonzept funktioniert durch individuelle Online-Lenkung von Verkehren. Es geht um eine demokratische und gleichberechtigte Nutzung der Straße von allen Verkehrsteilnehmern. Zudem schlägt Superpool eine intelligente Weiterentwicklung des Sammeltaxis Dolmus vor. Kleine Phantasien statt großer Utopien – so könnte die Zukunft von Stadt und Architektur, nicht nur in Istanbul aussehen ...
 

Selva Gürdoğan, Architect (born 1979, Turkey. 2003 graduate from Sci-Arc, USA) and Gregers Tang Thomsen, Architect (born 1974, Denmark. 2003 graduate from Aarhus School of Architecture, Denmark) founded Superpool in Istanbul in 2006.

They met at Rem Koolhaas’ studio Office for Metropolitan Architecture -OMA- in 2003, where they worked until establishing Superpool.

Currently Superpool is engaged in TailorCrete, a European Commission funded research for incorporating robotics into concrete construction technology, along with the design of single-family houses in Zekeriyakoy, Istanbul. Superpool has also recently completed Mapping Istanbul; a book commissioned by Garanti Gallery with nearly a hundred maps and information graphics creating a valuable resource for architects, planners, and policy-makers invested in the city's future.

Most recent Superpool has been participating in the Audi Urban Future Award 2012 to research mobility in Istanbul in 2030.

45. Projekt-Werkstatt — Wie verändert sich die Gegenwart und Zukunft der Architektur?

Tobias Wallisser
Tobias Wallisser

Der Referent an diesem außergewöhnlichen Abend ist Tobias Wallisser. Er ist einer der drei Partner des weltweit aufgestellten avantgardistischen Büros LAVA (LABORATORY FOR VISIONARY ARCHITECTURE). Vertreten in Australien, Vietnam, China, Stuttgart und Berlin. In seinem Vortrag* äußert er sich zur Gegenwart und Zukunft der Architektur und ihrer Akteure.

Unterschiedliche Aspekte von Architektur waren in den letzten Jahren zentrale Themen der VitrA Projekt-Werkstätten. Wir haben diskutiert, ausprobiert und „geforscht“. Die Ergebnisse finden Sie gesammelt in einem Buch, das unsere gemeinsamen Erfahrungen dokumentiert. Es heißt AMPLITUDE, was verkürzt „die Differenz zwischen dem Minimum und dem Maximum“ bedeutet. Claudio Conigliello, Stefan Brentano und Dirk Meyhöfer stellen Ihnen das Werk in unserer 45. Projekt-Werkstatt vor.

Tobias Wallisser studierte von 1990 bis 1996 Architektur an der TU Berlin und der Universität Stuttgart. Anschließend erwarb er den Postgraduate Master of Science in Advanced Architectural Design an der Columbia University, New York.

Er arbeitete als Architekt im Büro KTP, bei Asymptote und bei UNStudio van Berkel & Bos, wo er 2001 die Stelle als Creative Director übernahm. Zusammen mit Ben van Berkel war er u.a. für das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart und den Bahnhof in Arnheim verantwortlich.

Im Jahr 2007 gründete Wallisser zusammen mit Chris Bosse und Alexander Rieck das Büro LAVA (Laboratory for Visionary Architecture). Das Büro arbeitet als internationales Netzwerk von Spezialisten mit Standorten in Stuttgart, Berlin und Sydney. Die Projekte zeichnen sich durch einen unkonventionellen Umgang mit aktuellen Fragen der Zeit aus;  Themen wie der sinnvolle Umgang mit Ressourcen oder das kreative Potential moderner Fertigungsmethoden für zeitgemäße Lebensräume bilden den Arbeitsschwerpunkt. Zur Zeit arbeiten 40 Mitarbeiter an den drei Standorten. Bekannt wurde das Büro mit dem Entwurf des Stadtzentrums für die als Co2-freien Stadt geplante Entwicklung von Masdar. Zur Zeit werden sind zwei Hochhäuser in Hangzhou, ein Forschungscampus in Riad sowie eine Jugendherberge in Bayreuth im Bau.

Tobias Wallisser ist seit 2006 Professor für Architektur und Innovative Bau- und Raumkonzepte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.

55. Projekt-Werkstatt — Julian Weyer, C. F. Møller Architects, Aarhus med venlig hilsen!

Dieser Abend gilt der sensiblen Kraft der skandinavischen Moderne. Behandelt werden interessante Konzepte in der Architekturlehre.

C.F. Møller Architects ist heute eines der führenden Architekturbüros Skandinaviens. Gründer Christian Frederik Møller (1898 – 1988) hat nicht nur große Teile der größten dänischen Universität außerhalb von Kopenhagen in Aarhus gebaut; er war auch der erste Rektor der renommierten Architekturschule von Aarhus. Heute arbeitet das Büro weltweit und kombiniert Erfahrung und nordische Werte mit innovativer Kraft. Dabei entsteht eine zurückhaltende, aber stimmige Architektur, die von uns immer wieder großen Respekt einfordert.

Julian Weyer wurde 1969 in Berlin geboren und lebt seit 1975 in Dänemark. Er studierte an der Aarhus School of Architecture und schloss sein Studium 1994 als Architect MAA ab. Dann lehrte er an der Aarhus School of Architecture und arbeitete zudem als freier Architekt sowie bei C.F. Møller Architects. 2007 wurden seinen Leistungen mit einer Partnerschaft bei C.F. Møller belohnt.

Heute ist er tätig in den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur sowie Städteplanung. Julian Weyer weist bereits zahlreiche Wettbewerbspreise und preisgekrönte Entwürfe vor. Er arbeitet weltweit, hauptsächlich aber in Dänemark, Deutschland und Großbritannien. In Hamburg haben C.F. Møller Architects kürzlich den wichtigen Wettbewerb für den neuen Fernbahnhof Altona/Diebsteich gewonnen.

  • Architect MAA, geb. 1969 in Berlin
  • Lebt seit 1975 in Dänemark
  • 1994 Abschluss als Architect MAA an der Aarhus School of Architecture
  • Lehrtätigkeit an der Aarhus School of Architecture
  • Freier Architekt
  • Architekt bei C.F. Møller Architects
  • 2007 Partner bei C.F. Møller Architects
  • Bauprojekte in Dänemark, Deutschland und Großbritannien
  • Internationale Vorträge und zahlreiche Publikationen
  • Vielzählige Auszeichnungen u. a. der European Architecture Award
  • Mehrere Fachjurytätigkeiten und professionelle Mitgliedschaften

 

 

06. Projekt-Werkstatt — Wohnungs- und Hotelbau im Wandel?

Eckehard Wienstroer
Dipl.-Ing. Eckehard Wienstroer

Eckehard Wienstroer wurde am 09.02.1964 in Düsseldorf geboren und absolvierte von 1983 bis 1985 seine Ausbildung zum Maurergesellen. Im Anschluss daran folgte von 1985 bis 1993 das Studium der Architektur in Hagen und Wuppertal. Von 1991 bis 1995 war er in verschiedenen Büros tätig.
1995 gründete er, zusammen mit Ercan Agirbas, Agirbas & Wienstroer, Architektur und Stadtplanung.

Für seine Arbeit erhielt er bis heute diverse Auszeichnungen darunter 2010 den nationalen Architekturpreis der Türkei, 2009 den deutschen Bauherrenpreis, 2008 den Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau, 2008 den türkischen Architekturpreis Beton, 2006 den Stahl-Innovationspreis. Zudem erhielt er 2008 eine Nominierung des MIPIM Awards, Cannes sowie 2005 eine weitere für den Förderpreis des Landes NRW.

27. Projekt-Werksatt — Ungewöhnlich wohnen – Architekten und ihre Visionen

Manfred Wiescholek
Dipl-Ing. Manfred Wiescholek

Wie können heute bezahlbare und gute Wohnungen in den großen Städten entstehen? Wie lassen sich in Zeiten von Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit die Menschen wieder emotional für ihre Wohnung begeistern?

Antworten darauf haben Michael Frenz, Präsident der Bremer Architektenkammer, und der Hamburger Architekt Manfred Wiescholek. Dabei geht es nicht um Luxuswohnungen, sondern um bezahlbare Ideen im Geschosswohnungsbau oder bei der Nachverdichtung des Wohnungsbaus aus der Nachkriegszeit. Ein Beispiel ist das Projekt „ungewöhnlich wohnen“ aus Bremen. Hier wurde an vielen Orten der Hansestadt zu neuen und zugleich bezahlbaren Formaten aufgerufen, um Impulse für bestehende Quartiere und Siedlungen zu setzen. 15 Architekturbüros waren beauftragt: Mittlerweilebefinden sich mehrere Projekte in der Realisierung, darunter „Tarzan und Jane“ von Spengler Wiescholek Architekten.

  • Dipl.Ing. Architekt, geb. 04.05.61 in Opole/Polen, Architekturstudium FH Hamburg und TU Berlin
  • 1980 Bürogründung durch I. Spengler
  • 1989 Zusammenarbeit mit M. Wiescholek
  • 1994 Büropartnerschaft Spengler · Wiescholek

49. Projekt-Werkstatt — For ever young!

Benjamin Wirth
Dipl.-Ing. Benjamin Wirth

Können junge Architekten noch frei und selbstständig arbeiten?

Es sind die schönsten Jahre im Leben von Architektinnen und Architekten, wenn sie so früh wie möglich nach der Ausbildung endlich frei und selbstständig arbeiten können. Legende? Eine Wahrnehmung aus fernen Zeiten?

Nein – Architekt ist und bleibt ein freier Beruf. Auch im 21. Jahrhundert, auch in Zeiten von BIM, TGA oder anderen hieroglyphischen Abkürzungen kommt es immer noch auf den sicheren Blick und einen guten Strich an. Zwei Büros aus Bremen und London zeigen die Möglichkeiten dieses ewig jungen Berufs auf. Trotz Brexit arbeiten der deutsche Max Kahlen (*1981) und der Norweger Christopher Dyvik (*1980) nach unterschiedlichen Bauordnungen in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Norwegen und Deutschland. Ihr Code: Einfachheit gepaart mit dem Wissen von Studierenden der berühmten Architectural Association in London. Ihre Projekte überraschen. Ob Läden und Werkstätten unter alten Eisenbahnviadukten oder als elegante Villa wie in Aachen.

Dipl.-Ing. Architekt Jan Wirth (*1980) und Dipl.-Ing. Architekt Benjamin Wirth (*1983) gründeten 2012 ihr Büro in Bremen. Seitdem stecken sie viel Mühe in wohldurchdachte Details, überlegte Konzepte und sorgfältige Planung. Und haben so schon ein Kunststück geschafft. Sie kamen mit ihrem Erstling – einem sogenannten Remisenpavillon – bereits in die deutschen Feuilletons und in den Baumeister. Das ist nicht mehr als ein Shelter mitten auf dem niedersächsischen Plattenland. Aber er ist so gut gemacht, dass er uns alle überleben wird.

Benjamin Wirth (1983) hat von 2003 - 2009 an der Universität der Künster Berlin und in Paris studiert.
2008 -2009 arbeitete er bei Kahlfeld Architekten in Berlin.
2012 gründete er mit Jan Wirth das Büro Wirth Architekten.
2016 wurde Benjamin Wirth Architekten in den BDA berufen.
2016 Projektbeitrag Remisenpavillon zur East Centric Architekturtriennale In Bukarest
2017 Berufung in den AKJAA

49. Projekt-Werkstatt — For ever young!

Jan Wirth
Dipl.-Ing. Jan Wirth

Können junge Architekten noch frei und selbstständig arbeiten?

Es sind die schönsten Jahre im Leben von Architektinnen und Architekten, wenn sie so früh wie möglich nach der Ausbildung endlich frei und selbstständig arbeiten können. Legende? Eine Wahrnehmung aus fernen Zeiten?

Nein – Architekt ist und bleibt ein freier Beruf. Auch im 21. Jahrhundert, auch in Zeiten von BIM, TGA oder anderen hieroglyphischen Abkürzungen kommt es immer noch auf den sicheren Blick und einen guten Strich an. Zwei Büros aus Bremen und London zeigen die Möglichkeiten dieses ewig jungen Berufs auf. Trotz Brexit arbeiten der deutsche Max Kahlen (*1981) und der Norweger Christopher Dyvik (*1980) nach unterschiedlichen Bauordnungen in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Norwegen und Deutschland. Ihr Code: Einfachheit gepaart mit dem Wissen von Studierenden der berühmten Architectural Association in London. Ihre Projekte überraschen. Ob Läden und Werkstätten unter alten Eisenbahnviadukten oder als elegante Villa wie in Aachen.

Dipl.-Ing. Architekt Jan Wirth (*1980) und Dipl.-Ing. Architekt Benjamin Wirth (*1983) gründeten 2012 ihr Büro in Bremen. Seitdem stecken sie viel Mühe in wohldurchdachte Details, überlegte Konzepte und sorgfältige Planung. Und haben so schon ein Kunststück geschafft. Sie kamen mit ihrem Erstling – einem sogenannten Remisenpavillon – bereits in die deutschen Feuilletons und in den Baumeister. Das ist nicht mehr als ein Shelter mitten auf dem niedersächsischen Plattenland. Aber er ist so gut gemacht, dass er uns alle überleben wird.

Jan Wirth (1980) hat von 2001 - 2006 in Bremen, Lübeck und Rom studiert.
2005 arbeitete er im Architekturbüro Didier in Versailles,
2008 bis 2014 bei Prof. Schomers und Schürmann in Bremen.
2012 gründete er mit Benjamin Wirth das Büro Wirth Architekten
2016 Projektbeitrag Remisenpavillon zur East Centric Architekturtriennale In Bukarest
2016 wurde Jan Wirth Architekten in den BDA berufen
2017 Berufung in den AKJAA

18. Projekt-Werkstatt — Wohnen und Arbeiten. Nachhaltige Architekturen im Dialog

Tobias Wulf
Prof. Dipl.-Ing. Tobias Wulf

Prof. Tobias Wulf gründete 1987 sein eigenes Architekturbüro in Stuttgart. Neben der Bürotätigkeit hatte er von 1987-91 einen Lehrauftrag für Entwerfen an der Universität Stuttgart.

Seit 1991 ist er Professor für Entwerfen und Baukonstruktion an der Hochschule für Technik Stuttgart. Tobias Wulf ist Gründer des Architekturbüros wulf architekten in Stuttgart. Die Schwerpunkte des Büros wulf architekten liegen in den Bereichen öffentliche Bauten wie Kulturbau, Schul- und Hochschulbau, Bürobau, Gesundheits- und Sportbauten, sowie CIGewerbebau, Wohn- und Sozialbau auch für private Auftraggeber. Bauen im Bestand, innovative Energiekonzepte und infrastrukturelle Großprojekte wie Messen und Kulturbauten sind seit über 10 Jahren als neue Schwerpunkte hinzu-gekommen. Die Anzahl der Mitarbeiter liegt bei etwa 70 Angestellten, fünf davon als leitende Architekten.

Die Projekte des Büros wurden mehrfach national und international ausgezeichnet darunter unter anderem 2011 der best architects award 12, 2011 die Auszeichnung für Beipielhaftes Bauen Stuttgart, 2010 der Thomas-Wechs-Preis, 2008 und 2009 der Hypo Real Estate –Architekturpreis, 2008 der Antonio-Petrini-Preis, 2008 die Auszeichnung Beispielhafter Schulbauten in Nordrhein-Westfalen, 2008 der Deutsche Stahlbaupreis, 2008 der DP3D für Unternehmensbauten, 2007 der best architects award 08, 2007 der European Award for Steel Structures, 2006 der Renault Traffic Design Award und mehrfach die BDA-Auszeichnung.


Wichtige Projekte (Auszug)

  • Neue Messe Stuttgart
  • adidas factory outlet, Herzogenaurach
  • Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern, Erlangen
  • Landesamt für Finanzen, Landshut
  • Deutschhaus-Gymnasium, Würzburg
  • Bildungszentrum für das Fleischerhandwerk, Augsburg

54. Projekt-Werkstatt — Neue Ideen braucht das Land!

Bibiana Zapf
AADipl ARB Architektin AKNW Bibiana Zapf

Wie muss man sich heute als Büro in einem komplexen Markt und vielen neuen Anforderungen an die Architektur aufstellen? Wer moderne Arbeitsbedingungen für sich und seine Mitarbeiter schafft, wird auch mit guten Ergebnissen belohnt.

Das Kölner Studio LCD wurde 2007 von Alexander Baumgarten als Netzwerk aus freien Architekten und Designern gegründet und ausgebaut. Es ist ein Netzwerk, das den beteiligten Akteuren jederzeit erlaubt, spezialisierte Planungsteams für jedes individuelle Projekt zusammenzustellen. Dies reicht von großen Architekturbüros über Projektsteuerer bis zu Freelancern und kleinen Büros.

Somit können alle planerischen Leistungen abgedeckt werden – von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung von Bauvorhaben jeder Größe. Eine flexible Struktur erlaubt es LCD, auch andere Planungsteams im Bereich Architektur und Projektentwicklung zu unterstützen – kurzfristig mit schnellen Reaktionszeiten und langjähriger Planungserfahrung. 

Seit 2016 wird Studio LCD von Bibiana Zapf und Alexander Baumgarten als Partnerschaftsgesellschaft mbB geführt: „Unsere Designphilosophie folgt den Grundsätzen einfacher Klarheit und Eleganz. Von diesem Konzept der kristallinen Ordnung aus nehmen wir uns dann die Freiheit, in die DNA der Details einzutauchen. Organische Formen im Ausbau, leuchtende Farben, Lichtatmosphäre und die Schönheit ausgewählter Materialien hauchen unseren Räumen Leben ein.“

Bibiana Zapf und Alexander Baumgarten stellen in einem Doppelvortrag die Arbeit in einem modernen Architektennetzwerk vor – und sie illustrieren ihre Architekturphilosophie anhand der für sie wichtigsten Bauten und Projekte.

Bibiana Zapf studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig und an der Architectural Association in London.

Nach Ihrem Diplom 2001 arbeitete Sie zunächst als freie Architektin für verschiedene kleine Büros in London um kleinere Projekte von Anfang bis Ende betreuen zu können. 2003 zog es Sie zu Großprojekten zunächst als Architektin bei Kohn Pedersen Fox und dann als Projektleiterin und Partnerin bei Make Architects London. Neben Ihrer Bürotätigkeit ging Bibiana Zapf als Tutor Lehrtätigkeiten an der London Metropolitan University und Chelsea College of Art and Design nach und fungierte als Architekturkritiker in London an der Architetural Association und University of Grenwich. 

2010 zog Bibiana Zapf nach Köln und arbeitete bis 2016 als Project Director bei Ingenhoven Architects bevor Sie 2016 bei Studio LCD – Alexander Baumgarten einstieg.

Studio LCD  wurde 2007 von Alexander Baumgarten in Köln als Netzwerk aus freien Architekten und Designern gegründet und aufgebaut. Seit 2016 wird Studio LCD von Alexander Baumgarten und Bibiana Zapf als Partnerschaftsgesellschaft geführt. Dieses Netzwerk erlaubt es, spezialisierte Planungsteams für jedes individuelle Projekt zusammenzustellen. Im Netzwerk sind von großen Architekturbüros über Projektsteurer bis zu Freelancern und kleinen Büros vertreten. Damit deckt das Büro alle planerischen Leistungen ab, von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung von Bauvorhaben jeder Größe. Die flexible Struktur erlaubt es außerdem Planungsteams im Bereich Architektur und Projektentwicklung kurzfristig mit schnellen Reaktionszeiten und langjähriger Planungserfahrung zu unterstützen.

Leider gibt es keine Namen mit diesem Anfangsbuchstaben.